Tübingen Center for Digital Education

Vorwort

Liebe Leser:innen,

gespannt verfolgen wir die aktuellen Koalitionsverhandlungen und hoffen auf positive Impulse für die digitale Bildung. Im vergangenen Jahr haben wir am Tübingen Center for Digital Education (TüCeDE) aktiv daran mitgewirkt, diesen Wandel mitzugestalten.

Unser Ziel bei TüCeDE ist es, die vielfältigen Forschungskompetenzen im Bereich der digitalen Bildung am Standort Tübingen zu bündeln und sichtbar zu machen – sowie Transfer- und Professionalisierungsaktivitäten systematisch voranzutreiben. Dabei arbeiten wir interdisziplinär, international und vernetzt –im Dialog mit der Bildungspraxis.

Ein besonderes Highlight war der Launch unserer neuen duo-Plattform, auf der sich Lehrkräfte und Lehrkräftebildende über aktuelle wissenschaftliche Studien zur digitalen Bildung informieren können. Auch unsere Vernetzungsveranstaltungen – etwa der KI-Fachtag in Kooperation mit dem ZSL oder die Veranstaltung „Unterschiedliche Perspektiven – Gemeinsam zum Ziel“ waren ein voller Erfolg, um Forschung und Praxis miteinander ins Gespräch zu bringen.

In diesem Jahr haben wir uns bewusst für einen digitalen Jahresbericht im Newsletter-Format entschieden – nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen, sondern auch, um unseren eigenen Anspruch an digitale Transformation sichtbar zu machen. Wir laden Sie ein, das vergangene Jahr mit uns Revue passieren zu lassen und Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche, Projekte und Personen zu gewinnen, die dies alles ermöglichen.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Ihr Redaktionsteam


Unser Team - Ingoing/ Outgoing

Ehemalige Teammitglieder

Salome Wagner

Bis Mai 2024 habe ich als Postdoc am TüCeDE die Abteilung Transfer und Professionalisierung mit Schwerpunkt auf den Bereich Transfer koordiniert. Seit Juni 2024 arbeite ich am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation am Standort Frankfurt am Main im Informationszentrum Bildung an der Schnittstelle von Bildungsforschung, Wissenschaftsmanagement und Forschungsdateninfrastruktur. Im Rahmen meiner neuen Stelle koordiniere ich unter anderem den Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB). In Kooperation von DIPF, GESIS | Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) bieten wir hier viele Services, Workshops und Beratung für Wissenschaftler*innen aus der Bildungsforschung rund um das Thema Forschungsdatenmanagement an – von der Planung eines Projekts, über forschungsethische Fragen und informierte Einwilligung bis hin zur Datenarchivierung und Sekundärnutzung von Daten. Ich begleite darüber hinaus Projektverbünde hinsichtlich ihres Forschungsdatenmanagements, koordiniere den DIPF-internen Austausch zur Förderung des Datenteilens und der Nachnutzung von Daten und betreibe eigene (Meta-)Forschung zu Themen wie Open Science, FAIR Data, Datennutzung und -bereitstellung und zur Evaluation der Angebote des VerbundFDB. Ich freue mich jederzeit über Anfragen oder potentielle Kooperationsmöglichkeiten aus dem Kontext des TüCeDE. 

Website Salome Wagner


Wir sind die Neuen!

Mein Name: Sören Drabesch
Meine Position: KI-Makerspace und Bundeswettbewerb KI
Bei TüCeDE seit: Juni 2024
Mein beruflicher Hintergrund: PhD in Umweltwissenschaften
Meine vorherige Anstellung: Forscher im Bereich Umweltwissenschaften
Ein typischer Arbeitstag in 3 Worten: Koordinieren, Kommunizieren, Evaluieren
Smalltalk Thema: Neue Restaurants oder Cafés in der Stadt
Ich kann nicht arbeiten ohne: ein digital organisiertes Post-it-Chaos und eine große Tasse Tee

