Linda Maria Huber

Doktorandin am Institut für Geschichtsdidaktik und Public History

E-Mail: linda-maria.huberspam prevention@student.uni-tuebingen.de

 

Vita

seit 01/2024
Doktorandin am Institut für Geschichtsdidaktik und Public History, Eberhard Karls Universität Tübingen
seit 01/2026
Promotionsstipendiatin der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk e.V. (Cusanuswerk)

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt 

04/2020 bis 11/2023
Master of Arts Geschichtswissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen

Masterarbeit: „Umbenennungskriege“, „Zankapfel“ und „Turnierplatz postkolonialer Symbolpolitik“. Die Geschichtspolitik der F.A.Z. am Beispiel der Debatte um Straßennamen

10/2016 bis 03/2020
Bachelor of Arts, Katholische Theologie (Hauptfach) und Geschichtswissenschaft (Nebenfach), Eberhard Karls Universität Tübingen

Bachelorarbeit: Kinder – Küche – Kirche? Frauen- und Rollenbild in der katholischen Frauenbewegung 1933–39.

Dissertationsprojekt

Geschichtspolitische Diskursmacht? Strategien der Verhandlung von Geschichte und Erinnerungskultur in deutschen Tageszeitungen (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt widmet sich dem geschichtspolitischen Handeln deutscher Tageszeitungen. Im Zentrum der Analyse stehen Artikel zu erinnerungspolitischen Konflikten wie Straßennamensänderungen, Denkmalumstürzen sowie Forderungen nach neuen Erinnerungszeichen in der jüngeren Vergangenheit. Gefragt wird nach den Strategien, mit denen Autor:innen Geschichtsbilder formen, und welche geschichtspolitischen Argumentationen sie (re-)produzieren, zurückweisen oder transformieren. Die Arbeit zeigt, wie Geschichte funktionalisiert wird, um Einfluss auf gesellschaftliche Selbstverständnisse sowie Moral- und Wertvorstellungen zu nehmen und Ansprüche unterschiedlicher Akteur:innen zu (de-)legitimieren. Herausgearbeitet wird darüber hinaus, welche Annahmen über „richtige Erinnerung“ oder „gute Geschichtspolitik“ platziert werden und wie der Raum des Sagbaren definiert und gestaltet wird. Der Vergleich unterschiedlicher Zeitungen macht Resonanzräume, Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar. Auf breiter Basis kann damit verdeutlicht werden, dass Zeitungen auch im Zeitalter der Digitalisierung einen wichtigen Faktor der Geschichtspolitik darstellen.

 

Publikationen

Herausgeberschaften

  • Schönhagen, Benigna/Huber, Linda (Hgg.): Jüdisches Leben in Schwaben. Kultur und Geschichte in der Frühen Neuzeit. Wissenschaft trifft Praxis, Berlin/Leipzig 2025. 

  • Klaus van Eickels/Christine van Eickels/Johannes Kuber/Thomas Haas/Linda Huber/Thomas König/J. Noah Munier/Karl-Heinz Steinle (Hgg.): Queere Menschen und die Kirchen. Historische, theologische und lebensweltliche Perspektiven (= Editionen und Studien zur Geschichte der Sexualitäten, Bd. 3), Bamberg 2025. (DOI: 10.20378/irb-111118) 

Tagungsberichte und Online-Dossiers

  • Huber, Linda/König, Thomas/Kuber, Johannes: Bereicherung und schwerer Sünder, in: AKSB-inform (2025), S. 34–35.
  • Huber, Linda: Junge MuslimInnen in der Jugendarbeit. Qualifizierungstagung in Stuttgart, 11.–12. September 2021, in: Cibedo-Beiträge 4 (2021), S. 173–174.

  • Huber, Linda: Dossier: Deportationen der Jüdinnen und Juden aus Württemberg und Hohenzollern 1941 bis 1945. (https://www.gedenkstaetten-bw.de/deportationen-der-juedinnen-und-juden.) 

Weitere Tätigkeiten

  • 01/2024 bis 12/2026: Referentin im Projekt „Projekt Dialogräume schaffen – Teilhabe stärken“, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • 01/2024 bis 08/2025: Bildungsreferentin, Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen e.V.
  • 01/2022 bis 12/2023: Fachbereichsleiterin (Elternzeitvertretung), Fachbereich Gesellschafts- und Sozialpolitik I, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • 09/2021 bis 12/2021: Praktikantin (Praxissemester), Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • 01/2020 bis 09/2021: Wissenschaftliche Assistentin, Fachbereich Geschichte, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • 06/2017 bis 03/2020: Studentische Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Katholisch-Theologische Fakultät, Eberhard Karls Universität Tübingen