Lehrveranstaltungen

Das aktuelle und vollständige Kooperative Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KKVV) finden Sie bei der Fachschaft Katholische Theologie.


Wintersemester 2021/2022:

Vorlesung: Einführung in die Theologie (Introduction to Theology) (2 SWS)

Dozent:innen: Prof. Dr. Johanna Rahner und Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die Vorlesung führt am Beginn des Studiums in die systematische Theologie sowie in den Zusammenhang ihrer Inhalte und Methoden ein. Im Zentrum stehen dabei folgende Fragen: Was ist, wie betreibt und wozu braucht man Theologie? Worin liegt die Relevanz der Theologie für Kirche und Gesellschaft? Was meint Glaube? Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu denken? Wie gestaltet sich das Verhältnis von katholischer Theologie zu anderen Theologien und den übrigen Wissenschaften? Welches sind die zentralen Orte, Instanzen und Dokumente des christlichen Glaubens? Welche Grundlinien lassen sich in der Entwicklung vom Gottesglauben Israels zu dem Bekenntnis Jesu als des Christus und von da zur Formulierung der Glaubenslehre und der Dogmen erkennen? Welches sind die zentralen Herausforderungen, vor denen man steht, um den christlichen Glauben unter den Bedingungen gegenwärtiger Gesellschaften verstehbar zu machen? Und wie lässt sich der kirchliche Glaube als relevante Hoffnung in aktuelle Auseinandersetzungen einbringen?

Arbeitsform: Die Lehrveranstaltung findet im Wechsel mit Tutorien statt, die in überschaubaren Arbeitsgruppen die Möglichkeit zur persönlichen und fachlichen Auseinandersetzung bieten. Ausgehend von der Frage nach dem eigenen Zugang zur Theologie werden am Leitfaden des Glaubensbekenntnisses zentrale Themen und Fragestellungen der systematischen Theologie behandelt.

Studienleistung: Modulprüfung laut Modulkonferenz

Literatur:

  • Rahner, Johanna: Einführung in die katholische Dogmatik, Darmstadt 2008.
  • Rahner, Karl: Grundkurs des Glaubens. Studien zum Begriff des Christentums, Zürich/Düsseldorf 1999.
  • Seewald, Michael: Einführung in die Systematische Theologie, Darmstadt 2018.
  • Dürnberger, Martin: Basics Systematischer Theologie. Eine Anleitung zum Nachdenken über den Glauben, Regensburg 2020.

Voraussetzungen: keine

Zeit: Di 08-10 Ort: s. Aushang / Alma Beginn: 19.10.2021

Vorlesung: Gotteslehre (Doctrine of God) (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Das Wort „Gott“ verweist das Christentum in sein Zentrum wie über sich hinaus. Es bezeichnet Grund, Mitte und Ziel des Christentums, ist andererseits aber kein Privatbesitz der Kirchen. Die Vorlesung wendet sich vor diesem Hintergrund zentralen Aspekten des christlichen Gottesverständnisses zu. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geheimnishaftigkeit Gottes, die Frage von Transzendenz und Immanenz, Entzogenheit Gottes und Offenbarung, Monotheismus und Trinität, die Anfragen des modernen und zeitgenössischen Atheismus, die verschiedenen (Un-)Möglichkeiten des Sprechens von Gott, die Frage nach Gott und dem Leid sowie das Verhältnis von christlicher Gotteslehre zu philosophischer Theologie und Formen des Denkens und Sprechens von Gott in anderen religiösen Traditionen. Die Vorlesung zeichnet die wesentlichsten theologiegeschichtlichen Etappen in der Entwicklung des christlichen Gottesverständnis nach und stellt die Frage ins Zentrum, wie das christliche Gotteszeugnis in Resonanz mit Gegenwartskontexten gebracht werden kann.