Mein Name: Thérése Eder
Meine Position: Leitung des Arbeitsbereichs Transfer und Professionalisierung
Bei TüCeDE seit: September 2024
Mein beruflicher Hintergrund: Psychologie 
Meine vorherige Anstellung: Doktorandin und Post-Doc am Leibniz-Institut für Wissensmedien
Ein typischer Arbeitstag in 3 Worten: trial and error
Smalltalk Thema: Wetter ;) und wenn es doch etwas tiefer gehen soll: Kinder, Musik, Garten, Feminismus
Ich kann nicht arbeiten ohne: meine Kolleg*innen

Mein Name: Eric Eichkorn
Meine Position: Broker im Kompetenzzentrum MINT des Kompetenzverbundes lernen:digital 
Bei TüCeDE seit: August 2024 
Mein beruflicher Hintergrund: Gymnasiallehrer 
Meine vorherige Anstellung: Referendar 
Ein typischer Arbeitstag in 3 Worten: lesen, schreiben, sprechen
Smalltalk Thema: Da bin ich flexibel
Ich kann nicht arbeiten ohne: Laptop und den einen oder anderen Kaffee

Mein Name: Pauline Frick
Meine Position: Wissenschaftliche Mitarbeiterin “Innovative Bildungstechnologien – Schwerpunkt Forschung"
Bei TüCeDE seit: Januar 2025
Mein beruflicher Hintergrund: Psychologin (M.Sc.)
Meine vorherige Anstellung: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)
Smalltalk Thema: Alles über Sport, hauptsächlich „Rand-Sportarten“, Gesellschaftsspiele
Ich kann nicht arbeiten ohne: Nette Kolleg*innen und Tee

Mein Name: Luisa Luiz
Meine Position: Geschäftsführung TüCeDE
Bei TüCeDE seit: November 2024
Mein beruflicher Hintergrund: Diplompädagogin, Bankkauffrau
Meine vorherige Anstellung: Geschäftsstelle der TüSE
Ein typischer Arbeitstag in 3 Worten: schreiben, sprechen, lachen
Smalltalk Thema: Sport und Trainingspläne
Ich kann nicht arbeiten ohne: “Lunch at 12” im PhD Büro

Mein Name: Detmar Meurers
Meine Position: TüCeDe Co-Director
Bei TüCeDE seit: den Anfängen von TüCeDE
Mein beruflicher Hintergrund: Ich habe Linguistik, Psychologie und Informatik studiert und habe seitdem Spaß daran, diese drei Fächer zu kombinieren
Meine vorherige Anstellung: Nach acht Jahren (von 2001 bis 2008) als Assistant und Associate Professor an der Ohio State University kam ich 2008 nach Tübingen
Ein typischer Arbeitstag in 3 Worten: Meeting, E-Mail, Meeting
Smalltalk Thema: Schwimmen, Radfahren, Bildung
Ich kann nicht arbeiten ohne: Laptop


Updates von Projekten aus dem letzten Jahr

MINT-ProNeD - Gut aufgestellt für die letzte Projektphase

Das zweite Projektjahr des Verbundprojekts MINT-ProNeD nähert sich dem Ende – wir blicken zurück auf viele erreichte Meilensteine und Highlights in Zusammenarbeit mit unseren Verbund- und Kooperationspartner:innen!   

Rundherum vernetzt: In MINT-ProNeD arbeiten neun lehrerbildende Hochschulen aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz, drei Forschungsinstitute und die jeweiligen Landesinstitute für Lehrkräftebildung an innovativen Professionalisierungsangeboten für die Gestaltung eines adaptiven digital-gestützten MINT-Unterrichts in standort- und fächerübergreifenden Netzwerken. Die Angebote umfassen neben klassischen Fortbildungsangeboten auch Multiplikator:innenschulungen sowie die ko-konstruktive Entwicklung von Unterrichtskonzepten und Technologieanwendungen in Professionellen Lehrgemeinschaften. Das Verbundprojekt ist Teil des Kompetenzzentrums MINT im bundesweit agierenden Kompetenzverbund lernen:digital. Eine enge Zusammenarbeit erfolgt auch mit dem Schwesterprojekt KuMuS-ProNeD. 

