Exzellenzstrategie

Geförderte Projekte 2023

Hybrid Epistemic Practices

Generative künstliche Intelligenz und die Transformation akademischer Assemblagen in den qualitativen Sozial- und Geisteswissenschaften. Dieses Projekt untersucht die transformativen Auswirkungen generativer künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise der GPT-Modelle von OpenAI, innerhalb der qualitativen Sozial- und Geisteswissenschaften an der Universität Tübingen. Aus ethnografischer Perspektive versucht es zu verstehen, wie Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter zu Early Adopters generativer KI werden, wie diese Technologie in hybride epistemische Praktiken integriert wird und welche weiterreichenden Auswirkungen sie auf akademische Assemblagen hat. Das ultimative Ziel ist es, eine Grundlage für die Entwicklung kritischer KI-Kompetenz zu schaffen, um Studierenden, Forschern und akademischen Akteuren zu helfen, fundiertere Entscheidungen im Kontext generativer KI zu treffen.

Projektkoordination

Principal Investigator: 
Professor Christoph Bareither 
Ludwig Uhland Institute of Historical and Cultural Anthropology 
University of Tübingen 
Burgsteige 11 
72070 Tübingen 
E-Mail: Christoph.bareitherspam prevention@uni-tuebingen.de

Publikationen

  1. Grießl, Lukas, Bareither, Christoph, Vepřek, Libuše Hannah (2024): Generative AI in Academia: A Survey of Students and Staff at the University of Tübingen. Tübingen: Universität Tübingen. https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/158473 

  2. Vepřek, Libuše Hannah, Bareither, Christoph, Grießl, Lukas (in Press): Rethinking Hybridity: Assemblage Thinking and its Interdisciplinary Potential in the Field of Hybrid Intelligence. Human Computation (Special Issue: Hybrid Human–AI Systems. Interdisciplinary Perspectives).

  3. Griessl L (2025) GKI-Nutzung als leise Kritik an Studium und Lehre. ZEKW 2025:272–273. https://doi.org/10.31244/zekw/2025/02.10

Outreach - eine Auswahl


Islands of Transformation

Eine interdisziplinäre Studie zu Anpassung, Resilienz und Nachhaltigkeit. Inseln gehören zu den letzten Orten auf der Erde, die von Menschen besiedelt wurden, und sind am stärksten von der aktuellen Umweltkrise betroffen. Mit über 20 % der UNESCO-Welterbestätten stellen Inseln einige der vielfältigsten Natur- und Kulturstätten des Planeten dar. Inseln sind daher hervorragende Beispiele für die Erforschung kultureller, klimatischer und ökologischer Veränderungen. Aufgrund ihrer räumlichen Eigenschaften und ihrer Variabilität eignen sie sich hervorragend für die Untersuchung der Anpassungsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit des Menschen und um zu erforschen, welche allgemeinen Lehren aus der Untersuchung von Inseln gezogen werden können. Die Dynamik der Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesellschaft in Inselgemeinschaften wird erstmals auf globaler Ebene in einem interdisziplinären und diachronen Vergleichsrahmen untersucht. Wir untersuchen, wie sich Inselgesellschaften an Umweltveränderungen angepasst haben und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Mittelmeer-, Atlantik- und Pazifikinseln werden von den ersten menschlichen Siedlungen bis zum Beginn der Industrialisierung analysiert.

Projektkoordination

Principal Investigators:
Marta Díaz-Zorita Bonilla
Institute of Prehistory, Protohistory and Medieval Archaeology
University of Tübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen
E-Mail: marta.diaz-zorita-bonillaspam prevention@uni-tuebingen.de

Prof. Dr. Thomas Scholten
Soil Science and Geomorphology
University of Tübingen
Rümelinstraße 19-23
72070 Tübingen
E-Mail: thomas.scholten@uni-tuebingen.de

Publikationen

  1. Luzi, E., Blanco-Lapaz, A., Díaz-Zorita Bonilla, M., Moreno Onorato, A. (2024): The small mammal assemblage of Biniadrís cave (Menorca, Spain): a preliminary approach. 5th Meeting of the ICAZ Microvertebrate Working Group, Warsaw, 9.–13. September 2024.

  2. Dawson, H., Jansen van Rensburg, J. (2024): Exchange Systems and Interaction in Ancient Island and Coastal Settings. In: Fitzpatrick, Scott M., Erlandson, Jon (Hrsg.): The Oxford Handbook of Island and Coastal Archaeology (Online-Ausgabe). Oxford: Oxford Academic. https://doi.org/10.1093/oxfordhb/9780197607770.013.10

  3. Dawson, H. (2024): Conclusions: Mediterranean rhapsody: Of island histories and identities. In: Christophilopoulou, A. (Hrsg.): Islands and Communities: Perspectives on Insularity, Connectivity, and Belonging. Oxford: Oxbow Books, S. 153–162. https://doi.org/10.2307/jj.19755260.15

  4. Díaz-Zorita Bonilla, M., Timm, M., Marciales Daza, M., Moreno Onorato, A., Alarcón García, E., Karakostis, A. F., Escudero Carrillo, J., Arboledas Martínez, L., Robles Carrasco, S., Morell, B., Hamilton, D., Dawson, H., Contreras Cortés, F., Bartelheim, M., Baten, J. (2025). Island bioarchaeology and ritual knowledge transfer at Biniadrís cave (Menorca, Spain): a longue durée perspective. Frontiers in Environmental Archaeology, Volume 4 - 2025
    https://www.doi.org/10.3389/fearc.2025.1506152
     
  5. Dierksmaier, L., Schön, F. (2025): Islands and Water as ResourceComplexes: Interdisciplinary Considerations from the Work Group ‘Insularities’. ResourceCultures. Wiesbaden: Reichert Verlag.

  6. Díaz-Zorita Bonilla, M., Marciales Daza, M., Timm, M. (2025): The use and non-use od Resources in the Bronze and Iron Ages in Menorca. ResourceCultures. Wiesbaden: Reichert Verlag.

  7. Dawson, H., Dierksmeier, L., Schön, F., Díaz-Zorita Bonilla, M., Bartelheim, M. and Scholten, T. (under review). Interdisciplinarity and reflexivity in Island Studies. Challenges and Prospects

Outreach - eine Auswahl

Teilnahme an der SICRI’s Island Conversations Podcast Series:


Intimacy-Mobility-State Nexus

Im Kontext demokratischer und autoritärer Staaten: Eine Fallstudie zu China und Taiwan. Das Projekt zielt darauf ab, die Komplexität des Zusammenhangs zwischen Intimität, Mobilität und Staat zu untersuchen, der insbesondere in Ostasien bislang keine angemessene akademische und öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Durch die Untersuchung kontroverser Themen in den heutigen Gesellschaften Chinas und Taiwans, wie digitale Beziehungen, Zugang zu reproduktiven Rechten, die Abhängigkeit von Migranten für die Pflege älterer Menschen oder Kinder, informelle Netzwerke von Wanderarbeitern, Umzüge aus Gründen der Kindererziehung oder die Einführung alternativer Bildungspraktiken als Folge der Migration, soll dieses Projekt zeigen, wie Intimität und Mobilität sich in zwei einzigartigen soziopolitischen Kontexten, nämlich dem autoritären Neoliberalismus (China) und dem Entwicklungsstaat (Taiwan), gegenseitig beeinflussen und neu gestalten.

Projektkoordination

Dr. André Beckershoff
Eberhard Karls Universität Tübingen
CCKF-European Research Center on Contemporary Taiwan
Keplerstr. 2
72074 Tübingen
E-Mail: andre.beckershoff@ercct.uni-tuebingen.de