Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)

IKRAM - Inklusion im Katastrophenrisikomanagement in Deutschland

Menschen haben unterschiedliche Bewältigungskapazitäten im Umgang mit Katastrophen. Welche Kapazitäten Personen haben, hängt dabei nicht nur von individuellen Faktoren ab, sondern ist die Folge eines komplexen Zusammenspiels von individuellen Verfassungen und Lebenssituationen, gesellschaftlich-strukturellen Bedingungen und damit verbundenen Planungsprozessen. Im Sinne der Deutschen Resilienzstrategie soll im Projekt IKRAM in den Blick genommen werden, inwieweit es mit Blick auf die Vulnerabilitätsdimensionen Alter, Geschlecht, Sprache und Behinderung bereits Standards, Leitlinien, Zielvorstellung, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für ein inklusives Katastrophenrisikomanagement gibt beziehungsweise wo aktuell Lücken bestehen. Auf dieser Basis sollen im Projekt Handlungsempfehlungen insbesondere für die Bundespolitik entwickelt werden. 

Aktuelles

01.05.2026: Projektstart

IZEW-Team

Partner

  • Dr. Julia Poerting (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
  • Selina Morscheid (wissenschaftliche Hilfskraft)

Projektträger

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
als Unterauftrag im Rahmen des EU-finanzierten Forschungsprojekts „Innovative, Integrated and Inclusive Disaster Risk Management in Germany (3IDRM)“

Förderung

Mai 2026 - Februar 2027

Logo des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Projektbeschreibung

Menschen haben unterschiedliche Bewältigungskapazitäten im Umgang mit Katastrophen. Welche Kapazitäten Personen haben, hängt dabei nicht nur von individuellen Faktoren ab, sondern ist die Folge eines komplexen Zusammenspiels von individuellen Verfassungen und Lebenssituationen, gesellschaftlich-strukturellen Bedingungen und damit verbundenen Planungsprozessen. Im Sinne der Deutschen Resilienzstrategie soll im Projekt IKRAM in den Blick genommen werden, inwieweit es mit Blick auf die Vulnerabilitätsdimensionen Alter, Geschlecht, Sprache und Behinderung bereits Standards, Leitlinien, Zielvorstellung, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für ein inklusives Katastrophenrisikomanagement gibt beziehungsweise wo aktuell Lücken bestehen. Auf dieser Basis sollen im Projekt Handlungsempfehlungen insbesondere für die Bundespolitik entwickelt werden. 

Im Rahmen des Projekts werden zunächst einmal Literaturrecherchen und -analysen zu den verschiedenen Vulnerabilitätsdimensionen durchgeführt, bei denen neben dem deutschen Kontext auch der europäische Raum in den Blick genommen wird. Ziel ist es, in diesem Schritt zu erarbeiten, welches Zielvorstellungen und Forderungen und vielversprechende Praktiken bereits existieren und inwieweit es Unterschiede zwischen diesen Dimensionen, aber auch den jeweiligen (nationalen) Kontexten gibt. 

Im Anschluss daran werden Interviews und Fokusgruppendiskussionen mit Akteur:innen aus dem Bereich Bevölkerungsschutz, Wohlfahrtsarbeit, Selbstvertretung und Politik durchgeführt. Damit soll zum einen herausgearbeitet werden, wo Deutschland mit Blick auf die Berücksichtigung dieser Vulnerabilitätsdimensionen im Katastrophenrisikomanagement aktuell steht. Zum anderen soll die Basis für die Formulierung von Handlungsempfehlungen gelegt werden.

Downloads und Links

Downloads und Publikationen

  • folgen in Kürze

 

weiterführende Links

  • Gabel, F. (2025): Katastrophen, Behinderung und Gerechtigkeit - Wertbezogene Spannungsfelder eines angemessene(re)n Umgangs mit körperlicher, intellektueller, psychischer und sinnesbezogener Vielfalt im Katastrophenmanagement, Repository KITopen, Karlsruhe, Dissertation, LINK.
  • Gabel F. (2024): Stellungnahme zur Anhörung der Enquetekommission II im Landtag Nordrhein-Westfalen: Krisen- und Notfallmanagement im Kontext von Klimawandel (vulnerable Gruppen), LINK.
  • Gabel F., Schobert M. (2024): Abschlussbericht der Bestandsaufnahme zum Katastrophenmanagement und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Hg. v. Aktion Deutschland Hilft e. V., LINK.