Ethnologie

Hinematioro kehrt zurück

06. Februar 2026

Te Pou o Hinematioro ist ein im 18. Jh. gefertigtes Schnitzkunstwerk aus dem Besitz der hochrangigen Māori Herrscherin(ariki) namens Hinematioro. Für ihre Nachfahren in der Kleinstadt Tolaga Bay in Neuseeland verkörpert dieses Ahnenpaneel ihre Lebensenergie (mauri) und steht für ihre Person. Vor 250 Jahren verließ das Holzpaneel an Bord von James Cooks Endeavor Neuseeland. Seit 90 Jahren befindet sich Hinematioro in der Ethnologischen Sammlung in Tübingen, davon einige Jahrzehnte unerkannt auf Schloss Hohentübingen.

Die Ankündigung der Rückkehr Hinematioros ist ein bedeutender und bewegender Moment für die Abteilung Ethnologie an der Universität Tübingen. Hinematioro ermöglichte uns allen unzählige inspirierende Begegnungen mit ihren Nachfahren und ihren zahlreichen Besuchern. Ihr langer Aufenthalt von fast 100 Jahren in Tübingen beruhte gleichermaßen jedoch auf der unrechtmäßigen kolonialen Aneignung durch europäische Forscher. Hinematioro verblieb über alle diese Jahre in Tübingen fernab von ihrer Community und ihrem Herkunftsort. Die Abteilung Ethnologie steht damit in tiefer Schuld zur Te-Aitanga-a-Hauiti Community in Uawa/ Tolaga Bay, Neuseeland.

Dass wir nun gemeinsam mit der Hauiti Community die Rückkehr feiern können, ist dem Mitwirken und Einsatz unzähliger Personen zu verdanken. Volker Harms, ehemaliger Kustos der Ethnologischen Sammlung, erkannte im Jahr 1998 die Herkunft des Kulturschatzes (taonga), welcher dort ohne klare Zuordnung lagerte. Er initiierte ihre Restaurierung und den Kontakt zu ihren Nachfahren. 

In den vergangenen drei Jahren setzten sich Studierende und Mitarbeiter*innen der Abteilung Ethnologie mit dem Museum der Universität (MUT) und zusammen mit dem Tairāwhiti Museum in Gisborne (Neuseeland), der Hauiti Community und vielen anderen dafür ein, die Begegnungen mit Hinematioro zu gestalten und den Weg für ihre Rückkehr zu ebnen. Sehr viele dieser Menschen waren mit außerordentlichem persönlichem Einsatz beteiligt und traten geschlossen für die Restitution des Ahnenbildes an ihre Nachfahren ein. 

Im Oktober 2025 dann führten dieser unermüdliche Einsatz und Anteilnahme am Schicksal Hinematorios zur Eröffnung einer Sonderausstellung auf Schloss Hohentübingen. Diese Ausstellung wurde kollaborativ kuratiert, die Community bestimmte selbst die Gestaltung. 

Aktuell arbeiten Studierende der Ethnologie an einer Online-Version dieser Ausstellung, um Hinematioros Vermächtnis in Tübingen und an anderen Orten medial weiterzuführen.

Wir blicken mit außerordentlicher Freude auf die nahe Rückkehr von Hinematioro zur Hauiti Community nach Neuseeland,

 

Markus Schleiter, Kurator Ethnologische Sammlung 

für die Abteilung Ethnologie Universität Tübingen

Das Weltkulturenmuseum im Wintersemester 25,26

Liebe Museumsinteressierte!

das Weltkulturenmuseum ist mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet! 

Dort findet ihr drei Ausstellungen zu Sammlungsbereichen des Instituts, Töpferkunst aus Peru, Tapa Stoffe aus dem Pazifik und Malangan Schnitzereien aus Neuirland. Mehr Informationen findet ihr hier: Ethnologische Sammlung im MUT. Studierende der Uni Tübingen haben kostenlosen Eintritt in das gesamte MUT!

Zusätzlich zur Ausstellung steht eine Hilfskraft des Museums für Fragen oder Diskussionen zu den Themen Museumsethnologie und postkoloniale Debatten zur Verfügung. Auch wer sich im Rahmen von Studienleistungen mit der Sammlung beschäftigen möchte, hat zu der Zeit die Möglichkeit, Recherchen in unserem Sammlungssystem anzufragen.

Anfragen zur Sammlung richtet ihr bitte an folgende Adresse: sammlungspam prevention@ethno.uni-tuebingen.de

Éva Rozália Hölzle is a social anthropologist affiliated with the Centre of Global Cooperation Research at Universität Duisburg-Essen since January 2026. She has been conducting ethnographic research in the borderlands of Bangladesh and Northeast India exploring the nexus of land dispossession and nation state formation, violence and agency, as well as indigenous life politics since 2010. Her first monograph Land, Life, and Emotional Landscapes at the Margins Bangladesh was published by Amsterdam University Press in 2022. In her postdoctoral research project, Cultivating Ethics across Generation, she examines the interplay and transformation of ethics and kinship through the history of an extended family. She is currently co-leading, together with Dr Magdalena Suerbaum, the DFG-funded research network Kinship Generations, which brings together over 40 researchers focusing on questions of relatedness in Africa, Asia, and the Middle East. 

To prepare for her talk, she has suggested this article titled "Generations" by Sahana Ghosh and Megha Sarma Sehdev (Feminist Anthropology, 2022) https://anthrosource.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/fea2.12095 

Abstract: The term generation encompasses a range of meanings in social anthropology. It has been used to analyse the transmission of roles and responsibilities across age groups, intergenerational commitments and practices of care, as well as shared historical experiences. Beyond these uses, generation also evokes the act of bringing something forth: humans are not merely generated by their contexts but actively shape the worlds they inhabit. This active dimension is aptly captured by the concept of social generativity, which foregrounds the ongoing making and remaking of the social world across different temporalities. Feminist scholarship (Bear et al. 2015; Ghosh and Shedev 2022), however, cautions against an exclusivly positive interpretation of social generativity. Instead, contradictions and tensions produced by uneven distributions of power play a central role in tracing the “processes of generation” through which “socialities are made” (Bear et al. 2015).

Building on these insights, I propose generation as a methodological lens rather than a purely descriptive category. I argue that a generational lens enables historically grounded ethnographic approach that illuminates differing perspectives on large-scale social events. Drawing on the findings from my ethnographic project, Cultivating Ethics across Generations, which traces the history of an extended family spanning five generations in the Bangladesh–Northeast India borderlands, my talk focuses on the biographical accounts of three siblings from different generations. This methodological approach (i.e. recording and comparing the biographies of people belonging to different generations within the same family), allows me to explore the shifting significance of political events in everyday life over time. Events that appear pivotal for one generation may recede in importance when viewed through the life histories of another within the same family. By juxtaposing these generational perspectives, it enables the accentuation of events that in a narration of family and regional histories tend to fade or submerge due to the requirement of a cohesive storytelling. Generation thus emerges as a key methodological and analytical instrument, enabling the documentation of personal, familial, and regional histories with ethnographic depth while attending to nuanced, generationally differentiated perspectives on large-scale social transformations as they are lived and experienced.

