Kooperation

Ein vertrauensvoller Dialog und gelingende Kooperationen mit Akteur*innen und Institutionen aus Wissenschaft, Staat, Verwaltung und Zivilgesellschaft sind zentrale Anliegen des Instituts. Hierfür werden fortlaufend lokale, nationale und internationale Kooperationen auf- und ausgebaut und das Institut arbeitet in bestehenden Netzwerken mit.

Für unsere Kooperationen von besonderer Bedeutung sind die beiden Partner*innen Dokumentationsstelle Rechtsextremismus (DokRex) beim Generallandesarchiv Karlsruhe und die Landesarbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendbildung Baden-Württemberg (LAGO). Darüber hinaus arbeiten wir mit zahlreichen Partner*innen zusammen. Aktuell sind hier exemplarisch zu nennen: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB), Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb, Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, KOAS u.v.a.m.

Das IRex ist bereits Mitglied im Verbund der Forschungszentren für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (VFRD), im Landesnetzwerk für Menschenrechte und Demokratieentwicklung – gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit sowie im Fachbeirat des Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (Konex) beim Landeskriminalamt. Wir arbeiten mit dem BMBF-geförderten Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) sowie mit dem vom Bundeskriminalamt koordinierten Forschungsverbund Motra (Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung) zusammen.

Partner*innen

Dokumentationsstelle Rechtsextremismus (DokRex)

Die Gründung der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus geht auf den 2. NSU-Untersuchungsausschuss zurück. Sie ist im Landesarchiv Baden-Württemberg, Generallandesarchiv Karlsruhe angesiedelt und nahm im Juli 2020 ihre Arbeit auf. Ausgangspunkt ist die umfassende Sammlung des Journalisten Anton Maegerle, der seit den 1980er Jahren zum Thema Rechtsextremismus arbeitet. Maegerle schenkte dem Generallandesarchiv Karlsruhe ca. 2.500 Aktenordner, eine Vielzahl von Publikationen und Zeitschriften sowie eine umfangreiche digitale Dokumentation. Die Dokumentationsstelle arbeitet die Sammlung auf und erschließt sie archivarisch. Gleichzeitig führt die Dokumentationsstelle die Sammlung zu rechtsextremen Akteur*innen, Netzwerken und Ereignissen, z.B. NSU und Rechtsterrorismus, fort und erforscht rechtsextreme Phänomene.

Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. (LAGO)

Die LAGO vertritt über 1.500 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg und setzt sich für Demokratiebildung ein. Die LAGO ist Trägerin gleich mehrerer Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einsetzen.

Dazu gehören unter anderem:

KOAS - Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung

Das 2015 in Berlin gegründete Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) entwickelt und realisiert bundesweit Bildungs- und Forschungsprojekte zum Umgang mit Antisemitismus in der Gegenwartsgesellschaft. Es ist aus innovativen Projekten der antisemitismuskritischen Bildung (2004–2014) hervorgegangen. Mit dem Dreiklang „Bildung, Forschung und Diskurs“ arbeitet das KOAS seit seiner Gründung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Zentrale Grundlage seiner Arbeit ist die Mitentwicklung des Feldes, insbesondere durch die programmatische Fokussierung jüdischer Perspektiven sowie die Entwicklung selbstreflexiver und strukturorientierter Ansätze. KOAS bündelt wissenschaftliche, pädagogische und gesellschaftliche Debatten im wechselseitigen Transfer zwischen Forschung und Praxis und entwickelt sowie implementiert fachliche Qualitätsstandards und antisemitismuskritische Organisationsstrukturen.

Sie haben Fragen? Ideen? Interesse an einer Zusammenarbeit?

Kontaktieren Sie uns: infospam prevention@irex.uni-tuebingen.de