DLTPT: Digitalisierte C-Tests und Sprachlernübungen in einer Plattform

effizient, übersprachlich, digital

Die Plattform DLTPT vereint Einstufen - Üben - Testen - Feedback und bietet zahlreiche Hilfestellungen für Lehrende. Wir ermöglichen die enge Zusammenarbeit von Lehrenden & Lernenden im gesamten Lernprozess. 

Mit DLTPT bietet das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung eine von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelte Plattform mit digitalisierten Einstufungstests und Übungssystemen für verschiedene Sprachen und Niveaustufen, speziell für die Verwendung an Hochschulen, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen. DLTPT steht dabei für „Digitalised Language Teaching and Proficiency Testing”.

Derzeit umfasst die Plattform neun Sprachen: Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch und Ukrainisch

Sie haben Interesse an DLTPT?  Dann senden Sie uns gerne eine E-Mail.

Was DLTPT auszeichnet

  • Zeitsparende Digitalisierung der eigenen Inhalte & unkomplizierte Wiederverwendung
  • Schnittstelle für die Vernetzung & Diskussion sowie für den Austausch von Inhalten zwischen Sprachlehrenden
  • Anpassbare Übungstypen mit benutzerspezifischen Optionen
  • Feedback zur Schülerleistung & Analysen
  • Einteilung einer Klasse & individuelle Aufgabenzuordnung
  • Qualitätsmanagement-Instrument: Einführung des C-Tests für Sprachstandserhebung & Quereinstieg
  • Kompatibilität mit dem LTI-Protokoll

Vorteile für Lernende

  • Intuitiver Arbeitsfluss & individuelles Feedback für jede Übung nach jedem Versuch 
  • Aufgaben zugeschnitten auf individuelle Lernziele, z.B. in heterogenen Gruppen 
  • Übungen decken verschiedene Fertigkeiten wie Lesen und Hören ab & zielen auf diverse Sprachkompetenzen ab
  • Verschiedene Übungstypen wie MCQs, Drag & Drop, Single Out & besondere Berücksichtigung der Rechtschreibung 

Vorteile für Lehrende

  • Anlegen von Kursen 
  • Automatisierte Generierung der Lücken bei C-Tests
  • Automatisierte Übungserstellung
  • Viele nutzerspezifische & sprachspezifischen Optionen 
  • Detaillierte Auswertung & Statistik, die zeigt, wo Lernende noch Unterstützung benötigen
  • Itemanalyse bietet Gesamt- & Detailschau der Antworten 
  • Lehrende können Texte/Übungen gemeinsam bearbeiten 
  • Zeitersparnis (bei Generierung & Auswertung) 
  • Qualitätsmanagement & Vernetzung (z.B. gemeinsame Validierungen mit mehreren Einrichtungen) 

Mehr über digitalisierte C-Tests

Das C-Test Format
Das C-Test Format, basierend auf dem Prinzip der Reduzierten Redundanz, ermöglicht Dozierenden und Forschenden, relativ genaue und valide Messergebnisse zu globaler Zweitsprachkompetenz (L2) zu erhalten. Das Konzept wurde erstmals in den frühen 1980er Jahren auf Basis des Cloze Tests für Deutsch und Englisch entwickelt. Seitdem wurde es auf Grund seiner hohen Aussagekraft und des günstigen Kosten-Nutzen Verhältnisses zu einem der meistgenutzten Einstufungstest-Formate an Hochschulen. Mit mehr als 500 Publikationen für zahlreiche Sprachen ist der C-Test eines der am besten erforschten Instrumente im Bereich der Sprachtests. Dies gilt nicht nur für den Zweitspracherwerb (L2), sondern zunehmend auch für den Erstspracherwerb (L1) und für Herkunftssprachen.

Entsprechend der sogenannten 2-2-2-Regel besteht der C-Test aus 4 bis 5 kurzen Texten plus 1 Kalibrierungstestlet (mit je 20 oder 25 Lücken), in denen ab dem zweiten Satz die zweite Hälfte jedes zweiten Worts zu vervollständigen ist (bei Wörtern mit ungerader Buchstabenanzahl wird die Hälfte plus ein Buchstabe vervollständigt, d.h. Hälfte +1); der letzte Satz enthält ebenfalls keine Lücken. Bei C-Tests fügen die Kandidatinnen und Kandidaten den fehlenden Wortteil hinzu (i.e., vervollständigen das Originalwort), und zwar basierend auf ihrer allgemeinen Sprachkenntnis und auf Kontextwissen (inkl. Grammatik, Morphologie, Semantik und Syntax).

C-Tests werden immer häufiger digital verwaltet: die Lückenerstellung, Verwaltung, Bewertung und das Feedback an die Lehrkraft werden automatisiert durchgeführt. Für die Texte steht bei DLTPT eine Komplexitätsanalyse mit verschiedenen Parametern zur Verfügung; ebenfalls enthalten ist eine Itemanalyse.

C-Test-Beispiel Englisch:
The collapse of the Soviet Union in 1991 opened opportunities for the former states of the USSR to independently manage the use of their own local languages. It al_____, however, bro_____ with i_____ a ho_____ of chall_____ regarding lingu_____ policy a_____ ideology. Dec_____ of buil_____ a uni_____ Soviet iden_____ prioritised ov_____ ethnic iden_____ gave ri_____ to a num_____ of diff_____ questions rega_____ language u_____ and adminis_____, many o_____ which t_____ former Sov_____ states a_____ still strug_____ to ans_____ today. These include questions about de-russification, the status and use of regional languages, and the re-establishment (using language) of an identity separate from modern-day Russia in a population with a Russian-speaking majority.