Rückblick: Workshop "Partizipatives Video " November 2025

Über drei Tage hinweg erlebten sieben Teilnehmende einen Prozess, den sie durch ihre freiwilligen Beiträge aktiv mitgestalteten. In jedem Schritt des Prozesses nutzten wir Techniken des partizipativen Videos. Am ersten Tag lernten wir uns kennen und übten vier verschiedene Techniken des partizipativen Videos. Außerdem sahen wir zwei Videos aus den Anden Perus, die uns am zweiten Tag bei der Themenfindung inspirierten, z.B. die Sprache der Natur oder visuelle Poesie und Leben in Harmonie. 

Am zweiten Tag produzierten wir in zwei Gruppen jeweils ein fünfminütiges Video, in dem wir alle erlernten Techniken anwendeten. Das erste Video suchte nach „Spurenelementen“ im Schloss und setzte diese in Form eines visuellen Gedichts um: vimeo.com/1139997603 Das zweite Video mit dem Titel „Liebe Menschheit“ setzte sich damit auseinander, wie wir mit der Natur umgehen – gestaltet als Botschaft an die Menschheit: vimeo.com/1139995070 Nach den Dreharbeiten lernten wir gemeinsam den Papierschnitt und anschließend den digitalen Schnitt, um unsere Videos fertigzustellen.

 Am dritten Tag, nachdem wir erfahren hatten, wie es ist, Videos partizipativ zu erstellen, machten wir einen Visionsspaziergang. Während wir durch das herbstliche Tübingen liefen, sprachen wir über Ideen, wie wir das Gelernte weiter nutzen können. Wir sammelten kleine „Fundstücke“, aus denen wir eigene Skulpturen gestalteten. Anschließend entwickelten wir Aktionspläne aus unseren Ideen und stellten diese vor. Mit einer Autoevaluation, in der wir unsere Anfangserwartungen wie z. B. „durchs Machen und mit Spaß lernen“, „keine Sorgen beim zukünftigen selber machen haben“ oder „Inspiration sammeln“ mit dem Erlernten verglichen, schlossen wir diese aktionsreichen und sehr motivierenden drei Tage ab. Danke an alle!

Herzliche Einladung zur Vernissage!

Kolloquium am Dienstag, den 9.12.2025 um 18 Uhr

Fünfeckturm, Schloss Hohentübingen

Geschnitzte Geschichten: Kunst der Māori in Aotearoa Neuseeland

Gast: Dr. Stephanie Walda-Mandel (Linden-Museum Stuttgart)

Abstrakt: Die Kunst der Māori ist eng mit ihrer kulturellen Identität, Geschichte und Spiritualität verwoben. Dieser Vortrag bietet einen Einblick in die traditionellen künstlerischen Praktiken, die zu den Taonga („Schätzen“) führten, und zeigt, wie heutige Māori-Künstler:innen diese traditionellen Elemente mit zeitgenössischen Ausdrucksformen verbinden, um auf aktuelle gesellschaftliche Fragen zu reagieren. 

Die Vortragsreihe wird zusammen mit dem Museum der Universität Tübingen (MUT) und als Begleitprogramm zur Ausstellung Te Pou o Hinematioro – Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection organisiert.

Kolloquium: Begleitprogramm zu: Te Pou o Hinematioro Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection

Was? Begleitprogramm zur PouPou Sonderaustellung im MUT : “Von Tübingen nach Neuseeland: Aotearoa und Māori-Kultur einst und heute aus der Sicht einer Auswanderin” - Vortrag von  Tanja Schubert-McArthur, PhD
Wann? Dienstag 28.10.2025, 18Uhr
Wo? Museum Weltkulturen | Fünfeckturm | Schloss Hohentübingen, Burgsteige 11, 72070 Tübingen

Diese Veranstaltung ist Teil des Kolloquium Abteilung Ethnologie

Te Pou o Hinematioro – Māori Heritage, Culture and Connection

ko-kuratierte Ausstellung der Community Te Aitanga-a-Hauiti, der Abteilung Ethnologie und dem Museum der Universität Tübingen

Ort: Rittersaal, Schloss Hohentübingen

 Zeit: 24. Oktober 2025 bis 29. März 2026.

Die Studierenden und Mitglieder der Abteilung Ethnologie sind herzlich eingeladen mit den Freunden der Māori-Community Te Aitanga-a-Hauiti aus Neuseeland,  am Donnerstag, den 23. Oktober 2025 um 18 Uhr die gemeinsame Eröffnung zu feiern ! 

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Māori-Community Te Aitanga-a-Hauiti aus Ūawa/Tolaga Bay (Neuseeland) und der Universität Tübingen. Im Zentrum steht das geschnitzte pou Hinematioro Pou, das 1769 während der ersten Reise von James Cook nach Europa gelangte. Für die Community ist es mehr als ein Ausstellungsstück – es verkörpert Ahnen, Genealogie (whakapapa), spirituelle Autorität (mana) und kulturelle Schätze (taonga). 

Mehr Information: 

Sonderaustellung PouPou

Monatliche Selbsthilfegruppe Feldforschung Ethnologie

*English below*

Feldforschung und auch das allgemeine wissenschaftliche Arbeiten können extrem herausfordernd sein und manchmal schwierige Erfahrungen mit sich bringen mit denen wir allein nicht immer gut klarkommen. Um das Thema oder Geschehnis verarbeiten zu können fehlt uns öfters der passende Ansprechpartner: Familie und Freunde, die sich mit der Ethnologie und der Forschung nicht auskennen, können manchmal mit den Problemen nichts anfangen; mit Professoren und Dozenten trauen wir uns nicht über so private Angelegenheiten zu sprechen. Wohin also damit?
Die Selbsthilfegruppe ist genau dazu angelegt um betroffene, fortgeschrittene Studenten einen neutralen und geschützten Raum zu bieten um ihre Erfahrungen mit anderen Gleichgesinnten zu teilen und auszudiskutieren, und ihre Seele aussprechen zu können. Tabus, Grenzüberschreitungen, Traumata, psychologische Schwierigkeiten, usw., es darf über alles geredet werden was einen belastet und am effizienten Weiterarbeiten hindert.

Wichtig: Alles was in der Gruppe besprochen wird, bleibt innerhalb dieser Gruppe. Es verpflichten sich also alle Teilnehmer vertrauliche Informationen die in diesem Rahmen preisgegeben und besprochen werden nicht an Dritte weiterzuleiten.

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat unter Aufsicht und Leitung 2 erfahrener Ethnologen.

