Im Kontext demokratischer und autoritärer Staaten: Eine Fallstudie zu China und Taiwan. Das Projekt zielt darauf ab, die Komplexität des Zusammenhangs zwischen Intimität, Mobilität und Staat zu untersuchen, der insbesondere in Ostasien bislang keine angemessene akademische und öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Durch die Untersuchung kontroverser Themen in den heutigen Gesellschaften Chinas und Taiwans, wie digitale Beziehungen, Zugang zu reproduktiven Rechten, die Abhängigkeit von Migranten für die Pflege älterer Menschen oder Kinder, informelle Netzwerke von Wanderarbeitern, Umzüge aus Gründen der Kindererziehung oder die Einführung alternativer Bildungspraktiken als Folge der Migration, soll dieses Projekt zeigen, wie Intimität und Mobilität sich in zwei einzigartigen soziopolitischen Kontexten, nämlich dem autoritären Neoliberalismus (China) und dem Entwicklungsstaat (Taiwan), gegenseitig beeinflussen und neu gestalten.