Juristische Fakultät

Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot

Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist mit mittlerweile 398 teilnehmenden Universitäten einer der größten und zugleich prestigeträchtigsten studentischen Wettbewerbe weltweit. Die Wettbewerbe in Hong Kong und Wien bringen meist mehr als 4000 Personen zusammen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs tauschen vier bis sechs Studenten der Fakultät für den Zeitraum von sechs Monaten ihren studentischen Alltag mit der Rolle eines Rechtsanwalts, um ihren Mandaten in einem simulierten internationalen Schiedsverfahren zu vertreten.

Allgemeine Informationen

History

Die Teilnahme am Willem C. Vis Arbitration Moot hat eine langjährige Tradition an der juristischen Fakultät in Tübingen. Alumni der ersten Tübinger Teams empfangen das Team inzwischen als Partner und Anwälte von (Groß-)kanzleien und unterstützen ihren Fähigkeiten entsprechend bei der Erstellung der Schriftsätze und/oder der Vorbereitung auf die mündlichen Wettbewerbe. Der Wettbewerb ist inzwischen auf knapp 400 teilnehmende Universitäten angewachsen und auch im kommenden Jahr wird mit einem weiteren Wachstum an Teilnehmerzahlen zu rechnen sein.

Die größten Erfolge konnte Tübingen in den vergangenen Jahren mit dem Einzug ins Viertelfinale in Wien, dem Einzug in die Finals in Hong Kong und den Auszeichnungen für die Schriftsätze in Hong Kong und Wien feiern.

Unsere Erfolge

Die stetige Erfolgsgeschichte der Tübinger Teams zeigt uns, dass sich eine sorgfältige Auswahl der Teilnehmer, die Zusammenarbeit mit Professoren, Alumni und Rechtsanwälten auszahlt:

Team 2023 / 2024: Second Runner Up (Eric Bergsten Award for Best Team Orals; Best of 4 > 373 Teams), Honourable Mention for Best Memorandum of Claimant, Honourable Mention for Best Individual Oralist

Team 2022 / 2023: Honourable Mention for Best Memorandum of Claimant

Team 2021 / 2022: Einzug in das Viertelfinale in Hong Kong (Round of 8), Honourable Mention for Best Memorandum of Claimant, Honourable Mention for Best Individual Oralist

Team 2020 / 2021: Einzug in die Finals in Wien (Best of 64), Honourable Mention for Best Memorandum of Claimant, Honourable Mention for Best Individual Oralist

Team 2019 / 2020: Einzug in die Finals in Hong Kong (Best of 16), Honourable Mention for Best Memorandum on Behalf of Claimant, Honourable Mention for Best Individual Oralist

Team 2018 / 2019: Einzug in die Finals in Hong Kong (Best of 32), Honorable Mention for Best Individual Oralist

Team 2017 / 2018: Einzug in die Finals in Hong Kong (Best of 32), Honorable Mention for Best Memorandum on Behalf of Respondent

Team 2016 / 2017: Honorable Mentions für alle drei eingereichten Schriftsätze

Team 2015 / 2016: Einzug in die Finals in Hong Kong (Best of 32), Honorable Mention for Best Memorandum on Behalf of Respondent

Team 2014 / 2015: Einzug in die Finals in Wien (Best of 8 > 310 Teams)

Wir legen bei der gemeinsamen Arbeit sehr viel Wert darauf, dass mit der Teilnahme neben einer umfassenden Lernerfahrung auch Spaß verbunden ist. Der Austausch zwischen den Teammitgliedern aber auch die enge Verbindung zu den Teams anderer Universitäten ist uns sehr wichtig. Nur wer mit Spaß an der Sache ist, kann auch Erfolge verzeichnen!