Sprache: Englisch & Deutsch
Ansprechpartner:  Maximilian Priester-Lasch, maximilian.priester-laschspam prevention@uni-tuebingen.de und Marianne Pasty-Abdul Wahid, marianne.pasty-abdul-wahidspam prevention@uni-tuebingen.de

***

Field research and general academic work can be extremely challenging and sometimes come along with difficult experiences we are not always able to adequately handle on our own. We often lack the right people to talk to when processing specific issues or events. Family and friends unfamiliar with anthropology and research have quite frequently difficulties understanding what bothers us, and the matters just feel too private to share with supervisors or professors. So, who to turn to?
The self-help group is designed precisely to offer affected advanced students a neutral, safe and judgment-free space to share and discuss their experiences with other like-minded people. Taboos, boundary violations, traumas, psychological difficulties, etc. All the troubling issues that prevent us from continuing to work effectively can be addressed.

Important: Everything that is discussed as part of these group sessions remains within that closed space. All participants therefore agree not to disclose to third parties any confidential information shared or discussed within this framework.
The group meets once a month under the supervision and guidance of two experienced anthropologists.

Languages: English & German
Contact: Maximilian Priester-Lasch, maximilian.priester-laschspam prevention@uni-tuebingen.de and Marianne Pasty-Abdul Wahid, marianne.pasty-abdul-wahidspam prevention@uni-tuebingen.de

Vortragsankündigung, Mittwoch 12. November 2025, 8:30 Uhr (Neue Aula, HS 6)

Wir freuen uns, einen Vortrag von Prof. Sabine Klocke-Daffa zum Thema ‘Angewandte Ethnologie und Berufsperspektiven’ anzukündigen.

Datum/Ort: 

Mittwoch 12.11.2025, 8:30, Neue Aula, Hörsaal 6.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

 

„Kamera ab!“ – Begriffe der Ethnologie im Fokus

Am Montag, den 13. Oktober 2025, nahmen 14 neue Ethnologie-Studierende an der Begrüßungsaktion „Kamera ab!“ teil. In zwei kreativ gestalteten Fotostationen konnten sie zentrale Begriffe der Ethnologie entdecken und drei auswählen, die sie persönlich besonders ansprachen.

Anschließend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, diese Begriffe fotografisch umzusetzen – sei es in Form eines Selfies oder auf andere kreative Weise. Dabei standen ihnen verschiedene technische Mittel zur Verfügung.

Die analoge Polaroid-Kamera war besonders beliebt: Viele wählten bewusst diese Methode, da der Prozess des Sofortbildes ein besonderes Erlebnis bietet. Das charakteristische Surren der Kamera, der kurze Blitz und – als Höhepunkt – der Moment, in dem das Foto langsam erscheint und sich vor den eigenen Augen entwickelt, machten das Fotografieren zu einem kleinen Ereignis.

Alternativ konnten die Teilnehmenden auch mit dem Smartphone oder einer digitalen Kamera fotografieren. Ihre Bilder wurden anschließend mit einem Fotodrucker ausgedruckt – ein ebenso spannender Prozess, bei dem nacheinander die Farben Gelb, Magenta, Blau und Weiß auf das Papier aufgetragen wurden, bis das vollständige Bild sichtbar wurde.

So sind vielfältige und persönliche Fotoarbeiten entstanden, die sowohl den Einstieg ins Studium als auch die Auseinandersetzung mit ethnologischen Themen auf kreative Weise verbinden.

Es war eine gelungene Aktion, um die neuen Studierenden willkommen zu heißen und gleichzeitig auf die visuelle Ethnologie aufmerksam zu machen.

Cathrine Bublatzky und Maja Tillmann

Partizipatives Video Workshop

Helena-Sita Kaltenbach und Maja Tillmann

Ein partizipativer Workshop lebt vom Engagement seiner TeilnehmerInnen. In diesem dreitägigen Workshop begaben wir uns auf eine gemeinsame Erfahrungsreise – mit einer Gruppe, die in jeder Hinsicht herausragend war: hoch motiviert, voller positiver Energie und offen dafür, ihre Einsichten, Gefühle und Kreativität im Rahmen eines aktiven Reflexionsprozesses mit allen zu teilen.

Durch praxisorientierte Gruppenarbeiten gelang es der Gruppe schnell, Vertrauen aufzubauen. Dies schuf die Grundlage für einen intensiven Lernprozess, in dem sowohl technische als auch inhaltliche Aspekte des Forschungsinstruments Partizipatives Video kennengelernt und vertieft wurden. 

Zwei Momente waren dabei besonders prägend:

  • Die Übung „Das Schöne suchen“ sensibilisierte uns für ein bewusstes, achtsames Filmen.
  • Beim gemeinsamen Anschauen des Kurzfilms „Die Rechte der Mutter Erde“ aus Peru wurde uns eindrücklich bewusst, wie sehr uns hierzulande oft der direkte Kontakt zur Natur – zu Mutter Erde – fehlt.

Nach mehreren Durchläufen von Filmen, Anschauen und Reflektieren fanden die beiden Arbeitsgruppen ihre Themen für jeweils ein fünfminütiges Video:

  • Eine Gruppe begeisterte sich für Herrn Kehrer, den Hausmeister des Schlosses – eine charmante schwäbische Persönlichkeit. Dieses Video wird noch fertiggestellt.
  • Die andere Gruppe widmete sich den Kraftorten im Schloss, die sie durch intensive Naturwahrnehmung entdeckten.

Video Kraftorte am Schloss

Zwei zentrale Erkenntnisse nahmen wir aus dem Workshop mit:

  1. Forschung von innen heraus liefert qualitativ wertvolle Ergebnisse.
  2. Bilder sprechen für sich selbst. Nach dem Anschauen des Videos „Kraftorte des Schlosses“ fühlten wir uns alle spürbar beruhigt.

Neues Graduiertenkolleg “Figurations of the Precarious in the Global South”

Das neue Graduiertenkolleg “Figurations of the Precarious in the Global South”, das von Prof. Dr. Sebastian Thies einberufen wurde, startet im Frühjahr 2026. Das Graduiertenkolleg möchte sich mit den Begriffen rund um das „Prekäre“ im Kontext des Globalen Südens, der Wahrnehmung dessen sowie Widerstand in diesem Rahmen auseinandersetzen. Es wird dabei ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt und auf Zusammenarbeit mit internationalen Partneruniversitäten im Globalen Süden gesetzt. Neben vielen Kolleg*innen aus anderen Disziplinen ist auch Abteilungsleiterin der Ethnologie Prof. Dr. Karin Polit Teil des Graduiertenkollegs. Weitere Informationen finden sie auf der Seite des Graduiertenkollegs.

Mobilitätssemester 2024/25

Im Wintersemester 2024/25 haben Hauptfach-Studierende der Tübinger Ethnologie wieder ihr Mobilitätssemester absolivert. Sie haben zumeist im Ausland Praktika absolviert, an Universitäten studiert und/oder eigene Studienprojekte durchgeführt. Nach ihrer Rückkehr haben die Studierenden ihre Erfahrungen und Ergebnisse innerhalb eines Kolloquiums ausgetauscht und wissenschaftliche Poster über jeden einzelnen Aufenthalt erstellt. Diese wurden am Ende des Sommersemesters 2025 im Rahmen einer Präsentation zugänglich gemacht.

