Institute of Education

Studienreise nach Luxembourg: frühkindliche Bildung im internationalen Vergleich

18.-23.05.2025

Studienreise für Studierende im beruflichen Lehramt Sozialpädagogik/Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft 

22 Studierende des IfE haben sich im Mai dieses Jahres gemeinsam mit drei Lehrenden (Sascha Neumann, Gabriele Müller und Deborah Nägler) auf den Weg ins Großherzogtum Luxemburg gemacht. Ein Mikrostaat, der nicht nur in Bezug auf das formale/nonformale Bildungssystem insbesondere durch seine Multilingualität gekennzeichnet ist. Im Rahmen der Studienreise ging es darum, im Austausch mit zentralen Organisationen und Akteuren vor Ort ein vertieftes Verständnis für die spezifische Struktur des Systems der frühkindlichen Bildung und Betreuung in Luxemburg sowie für die Programmatik und institutionelle Praxis der Bildungs-, Betreuungs- und auf die Lebensphase Kindheit ausgerichteten Politik zu entwickeln. 
Wir starteten die Woche mit Einblicken in die multilinguale Praxis nonformaler Bildung für Kinder von 0 bis 12 Jahren. Mehrere Einrichtungen mit Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen der nonformalen und formalen Bildung öffneten uns ihre Türen und ermöglichten vielschichtige und eindrückliche Perspektiven auf den pädagogischen Alltag sowie einen interessanten Austausch mit den Fachkräften vor Ort. Die Matinée de Réflexion mit Vertreter*innen des Bildungsministeriums bot grundlegende Einblicke in die politisch-administrative Planung sowie in Qualitätsentwicklung und -monitoring der FBBE. Bemerkenswert war die Offenheit, mit der die Ministeriumsvertreter*innen ihre aktuellen Prozesse mit uns diskutiert haben. Der daran anschließende Besuch beim Ombudsmann für Kinderrechte hat die Perspektiven auf steuernde und moderierende Ebenen der FBBE mit wichtigen Facetten ergänzt. Der dritte Tag führte uns an zwei Orte, die als Nationale Ressourcenzentren für FBBE eingeführt wurden: Das Kindermuseum – zur Förderung von Partizipation und Beteiligung von Kindern und der Bibliobus – mit dem Fokus auf Literacy/Sprachbildung. Auf der letzten Station der Reise konnten die bis dahin gesammelten Eindrücke in aktuelle Forschungszusammenhänge zur Mehrsprachigkeit im Kontext der frühen Bildung eingeordnet werden. Claudine Kirsch von der Universität Luxemburg hat uns über einen interaktiven Workshop die Gelegenheit für intensiven fachlichen Austausch gegeben. 
Neben dem bereichernden inhaltlichen Austausch mit Fachkolleg:innen in Luxemburg blieb auch Zeit für den so wichtigen fachlichen und sozialen Austausch innerhalb der Reisegruppe. Wir blicken erfüllt und beglückt auf die Reise zurück und sind dankbar für die vielen Inspirationen und erweiterten Perspektiven.
Dr.in Gabriele Müller