Studium


Alle Informationen zur Lehre finden Sie auf den auf den Seiten der Fakultät, in alma und im KVV.
Die Prüfungsregularien sind den Websites des Prüfungsamts bzw. des Studiendekants zu entnehmen.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2021/2022

Vorlesung: Gott - Glauben - Wissen (Prof. Dr. Saskia Wendel)

Montag 8–10 Uhr // Raum: Theologicum Bibliothek
##Ankündigung##

Interdisziplinäres Kolloquium (Lehrende des MGP 2)

Montag, 12–13 Uhr // Raum: S 9

Kombinationsseminar (Prof. Dr. Saskia Wendel gem. mit Prof. Dr. Reinhold Boschki)

Dienstag, 10–12 Uhr // Raum: S 9

Dass es keine abschließende theologische Antwort auf die Frage nach Gott und dem Leiden gibt, ist Konsens in der heutigen Theologie. Doch wie kann man sich der Theodizeefrage – verschärft nach Auschwitz – auf verantwortete Weise stellen? Dazu werden im Seminar theologische und philosophische Antwortmuster studiert, auch aus anderen Religionen, insbesondere der jüdischen, mit dem Ziel, eine theologische Sprachkompetenz zur Theodizeefrage zu finden.

Gleichzeitig werden Einstellungen von heutigen Schüler:innen in den Blick genommen, um Fragen und Zweifel, die im Religionsunterricht aufkommen, zu diskutieren. Das Seminar wird die Voraussetzungen und Inhalte des Bildungsplans religionspädagogisch reflektieren (religions-didaktische Modelle, Kompetenzen, inhaltliche Schwerpunkte etc.). Die unterschiedlichen Einsichten sollen dann in die Planung von Unterrichtsbeispielen für die Kursstufe eingebracht werden.

Hauptseminar: Gott oder Göttliches? Zeitgenössische philosophische und theologische Kontroversen um den Theismus (Prof. Dr. Saskia Wendel)

Dienstag, 16–18 Uhr // Raum: S 8

Das Verständnis Gottes als ein von der Schöpfung unterschiedenes freies Subjekt, alltagssprachlich auch personales Gottesverständnis genannt, kennzeichnet den klassischen Theismus. Dem Theismus wurden und werden alternative Verständnisse des Göttlichen pantheistischer und panentheistischer Provenienz entgegengesetzt, gegenwärtig dominieren diese vor allem in unterschiedlichen prozesstheologischen Entwürfen. Diese sogenannten „transpersonalen“ Zugänge zu Gott besitzen große Akzeptanz bei religiös sich verstehenden Menschen, auch unter Christinnen und Christen. Zugleich gibt es Versuche, im Durchgang durch die Kritik des Theismus einen modifizierten Theismus zu formulieren (neoklassischer Theismus, open-view-Theismus u.a.). Im Seminar sollen sowohl zeitgenössische theismuskritische Ansätze als auch den Theismus rehabilitierende Konzeptionen diskutiert werden. Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob „Gott oder Göttliches“ tatsächlich eine Alternative in der Bestimmung Gottes darstellt, oder ob es hier auch vermittelnde Positionen geben kann.

Oberseminar (Prof. Dr. Saskia Wendel)

Blockveranstaltung // Termin wird noch bekannt gegeben.

Im Oberseminar werden Studienabschlussarbeiten, laufende Promotionen und Habilitationen vorgestellt und diskutiert.

Grundkurs: Offenbarung. Mitte des Glaubens oder Problemfall des Denkens? (Dr. Julian Tappen)

Montag, 16–18 Uhr // Raum: S 9

Einerseits nimmt der Offenbarungsbegriff im Aufbau der Fundamentaltheologie eine Zentralstellung ein: Von der Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft, über die Qualifikation des Christusereignisses als Proprium christlicher Wahrheit bis zur Legitimation authentischer Interpretationsansprüche dieser Wahrheit kommt der Offenbarungskategorie ein systembildender Charakter zu. Andererseits ist der Bezug auf Offenbarung alles andere als unproblematisch. Denn das Projekt einer rationalen Glaubensverantwortung will und kann neben der Autorität der Vernunft keine anderen Instanzen dulden, die ihre möglichen Antworten auf die Geltungsfrage des Glaubens noch bereichern würden. Einerseits also ist die Rede von der Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus vom Standpunkt des Glaubens aus Dreh- und Angelpunkt christlicher Existenz, andererseits muss sie vom Standpunkt der Vernunft aus jede Begründungsfunktion einbüßen. Welche Funktion kann der Offenbarungsbegriff dann (noch) erfüllen? Hat Offenbarung der Sache nach der Vernunft überhaupt noch etwas zu sagen?

Der Grundkurs möchte sich einerseits diesen Sachfragen stellen und dabei andererseits auch exemplarisch bedeutende offenbarungstheologische Ansätze der Theologiegeschichte und -gegenwart durchdenken.

Lektürekurs: Im Original (Dr. Julian Tappen)

Montag, 18–20 Uhr // Raum: S 9

Theologische Ganzschriften werden im Studium nur selten gelesen. Dabei sind es gerade die umfangreichen Werke, die uns einen vertieften Einblick in das Denken der Autor:innen erlauben. 
Im Lektürekurs wollen wir gemeinsam eine Ganzschrift „Im Original“ lesen - in lockerer Atmosphäre. Studierende aller Studienphasen sind herzlich willkommen. Die gemeinsam gelesene Schrift wird gemeinsam in der ersten Sitzung am 25.10. ausgewählt.