Alle Poster finden sie auf der Seite des Mobiliätssemesters 2024/25 gelistet. Dort gibt es auch ein Archiv der früheren Mobilitätssemestern. Hier folgen einige Beispiele:

Partizipatives Video-Workshop mit Maja Tillmann

Ungleichheiten: Das Unsichtbare sichtbar machen

Patriarchale Gewalt und Femizide - Zwischen Emotionen und Aktivismus


*English version below*

Filmschau & Filmgespräch zu Papaya – ein indigener Kurzfilm aus Indien, Santali mit englischen Untertiteln

Liebe Freund*innen der Ethnologie und Mitglieder des Muse Clubs,

wir freuen uns sehr, euch zu einer Veranstaltung am Freitag, den 23. Mai einzuladen – ein Vormittag voller Film, Gespräch und Inspiration! 
Gezeigt wird der Santali-Kurzfilm Papaya, gefolgt von einem Filmgespräch mit den Machern des Filmes: Jona Mandi, der Produzent des Filmes, der in Tübingen sein wird, sowie Deepak K. Beshra, Regisseur und Kameramann.

Ort: Raum 3, Schloss Hohentübingen
Zeit: 10:00 – 12:00 Uhr, 23. Mai 2025
Sprache: Bilingual Deutsch & Englisch, Film: Santali mit englischem Untertitel
Optional: Im Anschluss laden wir euch herzlich zu einem informellen Mittagessen ein (Selbstzahler*innen), um das Gespräch in entspannter Runde fortzusetzen.


Ghumru lebt in einem Dorf im ländlichen Indien und war nie auf der Schule. Sein großer Wunsch ist das Mountain-Bike von Tarash zu fahren. Der Film zeigt, wie Ghumru seinen Wunsch zu verwirklichen sucht.
Diese Veranstaltung bietet die Gelegenheit, direkt mit den Filmschaffenden des ins Gespräch zu kommen, mehr über das indigene Santali-Kino zu erfahren, interkulturelle Verbindungen durch Film zu erleben und gemeinsam über Themen wie Schulbildung,  Ungleichheit, die Macht von Filmen und alltägliche Stärke nachzudenken. Ob ihr euch für indigene Filme interessiert, für Alltagswelten in Indien oder einfach Lust auf ein nachdenkliches Kinoerlebnis habt – dieser Vormittag ist für euch!

Ich freue mich darauf, viele von euch dort zu sehen!

Herzliche Grüße,
Marina Freidhof (mit Markus Schleiter)

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Screening & Film Discussion: Papaya – an indigenous short film from India, Santali with English subtitles

Dear Friends of Ethnology and Members of the Muse Club,

We’re happy to invite you to a very special event on Friday, May 23rd—a morning filled with film, conversation, and inspiration!
We’ll be screening the Santali short film Papaya, followed by an open discussion with its creators: Jona Mandi, the film’s producer who is traveling to join us in person, and Deepak K Beshra,director and cinematographer.

Location: Room 3, Schloss Hohentübingen
Time: 10:00 AM – 12:00 PM
Language: Bilingual: German & English, Film: Santali with English Subtitles
Optional: After the screening, you're warmly invited to join us for an informal lunch to continue the conversation and connect further.

Ghumru lives in a village in rural India and went never to school. His great desire is to ride the mountain bike of Tarash. The film is about how Ghumru endeavors to fulfil his wish and the story enfolding …
This is a rare opportunity to engage directly with the filmmakers, learn more about the world of Santali cinema, connect trough film across cultures, and reflect together on themes of education, the power of films, and everyday strength. Whether you're curious about indigenous cinema, everyday worlds in India, or just want to enjoy a thoughtful film with others, this event is for you!

Looking forward to seeing many of you there!

Warm wishes,
Marina Freidhof (with Markus Schleiter)





BESONDERHEIT DER MODULE AntGr und AntVer der PO 2020 für den Bachelor Ethnologie:

Zu jedem Kurs, ob benotet oder unbenotet, den Sie in Ihrem Transkript hinterlegt haben wollen, ist eine "Anmeldung zur Prüfung" in Alma nötig.

Die Module AntGr und AntVer haben folgende Besonderheit:
es werden pro Modul 2 Kurse besucht und pro Modul nur eine Hausarbeit (= schriftliche, benotete Prüfungsleistung) geschrieben, die dann zur Modulnote wird.
D.h. insgesamt werden 4 Kurse in den Bereichen AntGr und AntVer besucht und 2 Hausarbeiten geschrieben.

Diese Kurse können Sie in jedem beliebigen Semester belegen. Es könnten also bereits im 1. Semester zwei oder auch erst im 4. Semester 4 Kurse belegt werden. Die Studierenden wählen ihre Kurse je nach Interesse und individueller Arbeitsbelastung in einem gegebenen Semester. Die Spezifizierung AntGr zeigt an, dass es sich um einen Grundlagenkurs handelt, für den keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden. Die Spezifizierung AntVer weist darauf hin, dass Vorkenntnisse in der Ethnologie oder auch der Thematik nötig sind, da der Kurs auf einem erhöhten Anforderungsniveau unterrichtet wird. Je nach Kapazität (Teilnehmerzahl) steht die Teilnahme an jedem Kurs jedoch allen Studierenden offen: nicht jeder Kurs muss im Transkript verbucht werden. Die "Zulassung zum Kurs" ist aus organisatorischen Gründen nötig (Raumgröße) und ist nicht gleichzeitig die "Zulassung zur Prüfung" in diesem Kurs!

Um einen Kurs im eigenen Transkript registrieren zu lassen, ist die aktive "Anmeldung zur Prüfung" in Alma während der Anmeldefrist ab Dezember bzw. ab Juni erforderlich. Diese Willenserklärung ist sowohl nötig für die Registrierung (= "Anmeldung zur Prüfung") eines Kurses ohne benotete Prüfungsleistung, als auch für Kurse mit benoteter Prüfungsleistung und hat rechtliche Konsequenzen. Ohne "Anmeldung zur Prüfung" haben Sie keinen Anspruch auf die "Prüfung"/Registrierung, er erscheint also nicht im Transkript (auch nicht, dass Sie ihn überhaupt besucht haben - Sie könnten den Kurs auch aus reinem Interesse besuchen).


Eine "Anmeldung zur Prüfung" ist also in allen Fällen nötig:
a) um die unbenotete Teilnahme am Kurs registrieren zu lassen (= das Icon "blaue Medaille")
b) um die benotete Prüfungsleistung + Teilnahme am Kurs registrieren zu lassen (= das Icon "rote Medaille")
Die "Anmeldung zur Prüfung" ist Ihre Willenserklärung, diesen Kurs in Ihrem Transkript registrieren zu lassen und rechtlich bindend: Sie verplichten sich damit, die erforderlichen Studienleistungen (= Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme am Kurs, wie etwa Anwesenheit, Mitarbeit, Präsentation eines Themas etc.) oder Prüfungsleistung (= Abgabe der Hausarbeit innerhalb der Frist bis 31. März) zu erbringen.
Andernfalls wird der Kurs als "nicht bestanden" verbucht. Es besteht die Möglichkeit der Fristverlängerung wenn Sie der Lehrkraft triftige Gründen vorlegen können. Es besteht auch die Möglichkeit, eine nicht-erbrachte oder nicht-bestandene Prüfungsleistung nachzuholen (neues Thema, neue Hausarbeit, neue Abgabefrist).

