Deutsches Seminar

Publikationen

Nachfolgend präsentieren wir – chronologisch nach Erscheinungsjahr geordnet – aktuelle Forschungspublikationen aus der Neueren deutschen Literaturwissenschaft.

Auführliche Publikationslisten finden sich auf den persönlichen Homepages.


Politik – Religion – Prophetie. Hölderlins Hymne „Germanien“ im Lichte Martin Heideggers

Verfasst von: Jörg Robert | Königshauen & Neumann 2026 (Tübinger Turmvorträge NF 3)

Hölderlins Hymne Germanien entsteht in einer Zeit des politischen Umbruchs. Beflügelt durch den Frieden von Lunéville (1801) entwickelt der Dichter eine kühne geschichtsphilosophische Vision: Das politisch ‚wehrlose‘ Deutschland (‚Germanien‘) werde zwischen den europäischen Völkern vermitteln. Martin Heidegger rückt Hölderlins patriotischen Klassizismus in seiner Vorlesung über Germanien (1934/35) ins Zwielicht nationalistischer Ziele. Der Essay verfolgt demgegenüber einen dezidiert philologischen Ansatz: Hölderlins Dichtung wird umfassend in ihre literatur- und diskursgeschichtlichen Zusammenhänge eingeordnet. Germanien erscheint als ein Manifest politischer Ästhetik, das die Aufgabe des Dichters und der Dichtung in Krisenzeiten neu bestimmt.


Martin Opitz und die große Wende? 400 Jahre „Buch von der Deutschen Poeterey“ (1624–2024)

Herausgebenen von: Astrid Dröse, Jörg Robert, Volkhard Wels | Brill 2026 (Poesis 14)

Im Jahr 1624 erschien Martin Opitz’ „Buch von der Deutschen Poeterey“. Im Anschluss an die europäische, späthumanistische Dichtung und Poetik des 16. Jahrhunderts formulierte Opitz hier prosodisch-metrische und stilistische Grundsätze für eine hochdeutsche Sprache und Literatur. Schon die Zeitgenossen sahen in der schmalen Schrift einen Wendepunkt für die deutsche Literatur. Der Band versammelt die ausgearbeiteten Vorträge einer Tagung, die anlässlich des 400-jährigen Erscheinens der „Poeterey“ an der Universität Tübingen stattgefunden hat. Die Beiträge untersuchen Voraussetzungen, Vorbilder und Modelle der Opitzʼschen Schrift, ihr Verhältnis zu poetologischen, aber auch politischen Debatten oder berücksichtigen Aspekte der Intermedialität sowie des Kultur- und Literaturtransfers. Weiterhin steht das Verhältnis der „Poeterey“ zu den „Deutschen (bzw. Teutschen) Poemata“ sowie Fragen der Rezeption und Wirkung auf die Poetik und Dichtung der folgenden Generationen im Mittelpunkt.


Martin Opitz: Gesammelte Werke. Bd. 8,1/8,2: Psalmendichtungen (1630–1638). Die Psalmen Davids (1637/38)

Herausgegeben von: Jörg Robert und Moritz Strohschneider unter Mitarbeit von Isabel Janßen | Hiersemann 2026 (Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart 362/363)

Martin Opitz (1597–1639) ist eine Schlüsselfigur der europäischen Spätrenaissance. Mit seinem Buch von der Deutschen Poeterey (1624) wurde er zum Pionier der neueren deutschen Literatur. Die kritische Edition der Werke, 1968 begonnen von George Schulz-Behrend, wird nun von Jörg Robert zu Ende geführt. Eine eingehende Kommentierung erschließt alle nach 1630 entstandenen Texte und ordnet sie in ihre historischen Entstehungs- und Wirkungszusammenhänge ein. Band VIII erschließt erstmals Opitzʼ zahlreiche Psalmenübertragungen der 1630er Jahre, darunter sein Hauptwerk Die Psalmen Davids (1637/38), das alle 150 Psalmlieder in deutschen Versen enthält. Der erste Teilband umfasst sämtliche in den Zwölff Psalmen Davids (ca. 1637) und den Geistlichen Poemata (1638) enthaltenen Psalmlieder sowie die ersten 49 Psalmen aus den Psalmen Davids (1637/38). Der zweite Teilband beinhaltet alle übrigen Psalmen aus dem genannten Werk. Neben der Edition der Opitzʼschen Texte bietet der Band eine moderne Edition der historischen Noten.