Studienleistung: Modulprüfung laut Modulkonferenz

Literatur:

  • Höhn, Hans-Joachim: Der fremde Gott. Glaube in postsäkularer Kultur. Würzburg 2008.
  • Johnson, Elizabeth: Der lebendige Gott, Freiburg im Breisgau 2016.
  • Ruhstorfer, Karlheinz (Hg.): Gotteslehre, Paderborn 2010.
  • Sander, Hans-Joachim, Einführung in die Gotteslehre, Darmstadt 2006.

Voraussetzungen: keine

Zeit: Di 10-12

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 19.10.2021

Vertiefungslehrveranstaltung: Hoffnung – Zukunft – Ungleichzeitigkeit: Eschatologie in pluraler Gesellschaft (Hope – Future – Non-Simultaneity: Eschatology in plural societies) (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Bilder vom „Ende“ bestimmen vielfach die gegenwärtige Vorstellungskraft. Dies nicht nur mit Blick auf das individuelle Ende, sondern vor allem auch hinsichtlich des Endes von Kosmos, Natur und Geschichte. Bilder vom Ende sind dabei unweigerlich verwoben mit der Erfahrung der Gegenwart. Die Vertiefungsvorlesung führt ein in die christliche Vorstellung von den „letzten Dingen“ (Eschata). Sie behandelt die Frage, wie das Christentum das „Ende“ denkt und wie sich von daher eine spezifisch christliche Erfahrung von Zeit und Geschichte ergibt. Besonders im Fokus steht dabei die Frage, wie sich die christliche Zeiterfahrung zu den Erfahrungen von Ungleichzeitigkeit verhält, wie sie für die plurale Gegenwartsgesellschaft typisch sind. Die Lehrveranstaltung lotet dazu die innere Pluralität des christlichen Denkens des „Endes“ aus. Sie zeichnet nach, wie die Entwicklung christlicher Eschatologie von Anfang an von der Auseinandersetzung mit kultureller und religiöser Pluralität geprägt ist, und sucht davon ausgehend nach Wegen, dieses Erbe auf hoffnungsstiftende Weise in die gegenwärtigen Erfahrungen von Ungleichzeitigkeit einzuschreiben.

Studienleistung: laut Modulhandbuch; Details werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben

Literatur:

  • Arens, Edmund (Hg.): Eschatologie im interdisziplinären Diskurs, Freiburg 2010.
  • Kläden, Tobias (Hg.): Worauf es letztlich ankommt. Interdisziplinäre Zugänge zur Eschatologie, Freiburg 2014.
  • Mühling, Markus: Grundinformation Eschatologie. Systematische Theologie aus der Perspektive der Hoffnung, Göttingen 2007.
  • Wirén, Jakob: Hope and Otherness. Christian Eschatology and Interreligious Hospitality, Leiden/Boston 2018.

Voraussetzungen: keine

Zeit: Mi 10-12

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 20.10.2021

Interdisziplinäres Kolloquium: Gotteslehre (Doctrine of God) (1 SWS)

Dozent:innen: Dr. Sebastian Pittl u.a.

Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, die Lehrveranstaltungen des Moduls interdisziplinär zu vernetzen und so die interdisziplinäre Modulprüfung vorzubereiten.

Zeit: Mo 12-13

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 18.10.2021

Grundkurs: Einführung in Grundfragen des christlichen Glaubens (Introduction to the Fundamental Questions of Christian Faith) (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die glaubwürdige Überlieferung des christlichen Glaubens hat wesentlich mit dem Gelingen seiner kreativen Übersetzung in immer neue Kontexte und Epochen zu tun. Ausgehend von dieser Überzeugung führt der Grundkurs auf exemplarische Weise in die Grundfragen und -themen der (katholischen) Dogmatik ein als der Wissenschaft, die die historischen und gegenwärtigen Übersetzungsprozesse des christlichen Glaubens im Gespräch mit anderen Wissenschaften kritisch reflektiert und systematisch zu verantworten sucht. Am Beispiel ausgewählter Inhalte des christlichen Glaubensbekenntnisses werden methodische Grundfragen der zeitgenössischen dogmatischen Wissenschaft erschlossen. Darüber hinaus wird die Bedeutung der globalisierten Moderne für dogmatische Theoriebildung reflektiert.

