Institut für Erziehungswissenschaft

Sozialpädagogiktag 2026

Sozialpädagogiktag am Fr, 03.07.2026 im Saal der Alten Aula

“Doing Transitions – Übergänge anders denken! Übergänge anders gestalten?”

Übergänge haben in der sozialpädagogischen Praxis in vielen unterschiedlichen Feldern sowohl fachpolitisch (z.B. Care Leaving) als auch praktisch zunehmend mehr Aufmerksamkeit erhalten. Sowohl regelhafte Übergänge im Lebensverlauf (z.B. in die Kita, in die berufliche Ausbildung etc.) als auch herausfordernde institutionelle Übergänge (z.B. in und aus Formen der Hilfe und Betreuung) treten mit ihren Gestaltungsanforderungen und in ihrem Gefährdungspotential stärker in den Blick. An vielen Punkten wird deutlich, dass Übergänge in den Feldern Sozialer Arbeit nach wie vor multiple Krisen erzeugen können und Organisationen, Fachkräfte sowie Adressat*innen gleichermaßen an die ‚Grenzen der Hilfe‘ bringen können. Was macht die Gestaltung der Übergänge so herausfordernd? Wie lässt sich die inhärente Krisenhaftigkeit von ganz unterschiedlichen Übergängen besser verstehen? Und vor allem: Wie könnten wirkungsvollere Ansätze der Begleitung und Unterstützung von Übergängen aussehen?
Im Rahmen des über neun Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs ‚Doing Transitions‘, das gemeinsam an den Universitäten Frankfurt und Tübingen durchgeführt wurde, hat sich eine große Zahl von Forscher*innen mit dem Thema Übergänge beschäftigt. Im Rahmen zahlreicher thematisch und methodisch unterschiedlich ausgerichteter Forschungen  wurden Ansätze entwickelt, wie Übergänge anders gedacht und besser verstanden werden können. Viele dieser Arbeiten beziehen sich dezidiert auf Felder und Problemstellungen der Sozialen Arbeit: z.B. Übergänge von Frauen aus der Haft, Übergänge Jugendlicher in den Beruf, Übergänge älterer Menschen in Pflege. Im Rahmen des diesjährigen Sozialpädagogiktags werden einige dieser neu entwickelten Konzepte und empirische Ergebnisse zu Übergängen in unterschiedlichen Feldern und Lebensphasen vorgestellt und im Dialog mit Praktiker*innen diskutiert. Gleichzeitig soll es vor allem darum gehen, daraus Konsequenzen für die Begleitung und Gestaltung von Übergängen in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit zu ziehen.