Praktische Theologie III

Archiv

Un/doing gender, un/doing religion

Call for Posters und Workshop

Vom 16. bis zum 18. Juni 2021 veranstaltet Birgit Weyel gemeinsam mit Marion Müller (Soziologie, Tübingen), Ursula Offenberger (Soziologie, Tübingen), Jussra Schröer (Islamische Theologie, Tübingen), Michael Schüßler (Katholische Theologie, Tübingen) und Fahimah Ulfat (Islamische Theologie, Tübingen) einen Workshop zum Thema "Un/doing gender, un/doing religion. Lokale Praktiken der Religion und des Geschlechts in der postsäkularen Weltgesellschaft". Der Workshop wurde gefördert durch "Global encounters" Plattform 4 der Universität Tübingen.

Das Programm des Workshops finden Sie hier:

Workshop

The Rationality and Rhetoric of Preaching

Internationale Online-Tagung

Vom 6. bis zum 8. Mai 2021 veranstalten Birgit Weyel und Manuel Stetter gemeinsam mit Gerald Kretzschmar eine internationale homiletische Online-Tagung. Mit ausgewiesenen Fachvertreter*innen aus Norwegen, Südafrika, Brasilien, den Niederlanden und den USA, der Schweiz und Deutschland sollen die rationalen Möglichkeiten der religiösen Rede im Horizont ihrer rhetorischen Eigenart reflektiert werden. Im Durchgang durch drei thematische Schwerpunktsetzungen, die die Rationalität der Predigt erstens im Kontext der gesellschaftlichen Pluralisierung, zweitens der Dekolonialisierung des Glaubens und drittens des Medienwandels herauszuarbeiten suchen, sollen weiterführende Perspektiven für den homiletischen Diskurs gewonnen werden. Eine Folgetagung in Präsenz ist anvisiert.  

Programm

Neuerscheinung

Spirituality and Mental Health

In der Reihe "Studies in Spiritual Care" ist neu erschienen: Beate Jakob/Birgit Weyel (Ed.), Spirituality, Mental Health, and Social Support. A Community Approach.

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Interview

Kirchenmitgliedschaft

Birgit Weyel im Interview zum Thema Kirchenmitgliedschaft in der Zeitschrift Zeitzeichen.

Interview

Neuerscheinung

Diskriminierung und Antidiskriminierung

Der Band "Diskriminierung und Antidiskriminierung. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis" reflektiert auf Begriff und Phänomene der (Anti-)Diskriminierung und geht dabei auch auf kirchliche Kontexte ein. Birgit Weyel analysiert darin die Debatte um die Trauung gleichgeschlechtlicher Ehepaare in der Württembergischen Landeskirche: "Keine Trauung für alle: Die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Ehepaare in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg". 

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Was wird aus der Kirche? 

Formen religiöser Vergemeinschaftung und die Rolle der Organisation

Der im Deutschen Pfarrerblatt erschienene Artikel "Was wird aus der Kirche? Formen religiöser Vergemeinschaftung und die Rolle der Organisation" von Birgit Weyel zum Download.

Artikel

Praktische Theologie Heute

Verlagsführung

Am 10. Januar 2020 fand die Sitzung der Herausgeber und Herausgeberinnen der Reihe Praktische Theologie Heute in Stuttgart im Verlag Kohlhammer statt. Die Führung durch das Logistikzentrum und das Verlagslager bot Einblicke in das Depot einzelner Bände der Reihe.

Buchveröffentlichung

Vernetzte Kirchengemeinde

Unter dem Titel "Vernetzte Kirchengemeinde" präsentieren Birgit Weyel und Felix Roleder Analysen zur Netzwerkerhebung der 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung. Am Fallbeispiel einer evangelischen Kirchengemeinde werden die inneren und äußeren Beziehungen ihrer Kirchenmitglieder untersucht. 

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Buchveröffentlichung

Gemeinde auf Zeit

Der Band "Gemeinde auf Zeit. Gelebte Kirchlichkeit wahrnehmen" reflektiert auf zeitlich begrenzte, fluide Formen religiöser Praxis. Ausgehend von empirischen Studien erörtern die Beiträge kirchentheoretische, religionssoziologische und gemeindetheologische Fragestellungen. Der Band wird gemeinsam herausgegeben von Peter Bubmann, Krisitian Fechtner, Konrad Merzyn, Stefan Ark Nitsche und Birgit Weyel.

