Race, Geschlecht, Körper

Black Capitalism

Was haben Race und Geschlecht mit Kapitalismus zu tun? Das Projekt widmet sich dieser Frage an den Beispielen der Rolle von Mutterschaft im ‚Racial Capitalism‘ und der Verwissenschaftlichung der „Ghetto Economy“. (Nadja Klopprogge)

Transgressing Bodies – Subverting Knowledge

Das medizinische Wissen für geschlechtsangleichende Maßnahmen entstand im langen 19. Jahrhundert in unterschiedlichen medizinhistorischen Kontexten und mit verschiedenen (Behandlungs-)Zielen. Im Zentrum dieser Studie stehen die Akteur:innen, die dazu beigetragen haben, dieses Wissen für Trans*Gender-Medizin anschlussfähig zu machen sowie die Frage, wie im Spannungsfeld zwischen medizinischer Forschung und gesellschaftspolitischen Entwicklungen die Körper von Trans*Personen zur Projektionsfläche für die Aushandlung heterosexueller Männlichkeit und Weiblichkeit sowie ihrer Subversionen wurden. (Katharina Seibert)

FemMag – Feminist Magazines in Western Europe

Das Projekt befasst sich mit westeuropäischen Zeitschriften, die seit den 1970er Jahren aus den Bewegungen des Second Wave Feminism hervorgingen. In einer Datenbank werden zunächst Informationen zu den vielfältigen Zeitschriften erfasst. Eine Webpräsenz mit Beiträgen von Expert*innen verbindet nationale Überblicke mit transnationalen thematischen Perspektiven. (Kassandra Hammel & Sonja Levsen)

Intimate Histories

Dieses Projekt widmet sich der „intimen Geschichte“ afro-amerikanisch–deutscher Beziehungen seit 1933. Intime Konstellationen wie beispielsweise Ehen oder Freundschaften figurieren in dieser Arbeit als Orte multidirektionaler Erinnerung. (Nadja Klopprogge)

Revolutionary Lovers: One Century of Anarchist Sexual Politics in Global Perspectives

Dieses Projekt, in Zusammenarbeit mit Prof. Constance Bantman (PI; USurrey) und Prof. Richard Cleminson (Co-I; ULeeds) und gefördert im Rahmen des britischen Arts and Humanities Research Council (AHRC), untersucht das Zusammenspiel zwischen Liebe und Politik aus der Perspektive globaler anarchistischer Theorie und Praxis im 19. und 20. Jahrhundert. Als Co-I erforsche ich in meinem Teilprojekt japanische anarcho-kommunistische Vorstellungen von Assoziation und Kooperation als Ausgangspunkt für die Entwicklung radikaler Konzeptionen dezentraler sozialer Organisation ohne Hierarchie und (staatliche) Autorität. Anhand einer Reihe von anarchistischen Paaren analysiere ich die Bedeutungen von Sexualität, Geschlecht und Reproduktion in anarchistischen Debatten um Wissenschaft und Natur im imperialen Japan. (Robert Kramm)

Encyclopaedia Africana

Am Beispiel der Geschichte der Encyclopaedia Africana schaut dieses Projekt hinter die Kulissen der Produktion eines Wissenskompendiums und verbindet dabei beispielsweise die Geschichte der Dekolonisierung und Digitalisierung von Wissen. (Nadja Klopprogge)

Frauenkörper, Gesundheit und die weibliche sexuelle Revolution in Großbritannien und Westdeutschland, ca. 1968-1989

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Rolle der britischen und westdeutschen Frauenbewegungen bei der Aushandlung neuer Vorstellungen von Sexualität, Körperlichkeit und Gesundheit zwischen 1968 und 1989. Mit dem Fokus auf die Mechanismen der Wissensproduktion und -transformation bricht das Projekt mit der Meistererzählung der „sexuellen Revolution“ und rückt stattdessen die unterschiedlichen Konzeptionen und Deutungskämpfe von Sexualität und Körperlichkeit innerhalb der Frauenbewegungen in den Vordergrund. (Kassandra Hammel)