Bedarfsgerecht entwickelt: MINT-ProNeD vernetzt Schulen und Lehrkräfte mit Wissenschaftler:innen, um gemeinsam neue Wege in der Entwicklung adaptiver, digital-gestützter Unterrichtskonzepte zu gehen. In ko-konstruktiven Professionellen Lerngemeinschaften (PLG) entstehen innovative, adaptive Unterrichtskonzepte mit digitalen Medien, wie beispielsweise der Prototyp einer adaptiven VR-Anwendung zur Veranschaulichung von Molekül Geometrien für den Chemieunterricht – eine Zusammenarbeit von Lehrkräften des Berufsschulzentrums Hechingen, des Netzwerks Future Innovation Hub und der Chemiedidaktik am Standort Tübingen. Alle pilotierten Angebote werden gebündelt auf der Projektwebseite www.mint-proned.de, die darüber hinaus Einblicke in die Aktivitäten unserer MINT-ProNeD-Community gibt. Die Angebote an den Projektstandorten werden in enger Zusammenarbeit mit den Landesinstituten für Lehrkräftebildung entwickelt und durchgeführt.  

Vor Ort und mittendrin: Die Projektstandorte nutzen regelmäßig (über)regionale Fachtagungen und Veranstaltungen, um ihre Angebote zu präsentieren sowie mit Lehrkräften und Akteur:innen der Lehrkräftebildung ins Gespräch zu kommen, wie bspw. den KI-Fachtag in Tübingen, den Heidelberger Informatiklehrkräftetag (HILT) oder den Tag der Lehrkräftebildung an der Universität Konstanz. Im Frühjahr 2024 organisierte der Verbund ein Sonderprogramm mit Beiträgen und einem Markt der Möglichkeiten auf der iMedia des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz in Ingelheim. An insgesamt 14 Ständen der Projektstandorte konnten die Teilnehmer:innen der iMedia verschiedene adaptive Einsatzszenarien und technologische Anwendungen für den MINT-Unterricht kennenlernen und erproben. Auf der bundesweiten Fachtagung des Kompetenzverbunds lernen:digital war das Verbundprojekt mit Symposien,  Vorträgen und interaktiven Ständen beteiligt. Für das Jahr 2025 freuen wir uns auf den Auftritt unseres Verbundes auf der Didacta in Stuttgart! 

Ein besonderes Highlight ist die aktuell laufende Entwicklung eines standortübergreifenden, onlinebasierten „Learning Nugget zum adaptiven digital gestützten MINT-Unterricht“. Das Lernmodul, das in Zusammenarbeit mit den Netzwerksprecher:innen des Netzwerks Fortbildung sowie den Fachdidaktiken des Teilprojekts Tübingen und dem DIE entsteht, wird interaktive Übungen und Erklärvideos auf unterschiedlichen Niveaustufen bieten. Es wird als OER bereit gestellt und kann als Vorbereitung für alle MINT-ProNeD Fortbildungsangebote verwendet werden.  

MINT-ProNeD am Standort Tübingen: Das Teilprojekt der Universität Tübingen ist im TüCeDE-Arbeitsbereich „Transfer und Professionalisierung“ sowie in den Fachdidaktiken Chemie, Physik und Mathematik, am KI-Makerspace sowie am HIB verankert. Von den drei Fachdidaktiken wurde ein überfachliches Basis-Lernmodul für adaptiven, digital gestützten Unterricht im Juni erfolgreich pilotiert und im Herbst 2024 erneut in Kooperation mit der ZSL-Regionalstelle Tübingen durchgeführt. Weitere fachspezifische Fortbildungen werden ab dem Frühjahr 2025 angeboten. Parallel dazu nahmen Professionelle Lerngemeinschaften (PLGs) in den Fächern Mathematik, Chemie und Physik ihre Arbeit auf. Darüber hinaus entstand am KI-Makerspace eine Multiplikator:innenschulung zum Thema „Lehren und Lernen mit und über KI“, die zu Beginn des Jahres 2025 erstmals durchgeführt wurde und für verschiedene Zielgruppen adaptiert werden kann. Das Teilprojekt des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) feierte am 30. September 2024 einen weiteren Meilenstein: den Start des Online-Portals „Schule-mal-digital. Die Plattform bietet Lehrkräften fundierte Informationen zur Gestaltung digital-gestützter Bildungsangebote und soll eine zentrale Anlaufstelle für die digitale Transformation in der Schule sein. 