Mit der "Anmeldung zur Prüfung" in Alma wird der Kurs entweder als "reine Teilnahme" oder "mit benoteter Prüfungsleistung" erst in Ihrem Transkript hinterlegt! (Vorher taucht er lediglich in Ihrem Stundenplan auf, wenn Sie sich zu Beginn des Semesters "zur Teilnahme am Kurs" angemeldet hatten. Diese Anmeldung hat noch keine rechtlichen Konsequenzen.)
Ihre "Anmeldung zur Prüfung" wird nun auch für die Lehrkraft des Kurses sichtbar, die dann entweder Ihre erfolgreiche Teilnahme am Kurs verbuchen, oder Ihre Note eintragen kann (je nach dem, ob Sie sich bei der "blauen" oder der "roten Medaille" angemeldet haben).

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, jeden Kurs entweder im Modul "AntGr Grundlagen" oder "AntVer Vertiefung" zu verbuchen! Die Unterscheidung soll Sie nur darauf hinweisen, dass es sich um eine Einführung oder ein erhöhtes Niveau in der Thematik handelt. Sie können sowohl Grundlagenkurse und Vertiefungen besuchen, oder auch nur 4 Grundlagenkurse in den Modulen AntGr (je 2)  und AntVer (je 2) verbuchen! In welcher Reihenfolge Sie die Kurse anmelden ist egal; der zweite Kurs kann auch erst in einem der folgenden Semestern in genau diesem Modul noch registriert werden. Das Modul ist dann so lange "offen" und steht als "nicht abgeschlossen" (PV=Prüfung vorhanden) in Ihrem Transkript, bis der zweite Kurs verbucht wurde.

Es wäre darüber hinaus wichtig, je zwei Kurse in genau demselben Modulteil (erkenntlich an der Nummer AntGr-1 Medien, AntGr-2 Museum, etc. oder AntVer-1 Medien, AntVer-2 Museum etc.) einmal mit (rote Medaille), einmal ohne Prüfungsleistung (blaue Medaille) "zur Prüfung" anzumelden.

(-> Dabei ist es unwichtig, ob ein Kurs auch wirklich das Thema "Medien" oder "Museum" behandelt! Um den Studierenden eine große Flexibiltät zu gewähren, müssen die Kurse dann eben in einer "falschen" Kategorie/Modulteil eingeordnet werden, das lässt sich nicht ändern. Bitte beachten Sie: es ist nicht sinnvoll, zwei Grundlagenkurse zu demselben Thema zu machen! Das ist auch nicht gewünscht: sie sollten sich thematisch breiter aufstellen. Sinnvoll wäre aber, in einem Thema einen Grundlagenkurs und später, darauf aufbauend, eine Vertiefung in das Thema zu besuchen.)
Nur so erkennt das Alma-System, dass das Modul AntGr (oder eben AntVer) auch abgeschlossen wurde (also vollständig belegt). Sollten Sie die "Anmeldung zur Prüfung" in zwei verschiedenen AntGr- oder AntVer-Modulteilen (z.B. AntGr-2 und AntGr-4) vorgenommen haben, werden Sie im PDF-Ausdruck Ihres Transkripts sehen, dass die Kurse zwar hinterlegt wurden, aber jeweils in unterschiedlichen Modulteilen. Das müsste dann händisch von den Mitarbeitern des Prüfungsamtes vor Ihrem Studienabschluss noch umgetragen werden.

Dear all,

To kick off the semester, we would like to invite you to an exciting lecture:

Dame Anne Salmond: “Forests, Ancestral Carvings, and Climate Change: The Hinematioro Pou at Tübingen”

Wed, 25.10, 18:00

Ernst-von-Sieglin Raum, Archeology department, Schloss TübingenDame Anne Salmond, Distinguished Professor for Māori Studies, University of Auckland, New Zealand, will speak about the connection between Māori carvings, such as the Poupou held in our institute’s collection and larger issues around forests and climate change.

We are excited and honored to have her and would love for many of you to join and learn about our Poupou and Māori carvings overall. Especially as we are working on exhibiting the Poupou, we welcome your input during the discussion!

Best regards,

Johanna on behalf of the team Ethnological Collection

Überleben im Mackenzie Delta Vortrag am 09.03.2020

Dear MuseClubbers,


We invite you to join our Movie Screening of “der Vermessene Mensch” at Arsenal Kino, Hintere Grabenstraße 20, Tübingen on 21.06 at 17.00
The entry is free!

We will have a short introduction by some experts on Namibia and a discussion after the movie. While the movie is in German, we will have English subtitles. We would be glad for many of you to join, as this is a very relevant movie not only for anthropologists, but also those interested in museums.
Please register for the event, you can also register multiple people, either on Moodle:
https://moodle.zdv.uni-tuebingen.de/course/view.php?id=3398#section-1 or by
emailing johanna.annauspam prevention@uni-tuebingen.de
If you have any questions, please contact us!

Best regards,
Johanna Annau
Lisa Priester-Lasch
Markus Schleiter

Aktuelles Archiv

Einführungsressourcen

Für Studierende im ersten Semester nach der neuen Studienordnung haben wir eine Webseite mit Ressourcen zusammengestellt. Informationen und Erklärungen dazu welche Seminare Sie in diesem Semester belegen müssen und wie die Anmeldung funktioniert sowie generelle Information zum Studium und zur Abteilunge, finden Sie in unseren Tutorials, bitte beachten Sie die Tonspur und schauen Sie die PPP unter 'Bildschirmpräsentation starten' an.

Einführungsressourcen

Ausstellung „Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers“

Die Ausstellung „Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers“ wird von der Volkswagen-Stiftung und der "Soros Open Society"-Stiftung unterstützt . Die Webseite der virtuellen Ausstellung gibt es in sechs Sprachen: Englisch, Russisch, Kasachisch, Kirgisisch, Usbekisch und Tadschikisch. Link zur Ausstellungshomepage: http://en.syr-darya.org/ 

Das Zusammenleben von Mensch und Fluss

Wissenschaft meets Kunst: Wie aus einem Forschungsprojekt zum längsten Fluss Zentralasiens eine Ausstellung wurde

Seit 2016 untersucht ein internationales Forschungsteam aus Kirgisistan, Usbekistan und Deutschland die Sozial- und Umweltgeschichte des zentralasiatischen Naryn- und Syr-Darya-Flusses. Die Leitung des Forschungsprojektes hat Dr. Jeanne Féaux de la Croix vom Institut für Ethnologie der Universität Tübingen, gefördert wird es von der Volkswagen-Stiftung. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Ethnologie, Politikwissenschaft und Geschichte.