Vom C-Test[editor] zur DLTPT-Plattform
Der C-Test[editor] ist ein Online-Hilfsmittel, das 2014 von Magdalena Wolska als Galatea-Plattform generiert wurde. Die Plattform wurde 2018 von Sabrina Dittrich als Teil ihrer Masterarbeit im Fachbereich Computerlinguistik zum derzeitigen C-Test[editor] für Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch weiterentwickelt. Seit 2021 wird der C-Test[editor] von Mitgliedern des DLTPT-Projekts um weitere Sprachen ergänzt. Damit erlaubt er die automatische Erstellung von C-Test Testlets auf der Basis von Texten, die von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Dabei können optional sprachspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Alle Funktionen des bisherigen C-Test[editor] wurden in die DLTPT-Plattform integriert und werden stetig weiterentwickelt.

Der C-Test[editor] in seiner Vorgängerversion ist weiterhin zugänglich, wird aber nicht mehr aktualisiert und es werden dazu keine neuen Zugänge mehr vergeben. Die neue Version des C-Test[editor]  ist in der DLTPT-Plattform integriert  komplementär zum Übungs[editor].

Mehrere Teams, bestehend aus Mitgliedern der Universität Tübingen sowie anderer Universitäten, arbeiten an C-Tests für verschiedene Sprachen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von linguistischen und pädagogischen Konzepten sowie auf deren Umsetzung mit Hilfe der Computerlinguistik.

Institutsspezifische Einstufungstests
Weitere Informationen sind auf der jeweiligen Instituts-Homepage verfügbar:

Mehr über digitalisierte Sprachlernübungen

Die Plattform befindet sich in ständiger Entwicklung. Bereits jetzt können Nutzerinnen und Nutzer zahlreiche Übungsformate für verschiedenste Sprachen erstellen und aus eigenen Inhalten Übungen generieren und speichern. Diese sollen den Lernenden einer Zweitsprache (oder z.B. bei Russisch, den Herkunftssprecherinnen und Herkunftssprechern) dabei helfen, verschiedene linguistische Bereiche abzudecken und können in unterschiedlichen Formaten erstellt werden, die dem jeweiligen Bedarf der Sprach- und Lerneinheit entsprechen. Die derzeit verfügbaren Übungsformate (z.B. drag & drop, drop-down, single out) werden weiter ausgebaut.

Neben schriftlichen Aufgaben stehen auch Funktionen für Hörverstehen und mündlichen Ausdruck zur Verfügung. Schwierigkeitsbewertung wird erleichtert durch eine umfassende Statistik, Komplexitätsanalyse und Itemanalyse. Momentan bewertet das System die Lösungen mit korrekt/inkorrekt; es ist vorgesehen, zusätzlich scaffolded feedback einzubauen. Ebenfalls vorgesehen sind komplexere Übungsformate, wie z.B. Übersetzungen oder schriftlicher Ausdruck, bei dem Lehrende über ChatGPT (und ähnliche Systeme) Korrekturunterstützung erhalten. Schließlich erweitern wir die Plattform, damit sie zeitnah Lernenden ein noch umfänglicheres und detaillierteres automatisiertes Feedback an die Hand gibt.

Tutorials

C-Test[editor] Anleitung
Hier können Sie eine Anleitung für den C-Test[editor] herunterladen.

Perspektiven

Die DLTPT-Arbeitsgruppe der Universität Tübingen entwickelt – zum Teil zusammen mit weiteren Universitäten – Konzepte für C-Tests in Sprachen, in denen C-Tests noch nicht zum Einsatz kommen oder für die entsprechenden Konzepte bisher weder erarbeitet noch umfänglich erforscht wurden. Digitale Lösungen hierfür werden an der Universität Tübingen entwickelt. Mit dem multifunktionalen Editor der DLTPT-Plattform lassen sich neben digitalen C-Tests auch digitale Übungen mit verschiedenen Formaten, für unterschiedliche sprachliche Merkmale und unterschiedliche Sprachniveaus generieren. Diese Übungen beinhalten automatisiertes, individuelles Feedback für Nutzerinnen und Nutzer. An der digitalisierten Einstufung von Herkunftssprachen wird ebenfalls gearbeitet (bislang zu Chinesisch und Russisch).

Kontakt

Projekt-Koordination

Dr. Claudia Duttlinger
Universität Tübingen
Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung
claudia.duttlingerspam prevention@uni-tuebingen.de
dltpt-platformspam prevention@hib.uni-tuebingen.de

Team

Nitin Jain
Studentischer Mitarbeiter
Softwareentwicklung
nitin.jainspam prevention@student.uni-tuebingen.de 

Mourhaf Kazzaz
Doktorand & Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Arabische C-Tests & Übungen / Softwareentwicklung
m-mourhaf.kazzazspam prevention@uni-tuebingen.de

Fanyi Meng
Studentische Mitarbeiterin 
Chinesische C-Tests und Übungen (in Kooperation mit Sinologie Tübingen) / Softwareentwicklung
fanyi.mengspam prevention@student.uni-tuebingen.de 

Daniel Stuhlinger
Studentischer Mitarbeiter
Nutzersupport & C-Test Verwaltung des Slawischen Seminars / Softwareentwicklung
daniel.stuhlingerspam prevention@student.uni-tuebingen.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Detmar Meurers
Seminar für Sprachwissenschaft
Universität Tübingen
dmspam prevention@sfs.uni-tuebingen.de

Sabrina Dittrich (neé Galasso)
Originalautorin des C-Test[editor] und der Implementierung