Ethnologie

Sommersemester 2022


Kleidertausch, Livemusik und Workshops – Was macht eigentlich die „Umwelt -AG“?


Am Sonntag den 17.Juli fand der große Aktionstag der Umwelt-AG der Ethnologie auf dem Schloss statt. Neben verschiedenen Workshops, Kleider- und Pflanzentausch gab es auch Live-Musik, Essen und eine Vorstellung des Zirkus Primel. Ein Einblick in die Kreativarbeit der Studierenden.

Als sich die fünfzehn Teilnehmer der Umwelt-AG dazu entschieden hatten ein Fest auf dem Schloss zu veranstalten blieben noch sieben Seminarsitzungen für die Vorbereitung. Angesichts dessen dass bisher niemand ein Event in dieser Größe organisiert hatte und  sieben Sitzungen bekanntermaßen sehr schnell dahin schmelzen können, eigentlich ein Wunder dass alles geklappt hat.


Ergebnisse, die sich sehen lassen...

Sonntag Vormittag bauten alle gemeinsam die Stände auf und versuchten vor allem mit Pavillons und Planen für Schatten zu sorgen. Schon früh war klar: Der Platz ist super, denn nicht nur die Menschen die von der Werbung in der Uni oder im Netz angesprochen wurden kamen zum Aktionstag, sondern auch Tourist*innen und Spaziergänger*innen die zufällig auf die Aktion stießen nutzten die zahlreichen Angebote. Beim Observatorium konnten die Gäste Kleider und Pflanzen tauschen, eine Nähmaschine für Reparaturen und Änderungen stand bereit und alle hatten die Möglichkeit sich ein Insektenhotel-to-go zu basteln oder an einem Workshop zu Menstruationstassen teilzunehmen.

Der große Schlossinnenhof wurde parallel als Ort für die Essens-und Getränkeausgabe genutzt. Besucher*innen konnten sich auf Spendenbasis mit Eistee abkühlen oder sich an den verschiedenen vegetarischen und veganen Speisen satt essen. Direkt nebenan nutzten zahlreiche Gäste die Chance Wildkräuter kennen zu lernen und eigene Salate zu kreieren oder eigene Bienenwachstücher als plastikfreie Alternative zu Frischhaltefolie herzustellen. Wem es in der Hitze trotz Eistee zu heiß wurde konnte sich in einem der schönen – aber vor allem kühlen -  Schlossseminarräume einen filmerischen Stadtrundgang mit Schwerpunkt auf nachhaltigen Orten Tübingens ansehen.

Im Schlossinnenhof boten darüber hinaus verschiedene andere Umweltorganisationen aus Tübingen und Umgebung an eigenen Ständen Informationsmaterial, Spiele, Input und eine Plattform des Austausches. Das i-Tüpfelchen des Tages war aber letztlich auch das kulturelle Angebot. Für die Organisator*innen war kaum zu glauben, dass sie es auch noch geschafft hatten Live-musiker*innen mit einzubinden und der Zirkus Primel am Nachmittag eine tolle Vorführung zur Weltentstehung für Kinder und Erwachsene gestalten konnte.

Trotz der Hitze hatten die Besucher*innen Freude am basteln, werkeln, tauschen, probieren und quatschen, auf dem Schlosshof entstand ein reges, lebendiges Treiben, das Lust auf mehr machte.


… aber auch viel Arbeit

Um an diesen Punkt zu kommen, brauchte es viel Engagement. Im Sommersemester 2021 wurde die AG in Zusammenarbeit mit Do-No-Trash Tübingen gegründet und bietet seitdem die Möglickeit eigene Nachhaltigkeitsprojekte zu verwirklichen. Von einer anthropologischen Sicht auf soziale und ökologische Ausbeutung aus sollen von den Studierenden konkrete Aktionen und  Projekte, insbesondere auf lokaler Ebene, umgesetzt werden. Doch die Semester sind kurz und es ist nicht immer einfach punktgenau zu planen, umso schöner wenn es reibungslos funktioniert!

Im Gegensatz zu den bisherigen Semestern war der Aktionstag ein großes Event dass von allen Teilnehmer*innen gemeinsam organisert wurde anstatt mehrerer Projekten auf Kleingruppen verteilt. Dennoch wurde die Verantwortung aufgeteilt. Einige Studierende waren zuständig für die Vernetzung mit anderen Organisationen, andere kümmerten sich um Werbung, wieder andere kochten oder bereiteten Workshops vor.

Aktiv sein mit Freude

(ein Artikel von Cassandra Keskin)