Juristische Fakultät

Bejamin M. Telders International Law Moot Court Competition

Das Tübinger Team feiert Erfolg in diesjähriger Ausgabe des Telders Moot Court

Das Team der Universität Tübingen, bestehend aus Jessica Oheim, Nadine Kunert, Luisa Hadding und Emre Çetinkaya, setzte sich in den internationalen Finalrunden der 44. Auflage des Telders International Law Moot Court (2020/21) gegen eine starke Konkurrenz bestehend aus 32 Teams aus 20 europäischen Ländern durch und erzielte in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Platz. Neben der Bronzemedaille in der Gesamtwertung erhielt zudem sowohl der Schriftsatz des Respondent (Beklagter) als auch das Plädoyer des Applicant (Kläger) eine starke Drittplatzierung. Darüber hinaus erhielten alle Teilnehmer:innen des Tübinger Teams eine ehrenhafte Nennung unter den besten 20 Plädeuren des Wettbewerbs.

 

Die Fakultät gratuliert dem Tübinger Team, dem Coach-Gespann, bestehend aus  Michel Boven, Markus Hasl und Rasim Mustafi, sowie Herrn Prof. Dr. Jochen von Bernstorff, als Betreuer der völkerrechtlichen Moot Courts, herzlichst zu ihrem großartigen Erfolg in diesem Jahr!

Bewerbung für das Team Tübingen 2021/2022 - Bewirb dich jetzt!

Eine Bewerbung für den Telders ist ab jetzt bis einschließlich 13. Juli 2021 möglich.

HINWEIS: digitale "Informationsveranstaltung"

6. Juli 16. 30 Uhr über Zoom:

https://zoom.us/j/99770191997?pwd=OXI3TnlUMHFGMWxwWUlxL1pZWVBVZz09
 

Dafür bitte einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben, jeweils auf Englisch, sowie Kopien einschlägiger Leistungsnachweise (Scheine, Zeugnisse, Zertifikate etc.) per E-Mail für Telders an michel.bovenspam prevention@uni-tuebingen.de schicken. Die erforderlichen Informationen für das mündliche Auswahlverfahren erhalten die Bewerberinnen und Bewerber nach Einsendung Ihrer Unterlagen.

Allgemeine Informationen

Telders Geschichte

 

Beim "Telders" handelt es sich um den größten europaweiten Moot Court auf dem Gebiet des Völkerrechts. Der Wettbewerb feierte 2017 seine 40. Auflage. Es nehmen rund 40 Universitäten aus ganz Eurpoa bei den Finalrunden in Den Haag teil. Es ist die Europameisterschaft des Völkerrechts.

Gegenstand ist jeweils ein fiktiver Rechtsstreit zwischen zwei Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH). Verfahrenssprache ist Englisch. Der Fall, der jeweils im Oktober ausgegeben werden, orientiert sich an aktuellen völkerrechtlichen Fragen. Die deutsche Vorausscheidungen finden im Frühjahr statt.  Im Hinblick auf den Telders, findet die nationale Ausscheidungsrunde statt, wenn sich mehr als ein Team pro Nation für den Wettbewerb anmeldet. Der Gewinnner der Ausscheidungsrunde fährt zur Finalrunde nach Den Haag und misst sich dort mit den andere Gewinnern um den Sieg.

Richter sind bei den nationalen wie den internationalen Ausscheidungsrunden renommierte Professoren und Anwälte. So nahm in den letzten Jahren der IGH-Richter Bruno Simma bereits an den nationalen deutschen Ausscheidungsrunden teil.

 

Tradition in Tübingen

Das Team aus Tübingen geht in die zweite Runde beim Moot Court.

Die Team-Mitglieder werden, der Tradition entsprechend, von Mitarbeitern des Lehrstuhls „gecoacht“ und auch im Übrigen in jeder Hinsicht unterstützt. Durch Teilnahme am Wettbewerb kann ein Seminarschein, ein Fremdsprachenschein, ein Schlüsselqualifikationsschein erworben werden. Ferner wird das Semester als Freisemester auf den Freiversuch angerechnet.

 

Ablauf der Wettkämpfe

Ein Moot Court-Team besteht aus vier Teilnehmern, wobei jeweils nur zwei "Anwälte" pro Streitpartei plädieren dürfen. Ein Universitätsteam schreibt - anders als z.B. beim European Law Moot Court - Schriftsätze für beide Parteien des Streits.

Der zeitliche Aufwand für das Erstellen dieser sog. "Memorials" ist relativ hoch und sicher vergleichbar mit einer anspruchsvollen Seminararbeit. Am besten beginnt man bereits im Oktober. Die Abgabefrist für die Schriftsätze liegt in der Regel Mitte Januar.

Im Anschluss daran beginnt die Phase der Vorbereitung auf die mündlichen Plädoyers. Dabei müssen sich die Teilnehmer darauf vorbereiten, alles für ihre Argumentation Wesentliche in kurzer Zeit vorzutragen und darüber hinaus noch auf bohrende Fragen der "Richter" höflich, bestimmt und umfassend zu antworten - alles, wie gesagt, auf englisch. Hier kommt es auf ein sicheres Auftreten und eine überzeugende Präsentation seines Wissens an.

Der Wettbewerb selbst findet in zwei Stufen statt:

 

Hier finden nationale Ausscheidungen statt, wenn mehr als ein Team pro Nation sich für den Wettbewerb anmeldet. In Bezug auf den Ablauf gilt hier das zum Jessup Gesagte. Hier gilt aber insbesondere, der Gewinner kommt nach Den Haag.