Klassenverhältnisse in der Literatur. Narratologien – Schreibweisen – Felder
Herausgegeben von: Julia Bodenburg u. Irene Husser | Metzler 2026

Das Buch bietet eine systematische und historische Perspektive auf das Verhältnis von Literatur und Klasse. Es ist ein Beitrag zum Forschungsbereich der Literary Class Studies, in denen die literarischen Texte als Medien der Verhandlung von Klassenverhältnissen sichtbar werden. Seit Ende der 2010er Jahre erleben Fragen der sozialen Mobilität und Gerechtigkeit eine Konjunktur in der Literatur und Literaturwissenschaft, allerdings ohne den Begriff der Klasse prominent zu setzen. Demgegenüber wird in der vorliegenden Studie an ausgewählten Beispielen die Literaturgeschichte als eine Geschichte der Verständigung über Klassenverhältnisse dargeboten. Dabei werden im Sinne einer Ästhetik der Klasse gezielt die literarischen Verfahren (Narratologien, Schreibweisen, Felder) von Texten in den Blick genommen, in denen sich soziale Verhältnisse als Klassenverhältnisse darstellen. 


Traum und Emotionen. Festschrift für Manfred Engel zum 70. Geburtstag
Herausgegeben von: Juliane Blank, Sylvester Bubel, Caroline Frank, Christian Quintes u. Laura Vordermayer | Königshausen & Neuman 2026

Der Sammelband führt Beiträge zusammen, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven die Verbindung zwischen Traumdarstellungen und Emotionen in den Blick nehmen. Träume können darin zu Auslösern für Emotionen werden, einen Rahmen für die Darstellung von (teils verdrängten) Emotionen bieten, individuelle und kollektive Krisen zum Ausdruck bringen oder auch ein Spiel mit wechselhaften Emotionen einleiten. Die Bandbreite der untersuchten Medien reicht von Zhuangzis Schmetterlingstraum und dem mittelalterlichen Alexanderroman über moralische Wochenschriften des 18. Jahrhunderts und Traumnotate aus dem Ersten Weltkrieg bis zu Comics von Winsor McCay, Horrorfilmen der 1980er Jahre sowie Gegenwartsliteratur und -film. Neben einem Anschluss an die literatur- und medienwissenschaftliche Forschung zum Traum als Motiv und Darstellungsmodus leistet der Band auch einen Beitrag zur Emotionsforschung.


Klassiker österreichischer Literatur: Ein literaturgeschichtlicher Streifzug in Einzeltextanalyen
Herausgegeben von: Stefanie Kreuzer und Caroline Frank | Königshausen & Neuman 2026

Der Band Klassiker österreichischer Literatur präsentiert ein literaturgeschichtliches Schlaglicht auf österreichische Literatur vom 19. bis 21. Jahrhundert. In exemplarischen Einzeltextanalysen wird ein Streifzug durch die Literaturgeschichte unternommen. Wichtige Texte bedeutender Autor:innen werden unter verschiedenen Gesichtspunkten vorgestellt und analysiert. In chronologischer Reihenfolge sind epische, lyrische und dramatische Texte versammelt. Diese stammen u. a. von Raimund, Grillparzer, Stifter, Ebner-Eschenbach, Andrian, Beer-Hofmann, Rilke, Hofmannsthal, Kraus, Kafka, Schnitzler, Horváth, Musil,  Werfel, Zweig, Aichinger, Doderer, Haushofer, Bayer, Handke, Jandl,  Bachmann, Rosei, Jelinek, Bernhard, Ransmayr, Streeruwitz, Geiger, Kehlmann und Glavinic. Zudem gibt es einen Exkurs zu Wien im Film um 1930. 