Der Syr Darya – am kirgisischen Oberlauf auch als Naryn bekannt – ist der längste Fluss in Zentralasien und zweitgrößter Zubringer des austrocknenden Aralsees. Seine Wasserverteilung ist ein zentraler Streitpunkt zwischen den flussaufwärts- und flussabwärts gelegenen Republiken. Deshalb will das Projekt auch eine neue Perspektive auf den Naryn-Syr Darya als Forschungsgegenstand eröffnen und dadurch mögliche Auswege aus der schwierigen Konstellation im regionalen Wassermanagement aufzeigen.

Aus dem Forschungsprojekt „Das Zusammenleben von Mensch und Fluss: Umweltgeschichte, soziale Welten und Konfliktbewältigung entlang des Naryn-Syr Darya“ entstand bereits 2019 in der kirgisischen Stadt Naryn eine Ausstellung. Die Idee, diese Ausstellung entlang des Flusses „wandern“ zu lassen, ließ sich jedoch infolge der Corona-Pandemie nicht mehr realisieren. Stattdessen entstand die digitale Ausstellung „Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers“, die im Juni 2021 eröffnet wurde und aus Text-, Audio- und Videokunstwerken besteht. 

Die für die Ausstellung ausgewählten Fakten und Kenntnisse wurden durch Konferenzen, Workshops und andere Veranstaltungen in Taschkent (2016), Shamaldy-Sai (2018), Kazaly (2018) und Naryn (2019) zusammengetragen. Die Beteiligten aus Wissenschaft und Kunst fanden Metaphern, visuelle und räumliche Lösungen zur Darstellung von Forschungsbeobachtungen, die verschiedene Aspekte des sozialen Lebens am Syr-Darya-Fluss aufzeigen. Die Ausstellung ist in drei Erzählstränge aufgeteilt: menschliche, nicht-menschliche und alternative Flussgeschichten

 

In der Installation "Flows" haben beispielsweise die kirgisischen Forscherinnen und Künstlerinnen Gulzat Baialieva, Dinara Kanybek Kyzy und Oksana Kapishnikova die Chronik des Dorfes Shamaldy-Say in Form einer zyklischen Struktur dargestellt, die den kontinuierlichen Fluss von Zeit, Energie, Geld und Menschen symbolisiert. Die Bedingungen und Aspekte der Bewegung ändern sich, aber der Fluss selbst hört nicht auf zu fließen. 

Flüsse sind nicht nur eine Ressource für Landwirtschaft und Kommunikation, sondern auch natürliche Barrieren, die die Menschen mit Brücken überwinden. Der Bau und die Instandhaltung von Brücken gehören zu den wichtigsten Formen, wie Menschen mit dem Fluss interagieren. In der "Untold Story of Bridges" präsentiert Jeanne Féaux de la Croix kommentierte Fotos – aus dem Archiv und auch aktuelle – von verschiedenen Brücken über den Fluss Naryn-Syr Darya. 

Die riesige Installation „Baiterek" aus Schilf von Aibek Samakov, Zulaika Esentaeva und Narynbek Kazybekov ist eine ironische Darstellung des Antagonismus zwischen den Lebensbedingungen der einfachen Leute im Syr-Darya-Delta im Westen Kasachstans, die Schilf sammeln und als Baumaterial verwenden, und den Modernisierungsbestrebungen der kasachischen Regierung.

Die Collagen-Serie "Access Denied!" wurde inspiriert von der Forscherin Mokhira Suyarkulova, deren Erzählungen immer wieder darauf hinweisen, dass Frauen in Khujand in der Öffentlichkeit kaum mit dem Fluss interagieren: Sie baden nicht, liegen nicht am Strand und angeln auch nicht – im Gegensatz zu den Männern. In den bunten Collagen wird den Frauen scheinbar der Fluss „zurückgegeben“, wenn auch nur symbolisch und in der Phantasie.

Die US-Hydrologin Alice Hill und der Kulturanthropologe Toma Serban Peiu entwickelten die Animation "Virtual Water" (2016). Die Animation besteht aus einer Karte, die die Bewegung des Wassers im Gebiet um den Aralsee zeigt: Von 1960 bis 2016 wurde der See in großem Maße für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, was zu einer Austrocknung seines Beckens führte. Hill und Peiu konzentrierten sich in ihrer Animation auf die Bewässerung von Baumwolle, da diese ein enorm wasserintensives und zugleich allgegenwärtiges Exportprodukt ist. Die 'Virtualität' des Wassers besteht darin, dass das Produkt Baumwolle, das unter Verwendung von Wasser hergestellt wird, außerhalb der Region verkauft wird, dadurch wird Wasser quasi über dieses Produkt exportiert. Die Idee ist, die 'Migration' von Wasser zu beobachten und zu sehen, ob diese Zahlen die menschliche Migration widerspiegeln.

Maximilian von Platen

Besonderheiten zu Anmeldungen zur Modulprüfung in Alma! (BA 2020)

Liebe Studierende des Bachelors Ethnologie,
Eine detaillierte Anleitung zur Anmeldungen zur Modulprüfung finden Sie auf Alma und speziell für die Ethnologie hier.
Bei Schwiergkeiten wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt oder das Alma-Support-Team.

  1. Wer nach der alten Studienordnung BA Ethnologie von 2012 studiert, sollte sich wie gehabt über Alma zur 'Prüfung' (~ i.d.Regel Hausarbeit) anmelden können. Nach erfolgter Anmeldung können die jeweiligen Lehrenden so die Noten in Alma direkt in Ihr Transcript of Records eintragen lassen.

    Bitte prüfen Sie vor der Prüfungsanmeldung, in welchen Modulen Ihnen noch Leistungen fehlen.

     
  2. Wer nach der neuen Studienordnung BA Ethnologie 2020 studiert, sollte sich ebenfalls über Alma zur 'Prüfung' anmelden können

    Hier ist eine Besonderheit zu beachten in den Modulen ANTGr und ANTVer: in diesen beiden Modulen können die Studierenden entscheiden,
  • a) ob ein Kurs nur als 'belegt'(bzw. 'bestanden') mit ECTS-Punkten, aber ohne Note (ohne 'Prüfung' = Hausarbeit o.ä.) im Transcript of Records eingetragen werden soll - in diesem Fall mus ausgewählt werden -> (ANT-Gr/Ver) VG für Prüfungsanmeldung Wahlbereich, unbenotet)

    oder
     
  • b) ob in einem Kurs eine 'Prüfung' (Hausarbeit o.ä.) abgelegt werden soll, der Kurs also zusätzlich auch noch benotet wird - in diesem Fall muss die jeweilige spezifische Modulprüfung ausgewählt werden, -> z.B. (ANT-Gr-4-2) S/L 2 Medizinanthropologie (mit Modulprüfung)


Im Modul ANTGr muss jeweils ein Kurs unbenotet und ein Kurs benotet belegt worden sein. Diese können zum selben Thema (z.B. Medizinethnologie) oder zu verschiedenen Themenbereichen gehören. Hierbei wird dann der 'unbenotete Kurs' dem ANTGr-Bereich des benoteten Kurses zugerechnet (z.B. Medizinethnologie).
Dasselbe gilt für das Modul ANTVer.
Wer will, muss auch keine Vertiefungskurse belegen, sondern kann statt ANTVer nochmal 2 Grundlagenkurse in ANTGr abschließen.

