Am 13. April 2026 zu Jom HaSchoa, dem jüdischen Gedenktag für die Opfer der Shoa, fand im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main die Aufführung des Dokumentarfilms „Elie Wiesel: Soul on Fire“ von Regisseur Oren Rudavsky statt.
Die Veranstaltung fand in Kooperation der Claims Conference mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt statt und bot den Auftakt für eine internationale Filmreihe Strenght of Courage, welche Geschichten von Tapferkeit und Mut, sei es beim Überleben, im Widerstand oder beim Wiederaufbau, beleuchten will.
Der Film nähert sich Elie Wiesels Leben und Wirken in poetischer und eindringlicher Weise, erzählt in den eigenen Worten des Holocaust-Überlebenden. Dabei werden seine Lebensgeschichte, von der Deportation seiner Familie bis hin zu seinem Vermächtnis als Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist, anhand gelesener Texte aus persönlichen Archiven, Familieninterviews und seiner eigenen Stimme nachgezeichnet. Viele Personen aus Wiesels Umfeld, seine Familie, Kolleg*innen und Schüler*innen kommen zu Wort, die seine Botschaft aufgenommen und weitergetragen haben.
Unter den Gästen des Abends befand sich auch die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi, die als Kind Auschwitz überlebt hat und neben ihrem Buch „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ (2011) seitdem auch an Schulen vor Hunderten von Schüler*innen in Deutschland von ihrer Geschichte berichtet.
Ihr Wortbeitrag wurde gefolgt von einem von Doron Kiesel geleiteten Podiumsgespräch zwischen Dr. Lea Wohl von Haselberg, Professorin für Jüdischen Film und Audiovisuelle Erinnerung, dem Vorstandsvorsitzenden der jüdischen Gemeinde Frankfurt, Marc Grünbaum und Prof. Dr. Reinhold Boschki von der Universität Tübingen, Leiter der dortigen Forschungsstelle Elie Wiesel.