Prof. Dr. Jörg Robert

Diverses

Stellenangebot

Akademische Mitarbeiterin / Akademischer Mitarbeiter

Am Deutschen Seminar der Univ. Tübingen ist im neu eingerichteten interdisziplinären DFG-Langfristvorhaben „‚Allen Kunstliebenden zu Nutzen‘ – Schreiben über Kunst und Architektur im deutschsprachigen Raum (1425–1680). Kommentiertes digitales Repositorium der Schrift- und Bildquellen“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines 

Wissenschaftl. Mitarbeiters/in (m/w/d, 100%, E 13 TV-L)

im Bereich Germanistik / Neuere deutsche Literatur befristet für die Dauer von zunächst 3 Jahren zu besetzen. 

Das Aufgabengebiet umfasst die eigenständige philologische Erschließung und Kommentierung des vorwiegend deutschsprachigen Textkorpus sowie die Organisation der Arbeitsprozesse, insbesondere die Zusammenarbeit mit den Projektteams in München und Heidelberg. Vorausgesetzt wird ein überdurchschnittlich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (M.A., Staatsexamen oder äquivalent) sowie eine überdurchschnittlich abgeschlossene Promotion im Fach Neuere, ggf. auch Ältere deutsche Literatur, vorzugsweise in den Bereichen Spätmittelalter und Frühe Neuzeit. 

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. 

Die Universität setzt sich für die Ziele der Gleichstellung und Diversität ein und fördert aktiv Chancengleichheit.

Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen um ihre Bewerbung.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte ausschließlich in elektronischer Form (Gesamt-pdf) bis zum 4. Oktober 2026 an Prof. Dr. Jörg Robert (administration.robert@ds.uni-tuebingen.de)

Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung.

Opitzianische Blütenlese

Florilegium Operum Martini Opitii in honorem Professoris Roberti 
Jörg Robert zum 50. Geburtstag, überreicht von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Schülerinnen und Schülern

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Christoph Kaldenbach (1613-1698)

Bezeichnet o.r.: M.[agister] CHRISTOPHORUS / CALDENBACH[IUS]. ELOQ[ENTIAE]. / HISTOR[IARUM]. ET POES[EOS]. [Professor]/ P. P. PICT[US]. A[nn]o 1660

Das unsignierte Ölgemälde (datiert 1660) ist eines von zwei Porträts Kaldenbachs, die in der seit etwa 1590 bestehenden, in Deutschland einzigartigen Professorengalerie der Universität Tübingen erhalten sind. Gefertigt hat es aller Wahrscheinlichkeit nach der Ulmer Maler Michael Philip(p) d.Ä. (nachweisbar zwischen 1659 und 1687), den Kaldenbach in seinen 1683 in Tübingen gedruckten Deutschen Liedern und Gedichten in drei Sonetten als neuen Apelles und pictor creator feiert (S. 32-34; Nr. 38-40).

Das halbfigurige Porträt zeigt den in Schwiebus (Hzgtm. Glogau, Niederschlesien) geborenen Christoph Kaldenbach, der vier Jahre zuvor (1656) von Königsberg nach Tübingen berufen worden war, im Alter von 47 Jahren. Der Professor für Rhetorik, Geschichte und Poesie steht mit langem, wallendem Haar und breitflächigem barockem Kragen vor uns. Die linke Hand hält ein nicht näher spezifiziertes Buch (vielleicht die 1651 gedruckten Lyricorum libri tres) im Oktavformat mit merkwürdig gespreiztem Griff (ein ursprünglicher Ansatz für den Zeigefinger wurde offenbar retuschiert). Die rechte Hand liegt, optisch zentriert und symmetriebildend auf der Brustmitte; zwei Finger an der Knopfleiste. Im vollen Bewusstsein seiner Amtswürde lässt der Porträtierte mit nobler Gleichgültigkeit seinen Blick am Betrachter vorübergleiten.