Arbeitsform: Gruppen- und Einzelarbeit, Diskussion, Textlektüre, kleinere Arbeitsaufträge

Studienleistung: laut Modulhandbuch; Details werden zu Beginn des Grundkurses bekannt gegeben

Literatur:

  • Dirscherl, Erwin/Weißer Markus: Dogmatik für das Lehramt, Regensburg 2019.
  • Hünermann, Peter: Dogmatische Prinzipienlehre, Münster 2003.
  • Höhn, Hans-Joachim: Experimente mit Gott. Ein theologischer Crashkurs, Würzburg 2021.

Voraussetzungen: keine

Zeit: Mo 14-16

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 18.10.202

Hauptseminar: Rassismus, Theologie, Kirche: Eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus in Theologie und Pastoral (Racism, Theology, Church: A Critical Engagement with Racism in Theology and Pastoral Practice) (2 SWS)

Dozent:innen: Theresa Mayer, Dr. Sebastian Pittl, Prof. Dr. Michael Schüßler

Inhalt: Rassismus ist eine gegenwärtige globale Realität. Seit den #blacklivesmatter-Protesten oder Diskussionen um das Racial Profiling oder Black Facing kommt das Thema langsam auch in Deutschland und in der Kirche an. Doch inwiefern sind Kirche, Theologie und Pastoral von rassistischen Strukturen geprägt?  Das interdisziplinäre Seminar setzt sich mit Rassismuskonzepten auseinander und geht dabei Begriffen wie „race“ und „color“ nach. Neben einem kritischen Blick in die Geschichte des europäischen Kolonialismus und der Mission bildet die Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen in aktuellen gesellschaftlichen, kirchlichen sowie theologischen Kontexten einen Schwerpunkt des Seminars. Entlang der Themenfelder Alltagsrassismus, Theologie und Wissenschaft, Migration und Muttersprachliche Gemeinden sowie Weltkirche und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit sollen die bleibende Wirkmächtigkeit rassistischer Strukturen analysiert sowie Strategien zu deren Überwindung in den Blick genommen werden. Wesentlicher Bestandteil der Lehrveranstaltung ist der Austausch mit Expert:innen zu den oben genannten Themenfeldern aus dem kirchlichen, theologischen und zivilgesellschaftlichen Bereich. 

In Verbindung mit dem Hauptseminar wird am 3./4. Dezember 2021 ein Anti-RassismusWorkshop mit erfahrenen Trainer:innen angeboten. Die Teilnahme am Hauptseminar ist Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop. 

Arbeitsform: Textlektüre, Diskussion, Gastvorträge, Interaktive Zusammenarbeit

Literatur:  

  • Appiah, Kwame Anthony: Identitäten. Die Fiktionen der Zugehörigkeit, Berlin 2019.
  • Mignolo, Walter/Quilligan, Greer (Hg.): Rereading the Black Legend: The Discourses of Religious and Racial Difference in the Renaissance Empires, Chicago 2007.
  • Kimmich, Dorothee/Lavorano, Stephanie/Bergmann, Franziska (Hg): Was ist Rassismus? Kritische Texte, Stuttgart 2016.
  • Themenheft Rassismus, Ökumenische Rundschau 69 (3/2020).
  • Themenheft Rassismus, Lebendige Seelsorge 72 (1/2021).