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4. Konferenz für studentische Forschung

Vorträge

Am 26. und 27. September 2019 fand in Kiel die 4. Konferenz für studentische Forschung unter dem Titel PerLe - Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen statt. Studierende aus ganz Deutschland präsentieren, wie und worüber sie forschen. Wir freuen uns sehr, dass drei Studierende, die am Lehrstuhl ihre Wissenschaftlichen Hausarbeiten schreiben bzw. schon geschrieben haben, sich erfolgreich beworben haben und gefördert werden, ihre Projekte vorzustellen. Folgend finden Sie die Kurzbeschreibungen ihrer Vorträge. 

Marcel Brenner - Gepredigte Homiletik. Eine empirische Studie zur Praxis der Sonntagspredigt: Die Predigt als öffentliche religiöse Rede ist der Ort, an dem sich kirchliche Praxis und Gesellschaft berühren. Hier wird Lebenswirklichkeit gedeutet und Bezug genommen auf Themen, die gesellschaftlich relevant sind. Ob die Predigt hilft, den Alltag zu bewältigen, ist u.a. abhängig von der Theorie. Darum beschäftigt sich vorliegende Projekt mit dem Verhältnis von Praxis und Theorie: Gepredigte Homiletik. Aus der Redepraxis wird eine implizite Theorie gebildet (Grounded Theory). Die Arbeit ist also empirisch und gehört dem Fach Homiletik (Predigttheorie) an. Die Predigten werden qualitativ analysiert und verglichen. Diese Fallbeispiele bilden den „Normalfall“ im Spektrum evang. Redepraxis ab. Anschließend wird induktiv eine Theorie aus diesen Einzelfällen konstruiert, die der Praxis entspricht. Diese wird schließlich kritisch befragt und interdisziplinär diskutiert werden.

Astrid Edel - Oft wird die kirchliche Segnung zur Eheschließung zweier Personen als „Übergangsritus“ nach Arnold van Gennep bezeichnet. Doch welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Kategorisierung der Trauung als „Übergangsritus“ für die Individuen und das Kirchenverständnis in Anbetracht der Diskussion der Württembergischen Synode im Herbst 2017? In dieser Debatte wurde mit Rückbezug auf Autoritäten wie „Bibel“ und „Bekenntnis“ mehrfach die Rechtmäßigkeit der Ungleichbehandlung von heterosexuellen und queeren Paaren betont - außer Acht lassend, dass allen getauften Christ*innen die Trauung zustehen müsste. In meinem Vortrag werde ich die Argumentationsmuster anhand der Auswertung des Synodenprotokolls erläutern und aus praktisch-theologischer Sicht problematisieren. Im Fokus stehen hierbei Aspekte von „Übergangsriten“ wie die öffentliche Akzeptanz des Statuswechsels in die Ehe als neue soziale Gruppe.

Jan-Philip Tangermann - Wenige Untersuchungen schenken jungen Erwachsenen im Kontext religiöser Vergemeinschaftung Aufmerksamkeit. Diese befinden sich heute unter starkem Selbstvergewisserungsdruck. Religiöse Gemeinschaften sind Orte, an denen Sinn- und Lebensfragen verhandelt werden können. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Konzepte, Deutungen und Erfahrungen junge Erwachsene mit religiöser Vergemeinschaftung verbinden. Dabei dient die ökumenische Kommunität von Taizé als Beispiel, weshalb drei junge Taizébesucher mittels eines Leitfadeninterviews befragt wurden. Darin und in der Auswertung wurden die erfragten Konzepte, Deutungen und Erfahrungen induktiv aufgenommen. Forschungsgrundlagen sind soziologische, kirchentheoretische und entwicklungspsychologische Theorien. Ergebnis des Beitrages: Religiöse Vergemeinschaftung ist für junge Erwachsene nicht zwangsläufig gebunden an institutionalisierte Strukturen.