Wie lernen Menschen innerhalb und außerhalb von Bildungsinstitutionen? Welche Bedeutung haben Bildung, Erziehung und soziale Hilfe für eine Gesellschaft und welchen Beitrag leisten sie für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe? Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gut aufzuwachsen? Wie lassen sich Lern- und Bildungsprozesse über die gesamte Lebensspanne erfolgreich gestalten? Welchen Beitrag leisten soziale Unterstützungsstrukturen, um Einzelne, bestimmte soziale Gruppen und die Gesellschaft insgesamt zu stärken? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit und Weiterbildung" am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen.
Das Studium verbindet erziehungswissenschaftliche Grundlagen mit konkreten professionellen Handlungskompetenzen. Nach einem einführenden Semester wählen die Studierenden einen von zwei gleichwertigen Profilbereichen.
Der Profilbereich Sozialpädagogik/Soziale Arbeit richtet sich an alle, die Menschen in herausfordernden Lebenslagen unterstützen und begleiten möchten – sei es in der Kinder- und Jugendhilfe, der Schulsozialarbeit oder der Drogen- und Bewährungshilfe. Das Profil vermittelt Handlungskompetenzen für personenbezogene Unterstützungsarbeit ebenso wie rechtliches und organisationsbezogenes Grundlagenwissen. Nach erfolgreichem Abschluss sind die Studierenden berechtigt, die Berufsbezeichnung "staatlich anerkannte Sozialarbeiterin/staatlich anerkannte Sozialpädagogin“ bzw. „staatlich anerkannter Sozialarbeiter/staatlich anerkannter Sozialpädagoge“ zu führen.
Der Profilbereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung ist für alle interessant, die Lernprozesse und Bildungsangebote für Erwachsene gestalten und planen wollen – in Volkshochschulen, betrieblichen Bildung und Personalentwicklung in Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen oder öffentlichen Institutionen. Das Profil qualifiziert für didaktische, organisatorische und managementbezogene Aufgaben im wachsenden Feld des lebenslangen Lernens und der Weiterbildung.
Beide Schwerpunkte qualifizieren für Berufsfelder, in denen gesellschaftliche Herausforderungen wie Diversität, Ungleichheit, Diskriminierung und Inklusion zu bearbeiten sind. Neben Theoriebildung und Forschung ist zudem ein umfangreiches Praktikum von 800 Stunden fester Bestandteil des Studiums. Studierende sammeln so frühzeitig praktische Erfahrungen in einem sie interessierenden Feld, begleitet und wissenschaftlich eingebettet.
Der Studiengang schließt nach sechs Semestern mit dem Bachelor of Arts ab und eröffnet den Weg zur Berufspraxis sowie zu mehreren darauf aufbauenden Masterstudiengängen.