Ein Blick nach vorn – Nachhaltige Ressourcen für die Zukunft: Mit viel Schwung starten wir in die finale Projektphase von MINT-ProNeD. Der Fokus im Jahr 2025 liegt auf der nachhaltigen Sicherung der entwickelten Professionalisierungsangebote. Diese werden in Open Educational Resources (OER) überführt, sodass sie auch nach Projektende Lehrkräften, Multiplikator:innen und Landesinstituten dauerhaft zur Verfügung stehen.  Die OER-Angebote werden über das ZOERR in der MINT-ProNeD Sammlung sowie über die Plattformen ComPleTT und Mundo bereitgestellt. Damit schaffen wir eine langfristige Basis, um die digitale Transformation des MINT-Unterrichts nachhaltig zu unterstützen.   


duo Homepage

Im Dezember ging unser neues Online-Portal duo (digital und offen) an den Start. Auf dem Portal stellen wir wissenschaftlich geprüfte und praxiserprobte Materialien für die Bildungsgemeinschaft und Lehrkräftebildung zur Verfügung. Die Informationen und Materialien sind für Lehrpersonen und Lehrpersonenbildende frei zugänglich und sollen dazu beitragen einen effektiven Unterricht mit und über digitale Medien zu erklären, zu ermöglichen und zu exemplifizieren. Unter den Materialien lassen sich digital-gestützte Unterrichtskonzepte aus verschiedenen Fächern, Erklärvideos, Fortbildungsangebote zu digitalisierungsbezogenen Themen und Kompaktberichte aktueller zum Lehren mit und über digitale Technologien finden. In den Kompaktberichten sind die Forschungsergebnisse aus z.B. einer Metaanalyse verständlich und übersichtlich aufbereitet.

Zudem stellen wir weiterführende Informationen über die Umsetzung für den Unterricht und die Qualität der jeweiligen Forschungsergebnisse bereit, sodass die Informationen im Schulalltag sachkundig angewandt werden können.  

Damit die passenden Materialien schnell und einfach gefunden werden können, bietet duo mehrere Filteroption an wie Materialtyp, Fach oder Bildungssystem.  

Duo wurde von dem Arbeitsbereich Transfer und Professionalisierung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Software Development innerhalb des Projekts lernen:digital entwickelt und ist hier abrufbar: https://duo.tuecede.de/. In nächster Zeit werden laufend weitere Materialien darauf zu Verfügung gestellt.


PhD Projekte als Interview

Interview zum Arbeitsbereich Innovative Educational Technologies

External content

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Interview mit Co-Direktor Detmar Meurers

Listen
Text folgt bald

Projekte unserer Mitglieder

Christoph Bareiter

Meine Forschung und Lehre fokussiert auf die ethnografische Analyse digitaler Alltagskulturen und verbindet dabei die Perspektiven der Empirischen Kulturwissenschaft (EKW) mit denen der Digitalen Anthropologie. Ziel meiner Arbeit ist es, die Transformationen alltäglicher Praktiken und Erfahrungen in einem von Digitalität geprägten Alltag (bspw. bedingt durch Social Media, digitale Bildtechnologien, Computerspiele, maschinelles Lernen) ethnografisch zu beleuchten und dadurch Beiträge zu drängenden gesellschaftspolitischen Debatten zu leisten.  

