Kunsthistorisches Institut

Aktuelle Projekte und Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen

Tierisch! Holzschnitte von Marianne Golte-Bechtle

Ausstellung: 29. April - 26. Juli 2026

Marianne Golte-Bechtle (1941–2023) war eine deutsche wissenschaftliche Grafikerin und Künstlerin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre naturgetreuen und detailreichen Zeichnungen für Naturführer, Kindersachbücher und Pflanzenbestimmungsbücher. Besonders eng ist ihr Name mit dem Klassiker Was blüht denn da? des Stuttgarter Kosmos-Verlages verbunden, für dessen erste farbige Ausgabe von 1973 sie über 600 Abbildungen schuf. 
Neben ihren naturkundlichen Zeichnungen entstand ein eigenständiges künstlerisches Œuvre, in dem besonders ihre Holzschnitte mit Tierdarstellungen hervorzuheben sind. Vögel, Insekten, Haus- und Wildtiere setzte sie mit großer Genauigkeit und sicherem Gespür für Wesen, Charakter und Bewegung um. Seit 2023 gehören dank einer großzügigen Schenkung 14 Holzschnitte und 9 Druckstöcke der Künstlerin zum Bestand der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen. 
 

Ausstellungsort: Bonatzbau | Graphische Sammlung | Universitätsbibliothek  | Wilhelmstraße 32 | 72074 Tübingen

 

Eröffnung: Dienstag, 28. April 2026, 18 Uhr | Bonatzbau | Universitätsbibliothek  | Wilhelmstraße 32 | 72074 Tübingen

Laufende Projekte

Digitalisierungsprojekt Großbilddias

Das Kunsthistorische Institut Tübingen besitzt einen umfangreichen Bestand an Großbilddias, sogenannte Glasdiapositive. Als Teil der kunstgeschichtlichen Sammlungen dienten diese bis zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts als Anschauungsmaterial für die kunsthistorische Lehre. Lange zuvor, in den zwanziger Jahren, war die Lichtbildprojektion mit großem Erfolg in den kunsthistorischen Hörsaal eingezogen. Die Aufgabe des Großbilddias von einst übernimmt heute das digitale Bild. Dennoch soll die mediale Bedeutung des Großbilddias für die Lehre auch in Zukunft sichtbar bleiben. Insbesondere die Aufnahmen von Bauten und Skulpturen können über ihren Wert als historische Dokumente hinaus auch heute noch sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden. Es ist beschlossen worden, den Bestand an Großbilddias teilweise zu digitalisieren und in die universitäre Bilddatenbank easydb einzustellen. So wird eine weitere Nutzung des Bestands in Forschung und Lehre möglich. Das 2012 begonnene Digitalisierungsprojekt ist langfristig angelegt. Bis Ende 2014 konnten bereits 1.300 Großbilddias in die Datenbank eingestellt werden.