Institut für Erziehungswissenschaft

Desislava Töpfer-Stoyanova

Doktorandin der Abteilung Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Theorieformen des Pädagogischen im Horizont der Theorie-Praxis-Semantik

Mein Promotionsvorhaben zielt darauf, die epistemologische Gestalt pädagogischer Theorien in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zu untersuchen. Die unterschiedlichen Theorieformen des Pädagogischen werden anhand des jeweils unterschiedlichen Sinns der Leitkategorien „Theorie“
und „Praxis“ rekonstruiert. Ich interessiere mich dabei nicht dafür, wie eine Brücke zwischen „Wissenschaft“ und „Praxis“ möglich wäre, sondern die Unterscheidung von “Theorie“ einerseits und „Praxis“ andererseits wird in einer systemtheoretischen Perspektive als ein von der
Wissenschaft selbst zur alltäglichen Orientierung verwendetes Schema verstanden.
Als unterschiedliche Theorieformen des Pädagogischen werde ich in einem ersten Schritt historisch gewordene Varianten der akademischen Pädagogik in den Blick nehmen: die „geisteswissenschaftliche“, die „kritische“ und die Erziehungswissenschaft in der Anlehnung an den Kritischen Rationalismus. Die gewonnenen Erkenntnisse werden als Vergleichshorizont für die weitere Untersuchungen dienen. Im Zentrum des Promotionsvorhabens stehen die Entwicklungen in der Erziehungswissenschaft in den letzten 20 Jahren. Selbstbeschreibungen der Erziehungswissenschaft und Reflexionen über erziehungswissenschaftliche Theoriebildung werden in den Blick genommen mit dem Ziel, die jeweils dahinter liegende Unterscheidung zur Umwelt (und zur pädagogischen Praxis) offenzulegen. Dadurch soll mehr Klarheit über die Eigennormativität des Faches genauso wie über die Konvergenzen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnisprinzipien und gesellschaftlichen Nützlichkeitserwartungen in der Erziehungswissenschaft gewonnen werden.
Das Forschungsvorhaben nutzt leitende Einsichten aus der Systemtheorie als heuristische Schemata für den Umgang mit dem Textmaterial. Das Verfahren dabei kann als „funktionale Analyse“ bestimmt werden: Erziehungswissenschaftliche Begriffe und Argumente und deren Konstellatione werden als mögliche Folgen von Problemlösungsversuchen in bestimmten theoretischen Kontexten erschlossen.

 

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