Ein aktuelles Forschungsprojekt ist das Projekt „Hybrid Epistemic Practices“, das die transformativen Potenziale generativer KI innerhalb der qualitativen Sozial- und Geisteswissenschaften an der Universität Tübingen untersucht. Aus ethnografischer Perspektive wird gefragt, wie Studierende und akademische Mitarbeiter*innen zu Early Adopters generativer KI werden, wie sie diese Technologie in hybride epistemische Praktiken integrieren und wie sich dadurch das akademische Zusammenleben verändert. Ziel ist es, eine Grundlage für Debatten rund um kritische KI-Kompetenzen zu schaffen und Studierenden, Forschenden und akademischen Interessengruppen dabei zu helfen, differenziertere Entscheidungen im Kontext generativer KI zu treffen. 


Jessica Heesen

Prof. Dr. Jessica Heesen ist Vorstandsmitglied des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften und Leiterin des dortigen Forschungsschwerpunkts Medienethik, Technikphilosophie & KI. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf den kulturellen und ethischen Implikationen der Digitalisierung und insbesondere der Nutzung von KI-Systemen. Sie forscht u.a. zu der Frage, welche Auswirkungen digitale Techniken auf das Leben von Kindern und Jugendlichen haben. Dazu gehört die Frage nach den rechtlichen und ethischen Ansprüchen von Kindern in Bezug auf Privatheit, Sicherheit und die soziale und kulturelle Teilhabe an digitaler Kommunikation. Sie ist zudem Mitglied der wissenschaftlichen Begleitgruppe der BMBF-Plattform Privatheit sowie Co-Leiterin der AG „Recht und Ethik" der BMBF-Plattform Lernende Systeme. 

Zwei ihrer aktuellen Forschungsprojekte rücken insbesondere die Perspektive von Kindern in den Vordergrund. Das eine – das Projekt DiversPrivat (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF) – erforscht, wie Kinder und andere vulnerable Gruppen zu ihrem Privatheitsschutz befähigt werden können.  

Das andere Projekt, „Sicherheit für Kinder in der digitalen Welt“ (SIKID), gefördert im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms des BMBF, hat zum Abschluss Ende 2024 eine Reihe von Projektergebnissen vorgelegt. Dazu gehört ein ethischer Leitfaden zur Forschung mit Kindern, kinderrechtliche Analysen zu neuen Regulierungsvorgaben und ein Kompass zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern online. Die Ergebnisse können hier abgerufen werden: https://uni-tuebingen.de/de/217161 


Jasmin Moser

Jasmin Moser hat an der Universität Tübingen zunächst einen B. Sc. in Nano-Science absolviert und anschließend die Fächer Physik und Chemie für das Gymnasiallehramt studiert. Nach dem Referendariat stieg Jasmin Moser in das Projekt MINT-ProNeD ein und widmet sich dort seither in der Physikdidaktik Fragen zum Einsatz digitaler Medien in der Schule. 

Ihre Tätigkeit im Projekt umfasst die Gestaltung und Durchführung von Lehrkräftefortbildungen zu adaptivem MINT-Unterricht. In Zusammenarbeit mit den Fachdidaktiken der Chemie und Mathematik hat Jasmin Moser eine Onlinefortbildung entwickelt, mit der sich MINT-Lehrkräfte die Grundlagen adaptiven Unterrichtens aneignen können und Strategien kennenlernen, die neu erlernten Methoden mit und ohne digitale Hilfsmittel im Unterricht einzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die gemeinsame Unterrichtsentwicklung in Zusammenarbeit mit Lehrkräften aus der Praxis. Hierbei steht die Entwicklung und Erprobung digitaler Unterrichtsmaterialien für den Physikunterricht im Zentrum, die automatische Hilfestellungen und Feedback für die Lernenden enthalten. 


Highlights 2024

2. KI-Fachtag am 21. Juni 2024 – Ein Blick in die Zukunft des Lehrens und Lernens mit Künstlicher Intelligenz

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2023 fand der 2. KI-Fachtag im Sommer 2024 wieder als gemeinsame Veranstaltung des TüCeDE mit der ZSL Regionalstelle Tübingen, dem IWM, dem KI Makerspace und dem Regierungspräsidium Tübingen statt und setzte einen Schwerpunkt auf die Frage, wie Schülerinnen und Schüler KI nicht nur verstehen, sondern auch aktiv in ihrem Lernprozess einsetzen können. Nur wenn Lehrkräfte und Lernende ein tiefes Verständnis für KI entwickeln, können diese Technologien sinnvoll und gezielt im Unterricht eingesetzt werden. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Möglichkeiten und Herausforderungen gerichtet, die KI für die Unterrichtsgestaltung mit sich bringt. Vor den Impulsvorträgen und Projektvorstellungen zu Anwendungen in Schulkontext gab es einen wichtigen Input zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Datenschutz. 