Ablauf des Vis Moot

  • Veröffentlichung des Sachverhaltes Anfang Oktober 
  • Jede am Vis Moot teilnehmende Universität stellt ein Team, das im Zeitraum zwischen Oktober und Februar sowohl eine Klageschrift als auch eine Klageerwiderung in englischer Sprache erstellt
  • Auf den Schriftenaustausch folgen im März und April mündliche Verhandlungen, zu denen alle Teams im Wiener Juridicum bzw. in der Universität von Hong Kong vor einem dreiköpfigen Arbitral Tribunal (Schiedsgericht) als Claimant (Kläger) und als Respondent (Beklagter) auftreten. Die Richterpanel setzen sich aus renommierten Professoren, Schiedsrichtern und Rechtsanwälten auf dem Gebiet des internationalen Handels- und Wirtschaftsrechts zusammen
  • Ende des Vis Moot am Donnerstag vor Ostern

Vorzüge des Vis Moot

Für Studenten bietet die Teilnahme an einem internationalen Moot Court - sei es der Willem C Vis Arbitration Moot oder ein vergleichbarer Wettbewerb - eine Reihe von Vorzügen und einmaligen Chancen.

Die Teilnahme an einem Moot Court ist in dem doch recht theorielastigen Studium tatsächlich eine der wenigen Möglichkeiten, juristisches Wissen anzuwenden. In Hausarbeiten/Klausuren werden die Probleme immer nur nüchtern und abwägend dargestellt. Ein Moot Court bietet die Möglichkeit, einmal einseitig für "seine" Partei einzutreten, man übt sich darin, Argumente logisch aufzubauen, die Argumente der anderen Teilnehmer auseinanderzunehmen, man reagiert höflich, aber bestimmt auf Fragen der Richter - kurzum: Die Vorbereitungsphase ist ein (kostenfreier) Intensivkurs in Rhetorik und Argumentationstechnik.

Die Wettbewerbe finden gänzlich in englischer Sprache statt. Man arbeitet daher englischsprachige Schriftsätze aus und hält auch seine Plädoyers in der fremden Sprache. Alles in allem belegt man somit einen fünfmonatigen Sprachkurs, der gerade im Hinblick auf Rechtsterminologie sehr gute Kenntnisse vermittelt.

Schriftsätze und Plädoyers werden von allen Teilnehmern eines Teams gemeinsam vorbereitet. Dabei ist es zwar selbstverständlich, dass die verschiedenen Teilnehmer unterschiedliche Sachgebiete bearbeiten; am Ende aber zählt einzig und allein die Gesamtleistung. Gleiches gilt für die mündlichen Plädoyers: Der schönste Preis für das "beste Plädoyer" ist praktisch wertlos, wenn das Team insgesamt nur mäßig abschneidet. TEAMARBEIT wird also bei Moot Courts sehr groß geschrieben. In dieser Hinsicht ist die Teilnahme nicht nur eine Bereicherung des Studiums, sondern auch eine Abwechslung im Vergleich zu dem Einzelkämpfer-Dasein, das man als Jura-Student sonst führt.

Alle weiteren Vorzüge seien nur noch kurz aufgezählt: Natürlich wirkt es gut, wenn man in Lebensläufen auf eine derart kreative Aktivität verweisen kann. Auch ist es sehr wohltuend, sich einmal über einen längeren Zeitraum einem juristischen Problem widmen zu können, ohne dass nach vier Wochen gleich Abgabe ist. Vor allem aber bietet die Teilnahme an einem Moot Court die Chance, dem regulären Trott des "normalen" Studiums für ein Semester zu entfliehen und etwas Neues kennenzulernen. Vielleicht lernt der eine oder die andere dabei ja sogar, dass die Jurisprudenz (zumindest während des Moot Courts) etwas sehr Lebendiges sein kann, und kehrt dann motiviert zum regulären Studium zurück.

Unsere Mitstreiter

In den vergangenen Jahren konnten wir uns über hilfreiche Unterstützung durch folgende Partner während des Moots und durch Praktika, wissenschaftliche Mitarbeit und Referendariatsstellen freuen:

Kuhn Carl Norden Baum

Wach und Meckes

CMS Hasche Sigle

Noerr

Skadden

Hengeler Mueller

Heuking Kühn Lüer Wojtek

RA'in Ingrid Hornberger-Hiller

Menold Bezler

Breyer Rechtsanwälte

Quinn Emanuel

Universitäts-bund Tübingen e.V.

Haver & Mailänder

Wendelstein

Gleiss Lutz

GÖRG

Clifford Chance

BRP Renaud & Partner

Thümmel, Schütze & Partner

Dorothee Ruckteschler Dispute Resolution

Oppenhoff & Partner

DAAD

Luther

Jurafuchs

Linklaters

White & Case

Freshfields

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