Gender im Gepäck. Zur medialen Repräsentation weiblicher Identitäten in Reisetagebüchern und Reiseblogs
Autorin: Mirja Riggert | Berlin: Metzler 2025

Reiseliteratur erfährt im digitalen Zeitalter eine neue gesellschaftliche Relevanz, gibt es doch eine Vielzahl an Blogs, Vlogs oder Instagram-Posts zum Thema Reise. Besonders hervor treten dabei weiblich markierte Erzählungen, die vom Alleinreisen als Frau künden und in ihrer Prominenz eine eigenständige Subsparte als „solo female travel blogs“ begründen. Die Arbeit nimmt das Phänomen Reiseblog zentral in den Blick und geht der Frage nach, wie drei bisher kaum zusammengebrachte Diskursfelder – autobiografische Reiseerzählung, weibliche Identität und mediales Format – wechselseitig aufeinander einwirken und welche Rolle dabei historische Gattungs- und Medienkontexte der deutsch- und englischsprachigen Reiseliteratur spielen. Denn Gattungsvorläufer wie das Tagebuch sind im Reiseblog ebenso präsent wie Topoi des Normbruchs und der Emanzipation. Vor dem literarhistorischen Hintergrund des erschwerten Alleinreisens und Publizierens als Frau machen Reiseblogs somit neue Formen von Narration, Mobilität und Selbstbehauptung sichtbar. Die Studie zeichnet nach, inwiefern dies oftmals unter Anpassungsleistungen an eine neoliberale Medienlogik geschieht, welche das genuin literarische Interesse an Reisedarstellungen in den Hintergrund treten lässt.


David Friedrich Strauß, Friedrich Theodor Vischer u. Wilhelm Zimmermann: Das Blaubeurer Lagerbuch. Zeugnisse der Geniepromotion
Herausgegeben von: Helmuth Mojem | Wallstein 2025

Eine Art Abiturzeitung des 19. Jahrhunderts, von einem Schülerjahrgang verfasst, dem mit David Friedrich Strauß, Friedrich Theodor Vischer oder Wilhelm Zimmermann geistige Autoritäten ihrer Zeit angehörten. In den darin versammelten Texten wird der Schulalltag dieser »Geniepromotion« samt den oft als komisch wahrgenommenen Lehrern oder Mitschülern anschaulich, meist in satirischer Perspektive. Flankiert und erläutert werden die literarischen Beiträge des »Blaubeurer Lagerbuchs« von zeitgenössischen und rückblickenden Briefzeugnissen sowie durch einen ausführlichen Stellenkommentar und eine inhaltliche Einführung. 


Homo Contractualis. Regime und Romantik des Vertrags um 1800
Autorin: Sigrid G. Köhler | UP Konstanz 2025

Im 17. Jahrhundert beginnt der Aufstieg des modernen Vertrags als privatrechtliche Handlungsform. Vertragstypen des römischen Rechts werden nun in einen allgemeinen Vertragsbegriff überführt. Die Konjunktur des Vertrags zeigt sich interdiskursiv in Recht, Philosophie, Politik und Literatur und kulminiert um 1800 in einer umfassenden Präsenz auch in nichtjuridischen Bereichen: Kommunikation und Intersubjektivität werden kontraktual konzipiert, ästhetische, politische und historische Gesellschaften von Friedrich Schiller nach dem ›Muster des Bundes‹ entworfen und verliebte Romanfiguren träumen in Goethes Wahlverwandtschaften eher vom Kontrakt, als von einer Liebesnacht.


