Große Exkursion Schottland 2025

Schottland Exkursion 2025 – Zwischen Highlands, urbanem Wandel und nationaler Identität

Schottland vereint eine bewegte Geschichte, vielfältige Naturlandschaften und tiefgreifende gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Im Rahmen der Großen Exkursion 2025 der Geographie führte die Reise vom 25. August bis 8. September durch Edinburgh, Glasgow, Dundee und Aberdeen bis in die schottischen Highlands rund um Loch Ness und Inverness.

Im Mittelpunkt standen die urbanen, sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Strukturen Schottlands. Von den Folgen des Strukturwandels in Glasgow über die wirtschaftliche Bedeutung der Erdölindustrie in Aberdeen bis hin zu Fragen nationaler Identität und politischer Autonomie bot die Exkursion vielfältige Einblicke in die Besonderheiten und aktuellen Herausforderungen des Landes. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des BREXIT sowie auf dem komplexen Verhältnis Schottlands zum Vereinigten Königreich. Ergänzt wurden die humangeographischen Perspektiven durch die Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung der schottischen Naturräume, insbesondere der Highlands.

Ein wichtiger Bestandteil der Exkursion waren studentische Forschungsprojekte, die es ermöglichten, aktuelle Entwicklungen und regionale Besonderheiten direkt vor Ort zu untersuchen. Gespräche mit Universitäten, öffentlichen Einrichtungen, Organisationen und NGOs eröffneten zusätzliche Perspektiven auf die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen Schottlands.

Diese Website bündelt die Ergebnisse, Eindrücke und Erkenntnisse der Exkursion. Sie bietet einen Einblick in die verschiedenen Forschungsprojekte und thematischen Schwerpunkte und lädt dazu ein, Schottland aus einer geographischen Perspektive zu entdecken.

Projektergebnisse

Einfluss des Klimawandels auf Landnutzung, Tourismus und Vegetation

Der Klimawandel beeinflusst die schottischen Landschaften auf vielfältige Weise und verändert sowohl natürliche Ökosysteme als auch menschliche Nutzungsformen. Im Rahmen der Großen Exkursion 2025 untersuchte die studentische Forschungsgruppe die Wechselwirkungen zwischen klimatischen Veränderungen, Landnutzung, Tourismus und Vegetation anhand verschiedener Standorte in Schottland.

Die Untersuchung umfasste unter anderem historische Veränderungen der Landwirtschaft im Umfeld des Ben Challum, die unterschiedlichen Landnutzungsstrukturen der Highlands und Lowlands sowie den Wandel des Tourismusstandortes Aviemore. Ergänzend wurden Vegetationseinheiten in Küsten- und Dünenlandschaften, montanen Hochlagen und Moorgebieten betrachtet und charakteristische sowie invasive Pflanzenarten kartiert.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie eng klimatische Entwicklungen, historische Nutzungsmuster und ökologische Veränderungen miteinander verflochten sind. Insbesondere der Wandel touristischer Angebote, die Empfindlichkeit von Moor- und Küstenökosystemen sowie die Veränderungen landwirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeiten zeigen die vielfältigen Herausforderungen für Schottlands Landschaftsräume. Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung integrierter Anpassungsstrategien, die Naturschutz, Landnutzung und regionale Entwicklung gemeinsam berücksichtigen.

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Schottland – Einfluss des Klimawandels auf Landnutzung, Tourismus und Vegetation
Brexit in Schottland – Gesellschaftliche und ökonomische Folgen

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hat weitreichende politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen auf Schottland. Im Rahmen der Großen Geländeübung 2025 untersuchte eine studentische Forschungsgruppe des Geographischen Instituts der Universität Tübingen, wie sich der Brexit auf die schottische Gesellschaft und die wirtschaftlichen Strukturen des Landes auswirkt.

Im Mittelpunkt standen die historischen Beziehungen Schottlands zu Europa und zum Vereinigten Königreich sowie die wirtschaftlichen Folgen des EU-Austritts. Ergänzend wurden in Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und Inverness insgesamt 72 Straßenbefragungen durchgeführt, um die Einstellungen und Erfahrungen der schottischen Bevölkerung zum Brexit zu erfassen. Experteninterviews mit Vertreter des European Movement in Scotland und der University of Glasgow ermöglichten darüber hinaus Einblicke in politische Entwicklungen, europäische Förderstrukturen und regionale Auswirkungen.

Die Ergebnisse zeigen eine überwiegend kritische Haltung gegenüber dem Brexit. Insbesondere die Diskrepanz zwischen dem mehrheitlichen Wunsch der schottischen Bevölkerung nach einem Verbleib in der EU und dem landesweiten Abstimmungsergebnis von 2016 prägt die gesellschaftliche Debatte bis heute. Auch wirtschaftlich werden die Folgen sichtbar, etwa durch erschwerte Handelsbedingungen, eingeschränkte Arbeitskräftemobilität und den Wegfall europäischer Fördermittel. Die Untersuchung verdeutlicht, wie eng die Brexit-Folgen mit Fragen der schottischen Identität, politischen Selbstbestimmung und zukünftigen Zugehörigkeit zu Europa verknüpft sind.

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Brexit in Schottland