Vom 11. bis 12. Juni 2026 findet die Tagung des Forschungsprojekts "Bewusst, verkörpert, emotional?! - KI als Herausforderung für die theologische Anthropologie" statt.
Der Körper wird heute nicht mehr nur als biologisches Objekt wahrgenommen. Er gilt auch als ein Ort, an dem gesellschaftliche, soziale und politische Themen sichtbar werden. Körper können so einerseits aktiv eingesetzt werden, um die eigene Identität zum Ausdruck zu bringen. Andererseits sind Körper auch eine Projektionsfläche gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen über den Körper. Eine Dimension – die Verschränkung von Körper und Technik – möchte die Konferenz in den Blick nehmen. Mit dem Ansatz der verhaltensbasierten KI ist ein KI-Forschungszweig entstanden, der dem Körper und seiner Umwelt eine zentrale Rolle für künstliche Intelligenz zuspricht. Hier ergeben sich wissenschaftlich spannende Konvergenzen einerseits zu leibphänomenologischen Positionen in Theologie und Philosophie, andererseits zu Theorien innerhalb der Philosophie der Verkörperung (4E). Ziel der Tagung ist es, die disziplinär je unterschiedliche paradigmatische Bedeutung des Körpers für Kognition bzw. Bewusstsein auszuloten und mit dem Robotik-Design (als der praktischen Entwicklung verkörperter KI) zusammenzuführen. Daraus erhoffen wir uns neue Erkenntnisse bei der Einschätzung von KI-Modellen und -Systemen sowie im Bereich der Verkörperungstheorie.
Bitte beachten Sie auch das Programm und das Plakat zur Tagung, das in Kürze an dieser Stelle erscheint.