Vernetzung und Austausch

Der KI-Fachtag richtete sich vor allem an Fachberater/innen in der Unterrichtsentwicklung und Lehrerfortbildung sowie an Seminarlehrkräfte aus Tübingen und Umgebung. Die Veranstaltung bot nicht nur wertvolle Einblicke in wissenschaftliche Ansätze zur Integration von KI in den Unterricht, sondern auch eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. 
Ein besonderer Programmpunkt war der „Markt der Möglichkeiten“, bei dem innovative Projekte zum Thema „Lehren und Lernen mit und über KI“ vorgestellt wurden und sich mit der praktischen Anwendung von KI im schulischen Kontext befassten. Unter anderem stellte das Verbundprojekt MINT-ProNeD seine Angebote und Fortbildungen am Standort Tübingen vor und zeigte (angehenden) Lehrkräften praxisnah, wie anhand innovativer Technologien die Gestaltung eines adaptiven und prozessorientierten MINT-Unterrichts gefördert werden kann.  
Der Austausch bot Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und mehr über die didaktischen Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien zu erfahren. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe wird 2025 mit einem 3. KI Fachtag fortgesetzt. 


DiA:Net Tagung: Unterschiedliche Perspektiven – Gemeinsam zum Ziel!

Die gemeinsame Tagung des DiA:Net-Projekts und des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) am 12. Juli 2024 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Theorie und Praxis für ein zukunftsfähiges Bildungssystem ist. Für das Projekt markierte sie einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, eine innovative und gerechte Schullandschaft zu gestalten – getragen von Zusammenarbeit und gegenseitigem Verständnis. Expert:innen aus Bildungswissenschaft und Bildungspraxis kamen zusammen, um neue Wege für eine zeitgemäße Schule zu diskutieren. Unter dem Motto „Unterschiedliche Perspektiven – gemeinsam zum Ziel!“ standen innovative Ansätze für aktuelle Herausforderungen im Schulbereich im Mittelpunkt. 

Brücke zwischen Theorie und Praxis

Die Bildungswissenschaft und die Bildungspraxis verfolgen ähnliche übergeordnete Ziele: Beispielsweise wollen sie Schüler:innen optimal fördern, den Umgang mit Heterogenität stärken und digitale Medien zielführend im Unterricht einsetzen. Doch trotz dieser Gemeinsamkeiten agieren beide Seiten häufig aus unterschiedlichen Perspektiven. 

Die Tagung bot daher eine Plattform für den Austausch: Wissenschaftler:innen, Lehrkräfte und Vertreter:innen der Bildungspolitik diskutierten intensiv über Möglichkeiten, Theorie und Praxis enger miteinander zu verknüpfen. Neben inspirierenden Vorträgen ermöglichten praxisnahe Workshops den Teilnehmer:innen Einblicke in Good-Practice-Beispiele und boten konkrete Handlungsideen für die Weiterentwicklung des fachspezifischen Unterrichts. 

DiA:Net – Ein gemeinsames Projekt von TüCeDE und der Tübingen School of Education (TüSE)

Das Projekt DiA:Net – Digitale Medien im adaptiven Unterricht baut auf dem vorherigen Projekt DiA:GO - Digitale Medien im adaptiven Unterricht der gymnasialen Oberstufe der Gemeinschaftsschule auf und zielt darauf ab, Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Medien fortzubilden und adaptive mediendidaktische Konzepte zu etablieren. Das Projekt wird gefördert durch die Vector Stiftung und die Robert Bosch Stiftung. Durch die Initiierung eines Netzwerks sollen schulübergreifende Lerngemeinschaften etabliert werden, die innovative Unterrichtsentwicklungsprozesse fördern. 