Vorzüge von Moot Courts

Für Studenten bietet die Teilnahme an einem internationalen Moot Court eine Reihe von Vorzügen und einmaligen Chancen.

Die Teilnahme an einem Moot Court ist in dem doch recht theorielastigen Studium tatsächlich eine der wenigen Möglichkeiten, juristisches Wissen anzuwenden. In Hausarbeiten/Klausuren werden die Probleme immer nur nüchtern und abwägend dargestellt. Der Moot Court bietet die Möglichkeit, einmal einseitig für "seine" Partei einzutreten, man übt sich darin, Argumente logisch aufzubauen, die Argumente der anderen Teilnehmer auseinanderzunehmen, man reagiert höflich, aber bestimmt auf Fragen der Richter - kurzum: Die Vorbereitungsphase ist ein (kostenfreier) Intensivkurs in Rhetorik und Argumentationstechnik.

Die Wettbewerbe finden gänzlich in englischer Sprache statt. Man arbeitet daher englischsprachige Schriftsätze aus und hält auch seine Plädoyers in der fremden Sprache. Alles in allem belegt man somit einen fünfmonatigen Sprachkurs, der gerade im Hinblick auf Rechtsterminologie sehr gute Kenntnisse vermittelt.

Schriftsätze und Plädoyers werden von allen Teilnehmern eines Teams gemeinsam vorbereitet. Dabei ist es zwar selbstverständlich, dass die verschiedenen Teilnehmer unterschiedliche Sachgebiete bearbeiten; am Ende aber zählt einzig und allein die Gesamtleistung. Gleiches gilt für die mündlichen Plädoyers: Der schönste Preis für das "beste Plädoyer" ist praktisch wertlos, wenn das Team insgesamt nur mäßig abschneidet. TEAMARBEIT wird also bei Moot Courts sehr groß geschrieben. In dieser Hinsicht ist die Teilnahme nicht nur eine Bereicherung des Studiums, sondern auch eine Abwechslung im Vergleich zu dem Einzelkämpfer-Dasein, das man als Jura-Student sonst führt.

Alle weiteren Vorzüge seien nur noch kurz aufgezählt: Natürlich wirkt es gut, wenn man in Lebensläufen auf eine derart kreative Aktivität verweisen kann. Auch ist es sehr wohltuend, sich einmal über einen längeren Zeitraum einem juristischen Problem widmen zu können, ohne dass nach vier Wochen gleich Abgabe ist. Vor allem aber bietet die Teilnahme an einem Moot Court die Chance, dem regulären Trott des "normalen" Studiums für ein Semester zu entfliehen und etwas Neues kennenzulernen. Vielleicht lernt der eine oder die andere dabei ja sogar, dass die Jurisprudenz (zumindest während des Moot Courts) etwas sehr Lebendiges sein kann, und kehrt dann motiviert zum regulären Studium zurück.

Bewerbung

Allgemeine Informationen

Es sind hochaktuelle Rechtsfragen von grundlegender weltpolitischer Bedeutung, mit denen sich Studenten  im Rahmen des Benjamin M. Telders International Law Moot Court  jedes Jahr beschäftigen.

 

Eine Bewerbung lohnt sich also!

I. Der Telders

  • Der Telders die Europameisterschaft des Völkerrechts.
  • behandelt jedes Jahr hochaktuelle und weltpolitisch grundlegende Problemstellungen
  • ist ein fiktiver Gerichtsprozess vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH)

II. Die Voraussetzungen

  • gute Englischkenntnisse
  • Interesse am Völkerrecht und internationalen Beziehungen (Vorkenntnisse im Völkerrecht sind ideal, aber keine zwingende Voraussetzung; ebenso nicht erforderlich ist also ein bereits begonnenes Schwerpunktstudium!)
  • Freude an der Teamarbeit

III. Die Vorteile

  • die Anrechnung eines Freisemesters auf das Staatsexamen
  • der Erhalt eines Schlüsselqualifikations-, Seminar- und Fremdsprachenscheins
  • Anrechnung von 2 SWS auf das Schwerpunktbereichsstudium
  • Regelmäßiges Rhetorik- und Plädoyertraining
  • Vermittlung umfassender und vertiefter Kenntnisse im Völkerrecht und damit optimale Vorbereitung auf die Prüfungen im Schwerpunktbereich
  • Kontakt zu Großkanzleien sowie Professoren und Richtern etwa des IGH, EGMR, BVerfG
  • International hochangesehenes "Gütesiegel" im Lebenslauf

Sponsoren

Das Tübinger Team  wird unterstützt von:

In den vergangenen Jahren konnten wir uns über hilfreiche Unterstützung durch folgende Partner während des Moots freuen:

CMS Hasche Sigle PartmbB  
Haver & Mailänder PartmbB  
Shearman & Sterling LLP  
Gleiss Lutz PartmbB  
GÖRG PartmbB
Thümmel, Schütze und Partner Rechtsanwälte  

Breyer Rechtsanwälte PartmbB

 
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP  
Morgen Lewis Buckius LLP  
Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH  

Wir möchten uns herzlich für die Unterstützung bedanken!

Werden auch Sie Sponsor!

Kontakt über

Michel Boven, Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl Prof. Dr. von Bernstorff

Raum: 148.1

Telefon: 07071/29-72690

E-Mail:  michel.bovenspam prevention@uni-tuebingen.de

Wir lassen Ihnen gerne unsere Bankinformationen zukommen.