MUSE

Musikalische Kompetenzförderung, Selbstregulation und psychisches Wohlbefinden in der Grundschule

Unser Ziel

MUSE verfolgt das Ziel, das Verständnis musikalischer Kompetenzentwicklungen im Grundschulalter sowie ihrer Fördermöglichkeiten zu verbessern. Gleichzeitig wird das aktuelle Anliegen der Bildungsforschung aufgegriffen, sich intensiv den Themen Selbstregulation und möglichen präventiven Maßnahmen zum Wohlergehen von Kindern zuzuwenden, indem Transfereffekte musikalischer Fördermaßnahmen untersucht werden.

Die Herausforderung

Das Musizieren, Singen und rhythmisches Bewegen sind besondere menschliche Fähigkeiten, die eng mit der kindlichen Entwicklung verknüpft sind. Im allgemeinen Bildungskontext erhält musikalische Bildung jedoch selten große Aufmerksamkeit. Dabei wird immer wieder angenommen, dass musikalische Bildung positive Effekte auf individuelle Lern- und Entwicklungsverläufe hat.

  • Liegt hier möglicherweise Potenzial verborgen, das wir im Schulkontext stärker nutzen könnten?
  • Was bewirkt eine systematische musikalische Förderung im Grundschulalter?
Unsere Fragen
  1. Lässt sich die Entwicklung spezifischer musikalischer Fähigkeiten im Grundschulalter gezielt fördern?
  2. Welches Gewicht kommen der Lehrkraft, ihrer Unterrichtsqualität, dem Förderformat sowie dem familiären Hintergrund zu?
  3. Fördern musikalisch-koordinative Tätigkeiten gleichzeitig die Entwicklung von selbstregulativen Fähigkeiten und Sprechfähigkeiten bei Grundschulkindern?
  4. Wirken sich aktives Musizieren und musikalisches Erleben auf das psychische Wohlbefinden von Grundschulkindern in der Schule und das Klassenklima aus?
     

Hintergrund

Wie sich musikalische Fähigkeiten beim Menschen entwickeln und welche Rolle genetische Anlagen oder Umwelteinflüsse spielen, sind Fragen, die der Forschung weiterhin Rätsel aufgeben. Im Bildungskontext stellt sich insbesondere die Frage, inwiefern sich die Entwicklung musikalischer Fähigkeiten im Kindesalter systematisch fördern lässt und inwieweit sich eine musikalische Förderung auf andere Lernbereiche auswirkt. Sogenannte Transfereffekte werden in dem Kontext vielfach diskutiert. Nicht zuletzt durch die 2024 erschienene Stellungnahme der Leopoldina zur Bedeutung von Selbstregulationskompetenzen von Kindern und Jugendlichen und angesichts der Zunahme an psychischen Krankheiten im Kindes- und Jugendalter rücken Fähigkeiten der Selbstregulation und das psychische Wohlbefinden von Kindern derzeit verstärkt in den Fokus der Bildungsforschung. MUSE nimmt die musikalischen Förderprogramme Singen – Bewegen – Musizieren (SBM) sowie die SingPause in den Blick und untersucht im längsschnittlichen Kontrollgruppendesign, inwieweit sich musikalische Kompetenzentwicklungen bei Grundschulkindern systematisch fördern lassen und inwiefern eine gezielte musikalische Förderung Transfereffekte auf die Entwicklung selbstregulativer Fähigkeiten, Sprechfähigkeiten sowie das psychische Wohlbefinden von Grundschulkindern hat.

Zeitlicher Ablauf

01.06.2026
Projektstart
31.07.2030
Projektende

Projektbeteiligte

Projektförderung u. Kooperationspartner

Dieses Projekt wird im Rahmen des Athene Grants sowie der Projektförderung für NachwuchswissenschaftlerInnen der Universität Tübingen gefördert. Unterstützt wird es zudem vom LEAD Graduate School & Research Network. LEAD wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen der Nachhaltigkeitsfinanzierung der Projekte der Exzellenzinitiative II finanziert. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs und der Initiative SingPause statt.