Das Hauptaugenmerk liegt auf adaptiven Unterrichtsprozessen, um der Heterogenität auf Schülerebene produktiv zu begegnen und die Unterrichtsqualität zu verbessern. Das Projekt entwickelt adaptive Unterrichtseinheiten in Zusammenarbeit mit Lehrkräften, die wissenschaftlich begleitet und als OER frei zugänglich gemacht werden. 

In der aktuellen Phase arbeitet das Projekt mit weiteren Gemeinschaftsschulen und Realschulen aus der Region zusammen. Eine umfangreiche Fortbildungsreihe für alle Lehrkräfte in Baden-Württemberg soll die Erfahrungen und Erkenntnisse des Projekts zudem nachhaltig in die Breite tragen. Mehr Informationen zu der Fortbildungsreihe mit dem Titel Umgang mit Heterogenität durch adaptiven Unterricht mit digitalen Medien finden Sie unter https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/termine/QPELK – auch nachträgliche Anmeldungen sind herzlich willkommen! 


Rückblick auf die SIG 6 & 7 Tagung der EARLI in Tübingen

Vom 21. bis 23. August 2024 fand in Tübingen die gemeinsame Tagung der Special Interest Groups (SIG) 6 und 7 der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) statt. Unter dem Titel Instructional Design and Technology-Enhanced Learning: Current States and Future Perspectives versammelten sich mehr als 200 Fachleute aus der internationalen Lehr- und Lernforschung, um aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven im Bereich des Instructional Designs und technologiegestützten Lernens zu diskutieren. Die Tagung konnte mit 232 Teilnehmenden und 180 eingereichten Beiträgen einen neuen Rekord verzeichnen. Das Programm bot zwei Keynote-Vorträge, zwei eingeladene Symposien sowie zahlreiche Vortragssessions, Posterpräsentationen und technische Demos. Beim Mentoring-Lunch nahmen 48 Early-Career-Forschende die Möglichkeit wahr, sich mit bereits erfahrenen Forschenden über ihre wissenschaftlichen Karrieren und Wege auszutauschen. Darüber hinaus fanden soziale Events wie das Tischtennisturnier und eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar, gefolgt von einem gemeinsamen Konferenzdinner, statt. 

Im Rahmen des Konferenzdinners wurde Prof. Dr. Alexander Renkl (Universität Freiburg) mit dem SIG 6 and 7 Lifetime Achievement Award für seine herausragenden Beiträge zur Forschung im Bereich Lern- und Instruktionsdesign sowie für seine langjährige Unterstützung der SIG-Gemeinschaft geehrt. 

Leider konnte Prof. Dr. Jeroen van Merriënboer (Maastricht University) nicht persönlich geehrt werden, obwohl auch ihm der Lifetime Achievement Award zugedacht war. Jeroen, der im November 2023 verstorben ist, hinterlässt ein großes Erbe in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. 


Bericht zum zweiten Digital Education Day am 4. Dezember 2024

Am 4. Dezember 2024 fand der zweite Digital Education Day in Kooperation dem Leibnitz-Institut für Wissensmedien (IWM), der LEAD Graduate School and Research Network und der Tübingen School of Education statt. Der Tagungsschwerpunkt lag auf den verschiedenen Perspektiven und Ansätzen im Bereich der digitalen Bildung und der Digitalen Bildungsforschung. Ziel war es, einen interdisziplinären Dialog zu ermöglichen und die Vielfalt der bestehenden Forschungsprojekte zu beleuchten.  

Die Veranstaltung begann mit einer Keynote von Andreas Lachner und Wieland Brendel über die Schnittstelle von künstlicher Intelligenz (KI) und Bildung und die Herausforderung, KI und Bildungswissenschaften in einem gemeinsamen Fokus zu vereinen.   