Narratives of Resilience / Narrative der Resilienz
Herausgegeben von Kate Rigby und Evi Zemanek | Metzler 2025

Resilienz hat sich in den Environmental Humanities und darüber hinaus als Schlüsselbegriff etabliert. Dieser Open Access-Band lotet aus, wie die Literatur- und Kulturwissenschaften die Resilienzforschung erweitern können und entwickelt Konzepte kultureller und literarischer Resilienz im Angesicht der planetaren Krisen. Die Beiträge untersuchen unterschiedliche »Narrative der Resilienz«, die das individuelle und kollektive Ringen um Widerstandskraft, Regeneration, Anpassung und Transformation schildern. Der Fokus auf narrative Praktiken gründet in der Annahme, dass insbesondere im Akt des Erzählens von überwundenen Erschütterungen und überlebten Katastrophen Resilienz entwickelt wird.


Wie zusammen leben? Idiorrhythmie als narratives Konzept in Literatur und Kultur
Herausgegeben von Sara Bangert und Quintus Immisch di Padua | de Gruyter 2025

Der Band sondiert Potentiale und Dimensionen des Konzepts der Idiorrhythmie, wie es Roland Barthes in seiner Vorlesung Comment vivre ensemble 1976/77 konturierte. Darin folgt Barthes der Frage: Wie zusammen leben? Anhand des fluiden Begriffs der Idiorrhythmie, der als ein »utopischer Sozialismus der Distanz« individuelle Lebensgestaltung mit Gemeinschaftsbildung versöhnen soll. Dieses bislang in den Literaturwissenschaften erstaunlich wenig beachtete Konzept hält vielfältige Potentiale zur Untersuchung ästhetischer Verfahren und narrativer Phänomene bereit und wirft zugleich kulturtheoretische Fragen von Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Zusammenleben auf.


The Mystery of Twin Peaks. Signs – Worlds – References
Herausgegeben von Caroline Frank und Markus Schleich | Palgrave Macmillan 2025

The anthology brings together various approaches and contexts to Twin Peaks, addressing the show's unique production and reception aesthetics. The range of contributions covers diverse topics: genre mixing, transactuality, complex narrative structures, dream and dreamlike qualities, gender and identity concepts, extreme fan culture, visual aesthetics, acoustic dimensions, postmodern referential culture, and not least, the question of which other quality TV series became possible due to Twin Peaks.


Politische Ideen in der Literatur. Von der Romantik bis zur Gegenwart.
Herausgegeben von Max Roehl | wbg Academic/Herder 2024

Der Band »Politische Ideen in der Literatur« hat die vielfältigen Austauschbeziehungen zwischen der literarischen Tradition und der politischen Ideengeschichte zum Gegenstand. In exemplarischen Einzelanalysen untersuchen die Beiträge des Bandes, auf welche Weise die Literatur politische Ideen verhandelt, veranschaulicht und transformiert und wie das Politische wiederum literarische Schreibweisen mitbestimmt.

 


Recht als Kulturtechnik – Kulturtechniken des Rechts
Herausgegeben von Rupert Gaderer, Sigrid G. Köhler und Florian Schmidt | Brill | Fink 2024

In der Verknüpfung von Recht und Kulturtechnik verfolgt der vorliegende, interdisziplinäre Band eine doppelte Perspektive: Er fragt nach dem medialen und materiellen Umfeld, in dem Recht entsteht. Und er untersucht, wie ›Recht als Kulturtechnik‹ seine soziokulturelle Umwelt gestaltet. Als ein besonderes Arrangement, das materielle, mediale und intellektuelle Kulturtechniken verschaltet, erzeugt das Recht nicht nur rechtliche Normativität, sondern auch Subjekte, es stiftet Beziehungen und reguliert Gesellschaften, es formt sogar Affekthaushalte nicht nur in Prozessen oder vor Gericht, sondern auch in Literatur, Kultur und Film.