Voraussetzungen: Keine

Zeit: Di 14-16

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 19.10.2021

Hauptseminar: Befreiungstheologie und Kritische Entwicklungsforschung im Dialog (Liberation Theology and Development Research: A Critical Dialogue) (2 SWS, Block)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die Einsicht in die theologische Signifikanz des Engagements für globale Gerechtigkeit verdankt sich historisch betrachtet vor allem befreiungstheologischen Ansätzen. Mit der fortschreitenden Globalisierung, dem Fortbestehen bzw. der Neuformierung neokolonialer Ausbeutungsverhältnisse und der sich immer weiter verschärfenden globalen ökologischen Krise ist die theologische Analyse globaler Ausbeutungsverhältnisses heute aktueller denn je. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf das Engagement der christlichen Kirchen in der weltweiten „Entwicklungszusammenarbeit“ und die globalen Transformationen des gegenwärtigen Christentums, die das Christentum immer mehr in eine Religion des „globalen Südens“ wandeln. Das Seminar stellt die theologische Auseinandersetzung mit globalen Gerechtigkeitsfragen ins Zentrum, wobei gegenwärtige Ansätze Kritischer Entwicklungsforschung mit aktuellen befreiungstheologischen Ansätzen ins Gespräch gebracht und auf ihre systematisch-theologische Relevanz hin untersucht werden sollen.

Im Zentrum stehen die folgenden Fragen: Was können befreiungstheologische und kritische Entwicklungsforschung inhaltlich und methodisch voneinander lernen? Welche kritischen Konzepte der Entwicklungsforschung (z.B. Post-Development-, post- und dekoloniale Ansätze) sind für aktuelle befreiungstheologische Ansätze am ehesten anschlussfähig (und umgekehrt)? Wie lässt sich die Rolle von Religion und Christentum in den aktuellen globalen Dynamiken und Spannungsfeldern beschreiben und theologisch interpretieren? Welche (kritischen) Beiträge lassen sich aus den Perspektiven von feministischen, queeren und kontextuellen Theologien für die aktuelle Diskussion der Entwicklungstheorien formulieren? Welche Kooperationen zwischen Befreiungstheologie und Kritischer Entwicklungsforschung sind angesichts aktueller Problemstellungen denkbar?

Das Seminar beinhaltet als einen wesentlichen Teil die Online-Teilnahme an einem interdisziplinären Workshop zum Thema, der am Zentrum für „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ (Universität Salzburg) von 8.-9. Oktober stattfindet.

Arbeitsform: Online-Teilnahme am Workshop an der Universität Salzburg; davon ausgehend: Entwicklung von vertiefenden Forschungsfragen, die im Verlauf des Seminars in Kleingruppen bearbeitet werden.

Literatur: wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben

Voraussetzungen: Interessierte werden gebeten, sich per Email bei Leo Maucher (leo.maucherspam prevention@student.uni-tuebingen.de) spätestens bis zum 17.09. anzumelden.

ACHTUNG: Entgegen den Angaben im KKVV findet die Teilnahme am Workshop an der Universität Salzburg ausschließlich in Form einer Online-Teilnahme statt.

Zeit: Block

04.10. (14-15): Vorbesprechung;

08.10.(9-18): Workshop an der Universität Salzburg;

09.10. (9-14): Workshop an der Universität Salzburg;

15.10. (13:30-18);

17.12. (13:30-18);

18.12. (9-13:30).

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 04.10.2021

Hauptseminar: Lektüreseminar: „Fragile Identities. Towards a Theology of Interreligious Hospitality“ (Marinne Moayert) (Reading Course: „Fragile Identities. Towards a Theology of Interreligious Hospitality“ (Marianne Moyaert)) (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die belgische Theologin Marianne Moyaert ist eine der renommiertesten gegenwärtigen Vertreter:innen komparativer Religionstheologie. Im Zentrum des Lektüreseminars steht ihr Buch „Fragile Identities. Towards a Theology of Interreligious Hospitality“. Moyaert untersucht darin in kritischer Weise die gängigen Modelle christlicher Religionstheologie (Exklusivismus, Inklusivismus, Pluralismus). Sie zeichnet zentrale Fragestellungen, Probleme und Grenzen des christlichen Nachdenkens über den interreligiösen Dialog nach und entwickelt vor diesem Hintergrund einen von Paul Ricoeur inspirierten Ansatz einer Theologie interreligiöser Gastfreundschaft. Weder exklusive Wahrheitsansprüche noch inklusivistische Vereinnahmung oder pluralistische Relativierung, sondern eine Haltung der hermeneutischen und praktischen Gastfreundschaft zeigt sich darin als Weg zu einer transformierenden Begegnung mit dem religiösen „Anderen“.

