Das Kunsthistorische Institut Tübingen besitzt einen umfangreichen Bestand an Großbilddias, sogenannte Glasdiapositive. Als Teil der kunstgeschichtlichen Sammlungen dienten diese bis zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts als Anschauungsmaterial für die kunsthistorische Lehre. Lange zuvor, in den zwanziger Jahren, war die Lichtbildprojektion mit großem Erfolg in den kunsthistorischen Hörsaal eingezogen. Die Aufgabe des Großbilddias von einst übernimmt heute das digitale Bild. Dennoch soll die mediale Bedeutung des Großbilddias für die Lehre auch in Zukunft sichtbar bleiben. Insbesondere die Aufnahmen von Bauten und Skulpturen können über ihren Wert als historische Dokumente hinaus auch heute noch sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden. Es ist beschlossen worden, den Bestand an Großbilddias teilweise zu digitalisieren und in die universitäre Bilddatenbank easydb einzustellen. So wird eine weitere Nutzung des Bestands in Forschung und Lehre möglich. Das 2012 begonnene Digitalisierungsprojekt ist langfristig angelegt. Bis Ende 2014 konnten bereits 1.300 Großbilddias in die Datenbank eingestellt werden.