Nach der Keynote folgten kurze Impulse in Form von Pitches aus verschiedenen Bereichen der (praxisnahen) Bildungsforschung. Diese Formate ermöglichten es den Teilnehmer:innen, schnell und prägnant Einblicke in aktuelle Projekte und Entwicklungen zu gewinnen. Die Vielfalt der Themen spiegelte sich in den Beiträgen wider: von digitalen Tools und Plattformen über neuartige Lehr- und Lernmethoden bis hin zu den Herausforderungen der Implementierung digitaler Bildungsformate in der Praxis. Besonders beeindruckend war die Breite der Themen, die von den Forschungsprojekten der Tübinger Institute abgedeckt wurden und es zeigte sich, wie unterschiedlich die Zugänge zu digitaler Bildung sind.  

Im Anschluss an die Pitches gab es die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch. Im Abschnitt “Meet the Pitch Presenters” wurden nicht nur die vorgestellten Projekte weiter vertieft, sondern neue Netzwerke und Synergien gebildet. Die Teilnehmenden, bestehend aus Forschenden, Lehrenden, Studierenden und Praktiker:innen, diskutierten anschließend Format World Café unter anderem über Herausforderungen im Bildungsalltag und wie digitalen Medien bei der Lösung helfen könnten.   

Der Digital Education Day 2024 war ein gelungenes Event, das einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und Weiterentwicklung der digitalen Bildung geleistet hat. Durch die vielfältigen Perspektiven und Ansätze wurde deutlich, wie breit und facettenreich die Forschung zu digitalen Bildungsfragen ist und wie eng Theorie und Praxis miteinander verwoben sein müssen, um erfolgreiche digitale Bildungsmodelle zu entwickeln. Die Veranstaltung ermöglichte es den Teilnehmenden, nicht nur neue Erkenntnisse zu gewinnen, sondern auch eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung in der digitalen Bildungsforschung zu fördern.   


Lernen:Digital Tagung

Im Herbst 2024 fand in Potsdam die durch den Kompetenzverbund lernen:digital ausgerichtete Tagung unter dem Motto „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ statt. Im Fokus der dreitägigen Tagung stand der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Forscherinnen und Forscher des Tübingen Center for Digital Education (TüCeDE) waren in zahlreichen Symposien, Workshops und Marktplatzständen vertreten. 

Während der ersten beiden Tage stand die Forschung im Fokus. Forscherinnen und Forscher des TüCeDE stellten Projekt- und Forschungsergebnisse zur Konzeption von Professionalisierungsangeboten für Lehrkräfte und der Etablierungen von Schulnetzwerken, sowie zur Entwicklung von Kurzberichten für das neue TüCeDE-Portal DUO (https://duo.tuecede.de/) vor. Außerdem wurden Ergebnisse aus einem Systematic Review zur Nutzung von frei verfügbaren Unterrichtsmaterialien (OER) durch Lehrkräfte und ein forschungsbasiertes Konzept zur Entwicklung kritisch-reflexiver KI-Kompetenz im Lehramtsstudium präsentiert. Am dritten Tag der Tagung stand auf dem Marktplatz der Möglichkeiten und in zahlreichen Workshops der Austausch zwischen lernen:digital-Projekten und den Landesinstituten im Fokus, bei dem auch Teile des unter anderem am TüCeDE angesiedelten Verbundprojekts MINT-ProNeD mit mehreren Ständen vertreten waren. 

Die breitgefächerten Möglichkeiten zur Vernetzung, Workshops und interessanten Diskussionen mit Wissenschaft und Praxis auf der Tagung boten viele Impulse für künftige Forschung und den Wissenschaftstransfer am TüCeDE. 


Save the Dates

2025
11. Juli KI Fachtag am IWM

Themenschwerpunkt: Medien- und Demokratiebildung im Zeitalter von KI und neuen Medien.
Eine Veranstaltung von ZSL Regionalstelle Tübingen, IWM, TüCeDE, KI Makerspace und dem Regierungspräsidium Tübingen

2025
2. Dezember Digital Education Day

Dritter Digital Education Day gemeinsam organisiert von IWM, LEAD, TüCeDE und TüSE.


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