Ich hoffe, diese Informationen helfen bei Unklarheiten. Sollten Sie sich partout nicht anmelden können, wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt der Philosophischen Fakultät. 

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung zur Prüfung quasi rechtsverbindlich ist. Sie können innerhalb einer bestimmten Frist von der Anmeldung zurücktreten. Diese Frist erfahren Sie über Alma oder das Prüfungsamt. Wird die Prüfung nicht abgelegt (keine fristgerechte EInreichung der Prüfungsleistung), gilt der Kurs/Modulteil als nicht-bestanden, kann aber einmal wiederholt werden - genauere Informationen entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung.

Ganz freundliche Grüße von
Chantal Arold


(15.07.2021)

Statement Against Anti-Black Violence and the Persistence of Systemic Racism: Anthropology of Race and Ethnicity Network, European Association for Social Anthropologists

We, the conveners and members of the Anthropology of Race and Ethnicity Network, as part of the European Association for Social Anthropologists, note and condemn the persistence of racism and racist violence, not only in the US, but also in Europe and elsewhere.

We write in support of the Black Lives Matter protests that have emerged in response to pervasive, ongoing everyday anti-Black racism in the US, Europe and around the world.

We commend the dethroning and removal of statues commemorating figures associated with the slave trade, the US Confederacy, and colonial atrocity. Like others, we see such forms as monuments connected to systems of White supremacy and racist oppression with which our discipline has also been historically entangled. Along these lines, we call for further scrutiny, critical re-evaluation, and forthright action regarding the constancy and commemoration of colonial legacies in public space, including through street names, statues, and other symbols and figures also linked to our discipline.

Given the persistence of the current condition, we ask: What would it take to undo White supremacy? What kinds of institutions do we need to create? What do we need to change about our interactions and relationships? What can the deaths of George Floyd, Breonna Taylor, Oury Jalloh, William Tonou Mbobda, Edwin Ndupu, Rita Ojunge, Mitch Henriquez, Mike Ben Peter, and Adama Traore and so many others teach us? How has our discipline contributed to the conditions that have led to the loss of these people’s lives? How do we address that legacy today? In which ways are actions in our classrooms, curricular design and institutional management complicit with forms of White supremacy (e.g., through inaction, silence and dismissal)? What would it take to address the ways Whiteness gets reproduced in anthropology?

While anthropologists are often vocal against White supremacy and structural racism in their writings, they continue to reproduce Whiteness as a system of privilege in their own institutions. It is not good enough to identify with anti-racism only at an abstract level. Such identification works to manage one’s image of being pro-minority or pro-diversity while, in reality, Whiteness as a system and subject position of privilege continues to be maintained and reproduced. Anthropology has undergone waves of deep self-critique, yet it is clear that much more still needs to be done. Hiring is just one arena in which the discipline is sorely lacking. The persistently White, male-dominated composition of anthropology departments in Europe, North America and beyond is testament to the distinction between critical claims and everyday realities. How many Black faculty members are there in European and North American institutions? In which ways do structural racism and anti-Blackness persist not only in employment numbers and pay scales, but also in everyday interactions? Why do hiring committees and admissions practices continue to ignore the importance of having Black academics for the success and attainment of Black and other racialized students?

What would it mean to reformulate anthropology against White supremacy? What concrete measures must we undertake? How can anthropology claim the ability to develop rich, fine grained, nuanced and open understanding of others when it is still so deeply entrenched in colonial systems of knowledge production?

Beyond offering a platform for academic exchange, the ARE network is dedicated to institutional and systemic change. We stand with our colleagues and students in Europe, North America and beyond fighting to overcome racism in the academy, and calling on universities to rise to the challenge of instituting concrete, real change now.

In the end, we want to see the accelerated diversification of anthropology departments, BIPOC colleagues on hiring committees, and more transparent and more ethical hiring processes. We also call for hiring policies that explicitly seek out Black, Indigenous, and People of Color candidates. We note the importance of hiring Black women, including LGBTQ+ women, in particular. We also think it critical that BIPOC candidates be hired into permanent (e.g., tenure and tenure-track positions) at a pay scale that is equal to their White male colleagues and further that they be regularly considered for leadership positions within our institutions. In addition, we call for the establishment and funding of mentorship and development programs aimed at cultivating a new generation of BIPOC scholars, and the institution of ethics boards to regulate anthropological work with Indigenous and Black people.

Signed
ARE Network

Vortragsreihe Kultur als Beruf SoSe 2021

Online Vernissage: Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers

13:00 CEST, 11th June 2021 (RSVP)

We are very excited about the launch of ‘The Social Life of the Naryn-Syr Darya River’, a virtual exhibition in six languages. We cordially invite you to our vernissage on Zoom, 13:00 CEST, 11th June 2021
Meeting language: Russian with simultaneous interpretation in English

This virtual exhibition draws attention to the key role of these rivers as sources of drinking water, hydropower, and irrigation water in Central Asia. A playful exploration of the ‘social life’ of these rivers aims to inform and stimulate public debate about the state of these vital water-ways. We tell three key river stories: how humans experience the Naryn and Syr Darya, how non-human beings interact with these rivers, and what kind of alternative river lives we can imagine. From glacier sources to the river delta, these stories connect five research locations in four countries. Funded by the Volkswagen Foundation and Open Society Foundation, this exhibition is rooted in five years of ethnographic research by a German-Kyrgyz-Uzbek team.

The opening event is conceived as a guided tour of the exhibition with river researchers, artists, musicians, and riverbank residents. The meeting will first receive a blessing from riparian community leaders, which is a tradition shared by all communities living along the Naryn and Syr Darya. Local scholars such as Dr. Adham Ashirov and artists such as Cholpon Alamanova who contributed to the exhibition will also share their experiences.
Please join us in celebrating the diversity of fishing, farming, and urban communities along three thousand kilometres. Let us find new ways to reach out to each other and envision more equitable and imaginative solutions to key issues of water supply and quality in Central Asia. We look forward to exploring real and possible river lives with you online! Feel free to distribute this invitation among your networks.
Please RSVP to aisamakovspam prevention@gmail.com.

