Alte Geschichte

Maximiliane Gindele, M.A.

Doktorandin

Kontakt

07071 / 29 78501 (Sekretariat)

maximiliane.gindelespam prevention@uni-tuebingen.de


seit 2021
Promotionsstudium in Alter Geschichte

Eberhard Karls Universität Tübingen

2019 – 2021
Wissenschaftliche Hilfskraft

Seminar für Alte Geschichte

2018 – 2020
Studium der Geschichtswissenschaft (M.A.)

Eberhard Karls Universität Tübingen, Masterarbeit: „Nachbarschaft und Politik im spätrepublikanischen Rom. Senatorische Wohnorte im Stadtraum“

2016 – 2020
Tutorin

Seminar für Alte Geschichte

2016 – 2019
Studentische Hilfskraft

SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“ (Teilprojekt F01)

2015 – 2018
Studium der Geschichtswissenschaft und Klassischen Archäologie (B.A.)

Eberhard Karls Universität Tübingen, Bachelorarbeit: „Die Chronographia des Theophanes. Eine Studie zur handschriftlichen Überlieferung“

Forschung

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel: „Unsichtbare Bauten. Präsenz, Wahrnehmung und Wirkung immaterieller Architektur in Rom“

Betreuer: Prof. Dr. Mischa Meier, Prof. Dr. Richard Posamentir

Im antiken Rom konnten Bauwerke, obwohl sie in der gegenwärtigen Stadt abwesend waren, in diversen Medien und Kontexten wirkmächtig in Erscheinung treten. Zeit oder Irrealität erzeugte eine Distanz, die sie der Sichtbarkeit und Materialität entzog, aber Imagination verhalf verschwundenen, projektierten und unrealisierten Bauten zu Präsenz und Wirkung. In der Wahrnehmung des wissenden Betrachters überlagerte sich die Architektur mehrerer Zeitschichten und formte so ein vielschichtiges Stadtbild. Bislang fehlt es den Altertumswissenschaften an Bewusstsein und Aufmerksamkeit für dieses Phänomen. Daher soll die unsichtbare Architektur Roms in dieser Dissertation erstmals differenziert untersucht werden. Sie fragt, welche gesellschaftliche Wirkung Architektur jenseits ihrer physischen Präsenz entfaltete und wie imaginierte Bauten in sozio-politische Diskurse eingebettet waren. Der Fokus richtet sich auf das 1. Jahrhundert v. und n. Chr., da sich in jener Zeit in Rom eine urbanistisch wie politisch fundamentale Transformation vollzog, während der unsichtbare Bauten gehäuft auftraten. Damit scheinen sie Zeitzeichen zu sein, die Turbulenzen markieren und zugleich den Zeitgeist reflektieren. Die Untersuchung beginnt mit einer gezielten Durchsicht literarischen wie archäologischen Materials; daraus werden signifikante Beispiele ausgewählt und in Fallstudien analysiert; anschließend werden die Einzelergebnisse verglichen und übergreifend interpretiert. Diese Dissertation möchte als Grundlagenwerk aufzeigen, dass sich die Bedeutung von Architektur von ihrer Materialität loslösen konnte und ein übertragbares Interpretationsmodell für die Untersuchung unsichtbarer Bauten entwickeln. Sie kann damit eine innovative und interdisziplinäre Perspektive eröffnen, um antike Architektur in ihrem kulturellen Kontext zu betrachten.

Forschungsschwerpunkte

  • Kulturgeschichte der späten Republik und frühen Kaiserzeit
  • römische Architektur und Urbanistik
  • Geschichte und Topographie der Stadt Rom
  • antike Architektur- und Stadtsoziologie

Vorträge

Vorträge

  • Ubi habitas? Wohnort, Nachbarschaft und Politik im spätrepublikanischen Rom“, Kolloquium des Seminars für Alte Geschichte, Universität Tübingen, 19.01.2021.