 


Freiheit der Kunst – Genealogie und Kritik der ästhetischen Autonomie.
Autor Jörg Robert | Band 7 der Reihe Andere Ästhetik – Studien | de Gruyter 2024

Ist die Kunst frei? Wo liegen die Grenzen dieser Freiheit? Was bedeuten Schlagworte wie ›ästhetische Autonomie‹ bzw. ›Autonomieästhetik‹, die derzeit etwa in den Debatten um die so genannte ›Cancel culture‹ diskutiert werden? Das Buch sucht Antworten auf solche Fragen, indem es Ursprung und Geschichte des Konzepts ›ästhetische Autonomie‹ untersucht. Gezeigt wird, wie sich um 1800 aus vormodernen Einzelmotiven ein locker zusammenhängender Diskurs ausbildet, der sowohl ›autologische‹ (Genie, Werk, Form) als auch ›heterologische‹ Aspekte (Funktionen der Kunst) umfasst.


Ozon: Natur- und Kulturgeschichte eines flüchtigen Stoffes.
Herausgegeben von Evi Zemanek, Reihe »Stoffgeschichten«, München: Oekom Verlag 2023.

Ein interdisziplinärer Beitrag zur Wissenschaftskommunikation mit Kapiteln von Stefan Böschen, Stefan Emeis, Sebastian Grevsmühl, Elke Hertig, Jens Soentgen und Evi Zemanek mit Annalena Erhardt.


Anticipatory Environmental (Hi)Stories from Antiquity to the Anthropocene.
Herausgegeben von Christopher Schliephake und Evi Zemanek | Rowman & Littlefield/Lexington Books 2023 | Reihe »Environment and Society«.


Entgrenzte Ähnlichkeit im Milieu des Surrealismus. Vorgeschichte, Konturen und Konjunktur eines ästhetischen Konzepts.
Autorin: Sara Bangert | Berlin: De Gruyter 2023 | publizierte Dissertation

Die Studie bietet einen Überblick über Ähnlichkeitsreflexionen seit der Antike und versteht sich als Teil der Forschungsbemühungen um eine Re-Evaluierung der Ähnlichkeit und ihrer Persistenz in der ästhetischen Moderne.


Martin Opitz: Gesammelte Werke. Der Argenis Anderer Theyl. 
Herausgegeben von Jörg Robert, unter Mitarbeit von Isabel Janßen und Gudrun Bamberger | Band 6. Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart (BLVS), Band Nr. 358 | Stuttgart 2023

Band VI erschließt erstmals Opitz’ Roman-Übersetzung Der Argenis Anderer Theyl (1631), basierend auf einer französischen Vorlage von A. M. de Mouchemberg (1625). Der Liebes- und Abenteuerroman setzt John Barclays neulateinischen Staatsromans Argenis (1621) fort, den Opitz bereits 1626 übertragen hatte (Band 3 der Gesammelten Werke).


Frühe Neuzeit in Deutschland 1620–1720. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. 
Herausgegeben von Stefanie Arend, Bernhard Jahn, Jörg Robert, Robert Seidel, Johann Anselm Steiger, Stefan Tilg u. Friedrich Vollhardt, Redaktion: J. Klaus Kipf, Reinhard Gruhl | Bd. 4. Berlin, Boston 2023

Bd. 4: Hellwig, Christoph von – Lebaldt von Lebenwaldt, Adam.
Mehr zum Verfasserlexikon


Belonging: Geschichten, Räume und Praktiken der Zugehörigkeit in namibischer, deutscher und französischer Literatur und Kultur 
Erschienen als Sonderteil der Acta Germanica. German Studies in Africa (2023) | herausgegeben von Sigrid G. Köhler, Julia Rebholz und Marianne Zappen-Thomson.

Die Beiträge dieses Sonderteils widmen sich unterschiedlichen thematischen Verhandlungen von Nicht-/Zugehörigkeiten in namibischer, deutscher und französischer Gegenwartsliteratur und -kultur. Ihnen ist gemeinsam, dass sie die gegenwärtigen Debatten um nationale Zugehörigkeit, Diskriminierung und Rassismus wie auch Kolonialgeschichte und Diversität des Erinnerns aufnehmen und deren Verarbeitung in der Gegenwartsliteratur und -musik verfolgen.