Praxis strategischer Kommunikation, die auf effektive Überzeugung zielt: im Alltag, in der Politik, in der Wirtschaft, in der Wissenschaft.
Theorie strategischer Kommunikation, die bis in die griechische Antike zurückreicht und gemeinsam mit der Philosophie die älteste systematische Theoriebildung der europäischen Geistesgeschichte darstellt.
Wissenschaft strategischer Kommunikation, die an der Universität Tübingen an einem eigenen Institut in inter- und transdisziplinärer Ausrichtung unterrichtet wird.
Die renommierte Zeitschrift Argumentation et Analyse du Discours der israelischen Linguistin und Rhetorikerin Ruth Amossy hat ein Tübinger Special Issue herausgegeben: https://journals.openedition.org/aad/
Machine Talk: What AI Reveals about Conversation (Kompaktseminar)
1./2.Oktober, jeweils von 9 bis 17 Uhr, Brechtbau, Raum 119, Universität Tübingen
Das Seminar untersucht das Gespräch als Gattung und geht der Frage nach, wie dialogorientierte KI darauf zurückgreift und es neu gestaltet. Die Teilnehmenden erhalten dabei einen Überblick über die Entwicklung von den Anfängen der Gesprächsmaschinen bis hin zu den heutigen Chatbots. Anhand von Theorien zum Gespräch und literarischen Werken wird untersucht, wie der Dialog zwischen Menschen und Maschinen funktioniert, sowie reflektiertere Wege für den Umgang mit KI entwickelt.
Gastvortrag von Dr. Nana Ariel (Tel Aviv University, Israel): A Bug or a Feature? Clichés and the Future of Writing with AI
6. Oktober 2026, 18:15 Uhr, Brechtbau, Raum 119, Universität Tübingen
Der Vortrag zeichnet die Geschichte des Klischees von der antiken Rhetorik bis zur generativen KI nach und geht der Frage nach, ob Klischees ein Versagen maschinengenerierter Sprache oder ein grundlegendes Merkmal des Sprachgebrauchs sind. Dabei untersucht er, was diese Frage für die Zukunft der Schreibpädagogik bedeutet.
Gastvortrag von Dr. Zoltan Majdik (North Dakota State University, USA): How AI Systems Argue … and how to study them
27. Oktober 2026, 18:15 Uhr, Brechtbau, Raum 119, Universität Tübingen
Der Vortrag widmet sich der rhetorischen Tradition und wie diese dazu dienen kann, KI-Systeme zu untersuchen. In seinem Vortrag zeigt Dr. Majdik dafür 4 Weisen auf: als Objekt, als Instrument, als Rhetor und als Ort der Intervention. Anhand dessen argumentiert er, dass Persuasion und KI-Systeme weniger mit individueller Überzeugungskraft zu tun haben, sondern es vielmehr um die Normen rhetorischer Kultur selbst geht.
Inside the Machine: How Language Models Work (Kompaktseminar)
28./29.Oktober, jeweils von 9 bis 17 Uhr, Raum -1.04, Doblerstraße 21/1, Universität Tübingen
Im Blockseminar widmen sich die Teilnehmenden den Grundzügen von Künstlicher Intelligenz: Der Funktionsweise von LLMs, wie mathematische Urteile Texte schreiben und wie Training und fine-tuning Modelle formen können. Mit dem erlangten Wissen wird im Anschluss diskutiert, wie KI-Systeme zunehmend die Art und Weise beeinflussen, wie wir miteinander kommunizieren und interagieren. Außerdem werden die Teilnehmenden durch praktische Übungen dazu befähigt, selbst mit Künstlicher Intelligenz zu experimentieren und mithilfe derer eigene Forschung zu betreiben und zu reflektieren.