Das Team des Arbeitsbereichs „Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung“ analysiert Antisemitismus in der Gegenwartsgesellschaft vor dem Hintergrund historischer Kontinuitäten und Entwicklungslinien. Mit einem strukturellen Antisemitismusverständnis und qualitativen Verfahren forschen wir insbesondere zu institutionellem Antisemitismus, zu jüdischen Erfahrungen in antisemitischen Verhältnissen, zur Einsozialisierung in antisemitische Wissensbestände und Praktiken sowie zur sozialen Aushandlung von Antisemitismus in unterschiedlichen institutionellen und gesellschaftlichen Kontexten. Im Arbeitsbereich befassen wir uns mit der Methodenentwicklung und Forschungsethik für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung, mit dem Forschungstransfer für antisemitismuskritische Organisationsentwicklung sowie mit der Konzipierung von antisemitismuskritischer Bildungsarbeit und Lehre. Detaillierte Informationen zu unseren Forschungsprojekten finden Sie auf unserer Forschungsseite. Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.
Unsere Lehrangebote zum Thema Antisemitismus umfassen ein breites Spektrum - dieses reicht von der Beschäftigung mit interdisziplinären Antisemitismustheorien und den historischen Kontinuitäten des Judenhasses über eine Auseinandersetzung mit der Analysekategorie des institutionellen Antisemitismus, Antisemitismus in der Sozialisation sowie betroffenenorientierten Schutzkonzepten bis hin zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der Funktionalität von Verschwörungserzählungen und antisemitischen Mobilisierungsformen.
Im Bereich der Forschung und Lehre arbeiten wir neben verschiedenen regionalen und internationalen Kooperationen mit dem Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) zusammen. Im Bereich der Lehre kooperieren wir aktuell mit dem Zertifizierungsprogramm „Bildung gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus“.