10.03.2026

Die extreme Rechte zwischen Heterogenität und Hybridität - Herausforderungen für die Forschung

Das Kapitel von Rolf Frankenberger und Léonie de Jonge erscheint im Sammelband zur Summer School 2024 »Rechtsextremismus zwischen Hegemonie und Eskapismus«

Autor*innen: Rolf Frankenberger und Leonie De Jonge

Die Frage, was genau die extreme Rechte ausmacht (ihre Akteure, Ideologien und Ausprägungen), ist für die politikwissenschaftliche Forschung im Allgemeinen und für vergleichende Ansätze im Besonderen von zentraler Bedeutung. 
Aktuelle Forschung hebt eine zweifache Hybridität hervor: erstens auf der empirischen Ebene aufgrund der Heterogenität und Fluidität der Akteure; zweitens auf der konzeptionellen Ebene aufgrund der unterschiedlichen theoretischen Ansätze, die zur Definition des Phänomens herangezogen werden. Diese doppelte Hybridität stellt die vergleichende Analyse vor erhebliche Heraus-forderungen. Empirisch erfordert sie eine detaillierte Untersuchung, insbesondere der ideologischen Dimensionen. Konzeptionell erfordert sie Rahmenkonzepte, die sowohl den ideologischen Kern der extremen Rechten identifizieren als auch Subtypen und »Familienähnlichkeiten« zwischen verschiedenen Akteuren erklären können. 

Das Kapitel ist am 10.03.2026 im Sammelband Hybrider Rechtsextremismus: Hegemonie und Eskapismus in (extrem) rechten Netzwerken, Kulturen und Narrativen bei transcript erschienen.

Open Access 

Die im Band versammelten Texte sind ausgearbeitete Beiträge der Summer School »Rechtsextremismus zwischen Hegemonie und Eskapismus«, die vom 10. bis 13. September 2024 an der Universität Tübingen – in Kooperation mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) und mit Unterstützung des Universitätsbundes Tübingen – stattgefunden hat.