Exhibition curatorial team
Gulzat Baialieva
Aibek Samakov
Jeanne Féaux de la Croix

"The Voice of Kula" making of und Gespräch mit den Filmemacherinnnen/Anthropologinnen 05.05.2021

Air Pollution and Health in China: Science, Policy and Public Perceptions

April 8th, 2021; 3:15-4:15 pm, German time (GMT+1)

Public Talk by Bryan Tilt, Prof. of Anthropology, Oregon State University, USA, and Xiaoyue Li, Postdoc Research Fellow, Autonomous University of Barcelona

https://zoom.us/j/91746295853?pwd=aVZrMitETHNJMEhuN3VzczN4YTFUZz09

This presentation examines China’s air pollution crisis, which has profound effects on the environment and human health. Using recent empirical results, we investigate how people perceive and cope with air pollution on a daily basis, including threats to health and wellbeing. Over the past few years, major policy initiatives for pollution abatement have been put in place, and air-quality monitoring data in many regions has actually begun to show marked and sustained improvement. We outline the various measures – including scientific and technological innovation in key sectors such as energy, top-down policy initiatives, and citizen engagement – that are integral to the emissions reductions now being achieved. Finally, we consider the implications of these trends for the control of air pollution in China today and into the future.
We look forward to discussing these crucial issues with you. Please get in touch with any queries:    Xeniya.Prilutskayaspam prevention@philosophie.uni-tuebingen.de

 

Ehrenamtliches Engagement bei ArbeiterKind Tübingen

ArbeiterKind ist eine bundesweite Initiative für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren. Sie motivieren und unterstützen Studierende der Ersten Generation, z.B. bei Fragen zu Bafög, Stipendien und Studienorganisation, und engagieren sich für mehr Bildungsgerechtigkeit.Nähere Information finden sich auf der ArbeiterKind Website: https://www.arbeiterkind.de/

 

Die ArbeiterKind Tübingen-Gruppe trifft sich immer am 2. Montag im Monat um 19:30 Uhr im Saints & Scholars Tübingen, Wilhelmstr. 44, 72074 Tübingen: Link zur Gruppe

arbeiterkind.de/mitmachen/lokale-gruppen/tuebingen

Zudem bietet ArbeiterKind Tübingen eine offene Sprechstunde an: tuebingenspam prevention@arbeiterkind.de

Mailverteiler der Fachschaft für Ethnologie

Mit dem neuen Verteiler bietet die Fachschaft der Ethnologie eine Möglichkeiten über wichtige studentische Angelegenheiten an unserem Institut auf dem Laufenden zu bleiben. Vor allem in der derzeitigen Situation ist das der beste Weg den Kontakt mit der Fachschaft und den KommilitonInnen nicht abreißen zu lassen und hilfreiche Tipps zum Studium zu erhalten. Hier können SIe sich anmelden und jederzeit wieder abmelden:

Anmeldung

Informationen und Vorstellung der Lehrkräfte

Für unsere neuen StudentInnen haben wir eine frei zugängliche Seite über Ilias eingerichtet, auf der Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen und eine kurze Vorstellung der Lehrkräfte sowie ihrer Themenbereiche finden können. Auch wenn diese Informationen sich eher an Studierende im ersten Semester richtet, ist die Seite für alle freigeschalten und bietet eine gute Übersicht über unser Fach und Lehrpersonal. Bei Fragen oder Problemen mit der Seite können Sie sich jederzeit per Mail an uns wenden.

Die Seite finden Sie hier.

Erweiterte Möglichkeiten zum Studium im europäischen Ausland über ERASMUS+

Die Universität Tübingen ist seit April 2019 Teil des neuen Erasmus+-Programmes “CIVIS“, eine Kollaboration von acht europäischen Universitäten die zum Ziel hat, den Austausch sowie die Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Personal zu erweitern. Studierende der Universität Tübingen können sich im Rahmen dieses Programms auf Plätze zum Auslandsstudium an folgenden Universitäten bewerben:

  • Aix-Marseille Université (Frankreich)
  • Stockholm University (Schweden)
  • Universidad Autónoma de Madrid (Spanien)
  • University of Bucharest (Rumänien)
  • Université libre de Bruxelles (Belgien)
  • Sapienza Università di Roma (Italien)
  • National and Kapodistrian University of Athens – NKUA (Griechenland)

Die CIVIS-Deadlines zur Bewerbung für kommendes Jahr sind bereits im Oktober, wenden Sie sich bei Interesse deshalb umgehend an uns: erasmusspam prevention@ethnologie.uni- tübingen.de.
Die übliche ERASMUS+-Deadline für ein Auslandsstudium an den Partneruniversitäten der Abteilung Ethnologie – Luzern, Bern, Tallin, Panteion Universität Athen und Zürich – ist weiterhin der 30. März für das Winter- als auch für das darauffolgende Sommersemester. 

Neue Version der Ethischen Leitlinien

Seit dem 15.06.2020 gelten für alle Studierenden und Mitarbeitenden unserer Abteilung für Ethnologie neue Ethische Leitlinien. Sie gelten für alle, die im Rahmen ihrer Tätigkeit oder ihres Studiums eine ethnologische Forschung durchführen.

Die Leitlinien finden Sie hier.

The Mummy as Ethnographer: Zwei filmische Überlegungen über ethnologisches Sammeln

Mit Andrea Bellu, Matei Bellu und Regina Sarreiter

Im Gespräch mit: Antony Pattathu

 

Donnerstag, 23. Januar 2020, 18 -20 Uhr c.t.

Museum der Ethnologie, Schloss Hohentübingen, Fünfeckturm, Burgsteige 11, 72070 Tübingen

 

‘Rise for you will not perish (on mummymania)' von Artefakte//anti-humboldt (2013, 45 Min) betrachtet die Figur der Mumie als einen filmischen "Chronotopos", der sich mit der Liminalität des Begriffs "Artefakt" auseinandersetzt. Als kolonial/ägyptisch angeeigneter Leichnam - durch gewaltsame Graböffnung und illegitime Dekontextualisierung - eröffnet die Mumie ein Anziehungs- und Konfliktfeld zwischen Subjekt (menschlich) und Objekt (nicht-menschlich), Tod und Leben, Natur und Kultur, Realem und Repräsentation. Im Museum oder auf dem Weg dorthin wird die Mumie disparat und gefährlich destruktiv: sie verkörpert den unsterblichen Widerstand gegen die Idee der Versachlichung, Verdinglichung.

Paying a Visit to the Queen–Tracing Dispersion, Looking for Disappearance von Andrea Bellu und Matei Bellu (2016, 10 Min)
Im Jahre 1897, während eines kolonialen Konflikts mit dem Königreich Benin (im heutigen Nigeria), brannten britische Soldaten den Königspalast nieder und plünderten mehr als 2.500 Bronze- und Elfenbeingegenstände. Nur vier Jahre nach der Plünderung des Benin-Palastes waren die meisten der mitgenommenen Artefakte in Europa in Museumssammlungen eingegangen. Fast die Hälfte davon wurde von Museen in Deutschland angekauft.Das Video begleitet die nigerianische Kunsthistorikerin und Künstlerin Peju Layiwola und die namibische Historikerin und Künstlerin Memory Biwa bei einem Besuch der Sammlung von Benin-Bronzen des Ethnologischen Museums in Berlin. Es ist ihr zweiter Besuch am selben Tag, unmittelbar nach einem Rundgang mit den beiden Kuratoren der Afrika-Sammlung des Museums.

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