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12.03.2026
Innovationspreis für Tübinger Zahnärztinnen: Komplexe Behandlungsfälle interdisziplinär planen
Kurt-Kaltenbach-Stiftung prämiert wegweisendes Projekt in der zahnmedizinischen Ausbildung
Die Kurt-Kaltenbach-Stiftung hat drei herausragende Projekte, die die zahnmedizinische Ausbildung in Deutschland verbessern, mit ihren Dental Education Awards prämiert.
Dabei ging ein Innovationspreis an Dr. Andrea Klink und Dr. Jana Ripperger von der Universität Tübingen. Die prämierte Arbeit der beiden Zahnärztinnen unter dem Titel „Interdisziplinäre Behandlungsplanung komplexer Patientenfälle – eine Zusammenarbeit zwischen Zahnerhaltung und Prothetik zur Integration klinischer Behandlungskurse (Lehr- und Lernmodul ‚Diagnostik und Behandlungsplanung II‘)“ umfasst ein zweisemestriges Lehrformat, das Studierende systematisch auf komplexe Patientenbehandlungen vorbereitet. Vorlesungen, eine intensive Vorbereitungsphase und ein praxisorientiertes Praktikum greifen ineinander. Innovative Formate wie Lernteam-Coaching, OSCE-Prüfungen, Skills-Stations und der Einsatz von Schauspielpatienten schaffen realistische Lernumgebungen und stärken klinische Entscheidungskompetenzen. Besonderes Gewicht erhält die evidenzbasierte Analyse neuer digitaler Technologien und Materialien – ein Aspekt, der in Curricula häufig fehlt. Eine kontinuierliche Evaluation sichert die langfristige Wirksamkeit des Konzepts. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, die Preisverleihung fand Ende Oktober 2025 im Rahmen der Gemeinschaftstagung der zahnmedizinischen Fachgesellschaften (DGZMK) / Deutscher Zahnärztetag statt.
Die Dental Education Awards der Kurt-Kaltenbach-Stiftung
Die Kurt-Kaltenbach-Stiftung verfolgt als Hauptziel die Unterstützung von Forschung sowie Weiterbildung und Weiterentwicklung in den Fachgebieten Zahnmedizin und Zahntechnik, wobei insbesondere neuste diagnostische und therapeutische Verfahren einbezogen werden. Damit soll ein Forum für Austausch, Inspiration und Fortschritt mit dem Ziel geschaffen werden, die Qualität in der zahnmedizinischen Versorgung nachhaltig zu sichern. Die Dental Education Awards werden seit 2006 jährlich von der Kurt-Kaltenbach-Stiftung unter der Schirmherrschaft der DGZMK vergeben.
Dental Innovation Award für Dr. Jana Ripperger
Auch der Dental Innovation Award (DIA) 2025 der Stiftung Innovative Zahnmedizin wurde auf dem DGZMK-Gemeinschaftskongress vergeben. In der Kategorie „Fallbericht einer minimal-invasiven Kariestherapie“ wurde dabei der 1. Preis an Dr. Jana Ripperger von Poliklinik für Zahnerhaltung Tübingen verliehen. Sie erhielt den Preis für ein „risikoorientiertes Kariesmanagement einer jungen Patientin mit kardialer Grunderkrankung“. Hierbei wurden multiple Kompositfüllungen inseriert, nicht-kavitierte kariöse Läsionen jedoch mit der Technik der Kariesinfiltration unter maximaler Schmelzschonung behandelt.
Die Stiftung Innovative Zahnmedizin vergibt jährlich den Dental Innovation Award (DIA), seit 2014 unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ). Mit dem DIA würdigt die Stiftung herausragende Fallberichte über non- und mikroinvasives Kariesmanagement sowie innovative Ideen und Praxiskonzepte.
Nach einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. / Stiftung Innovative Zahnmedizin