Ein Wörterbuch als Zeitkapsel
Das „Studenten-Lexicon“ von Christian Wilhelm Kindleben aus dem Jahr 1781 wurde allen angehenden Musensöhnen, den jungen Studierenden, gewidmet. Das Buch sollte ihnen helfen, die akademische Sprache zu verstehen, damit sie sich im Studium zurechtfinden. Kindleben sammelte dazu Ausdrücke von Universitäten in ganz Deutschland, beschrieb ihre Bedeutung und warnte zugleich: Lernen ist Pflicht, Feiern (damals noch Jubeln) allein reicht nicht.
Heute erlaubt uns dieses Lexikon einen faszinierenden Blick auf den Sprachgebrauch der Studierenden vor über 240 Jahren – auf Wörter, die teils verschwunden sind, teils eine ganz neue Bedeutung angenommen haben, und auf die lebendige Kultur der damaligen akademischen Welt.