Das Lektüreseminar dient zugleich als Einführung in Fragen christlicher Religionstheologie.

Arbeitsform: gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches

Literatur:

  • Moyaert, Marianne: Fragile Identities. Towards a Theology of Interreligious Hospitality, Amsterdam 2011.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in englischer Sprache für die Textlektüre. Das Seminar selbst findet auf Deutsch statt.

Zeit: Mo 16-18

Ort: s. Aushang / Alma

Beginn: 18.10.2021

Übung: Anti-Rassismustraining (Anti-Racism Workshop) (1 SWS)

Dozent:innen: Theresa Mayer, Dr. Sebastian Pittl, Prof. Dr. Michael Schüßler

Inhalt: Studierende, die das Hauptseminar Rassismus, Theologie, Kirche - Eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus in Theologie und Pastoral besuchen, können am 3./4. Dezember 2021 an einem Antirassismustraining mit erfahrenen Trainer:innen teilnehmen. Im Workshop geht es um das Bewusstmachen von (Anti-)Rassismus im Alltag und von globalen, gesellschaftlichen und politischen Macht- und Diskriminierungsstrukturen. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit kolonialen Gefügen auseinander und betrachten deren Wirkmächtigkeit in gegenwärtigen Praktiken und Diskursen.  Durch selbstreflexive Übungen soll den Studierenden eine Sensibilität für Diskriminierungs- und Rassismusstrukturen vermittelt sowie zu Handlungsstrategien zu deren Überwinden angeregt werden.

Durchgeführt wird das Training von Zaida Horstmann und Dr. Boniface Mabanza.

Arbeitsform: Diskussion, Reflexions- und Positionierungsübungen

Voraussetzungen: Teilnahme am HS Rassismus, Theologie, Kirche – Eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus in Theologie und Pastoral

Zeit: 03./04.12.

Ort: s. Aushang / Alma

Die KKVV-Version der Lehrveranstaltungen vom Wintersemester 2021/2022 der Abteilung Dogmatik kann hier eingesehen werden.


Wintersemester 2020/2021:

Vorlesung/Tutorium: Einführung in die Theologie (2 SWS)

Dozent:innen: Dr. Sebastian Pittl und Prof. Dr. Johanna Rahner

Inhalt: Die Vorlesung führt am Beginn des Studiums in die systematische Theologie sowie in den Zusammenhang ihrer Inhalte und Methoden ein. Im Zentrum stehen dabei die folgenden Fragen: Was ist, wie betreibt und wozu braucht man Theologie? Worin liegt die Relevanz der Theologie für Kirche und Gesellschaft? Was meint Glaube? Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu denken? Wie gestaltet sich das Verhältnis von katholischer Theologie zu anderen Theologien und den übrigen Wissenschaften? Welches sind die zentralen Orte, Instanzen und Dokumente des christlichen Glaubens? Welche Grundlinien lassen sich in der Entwicklung vom Gottesglauben Israels zu dem Bekenntnis Jesu als des Christus und von da zur Formulierung der Glaubenslehre und der Dogmen erkennen? Welches sind die zentralen Herausforderungen, vor denen man steht, um den christlichen Glauben unter den Bedingungen gegenwärtiger Gesellschaften verstehbar zu machen? Und wie lässt sich der kirchliche Glaube als relevante Hoffnung in aktuelle Auseinandersetzungen einbringen?
 
Arbeitsform: Die Lehrveranstaltung findet im Wechsel mit Tutorien statt, die in überschaubaren Arbeitsgruppen die Möglichkeit zur persönlichen und fachlichen Auseinandersetzung bieten. Ausgehend von der Frage nach dem eigenen Zugang zur Theologie werden am Leitfaden des Glaubensbekenntnisses zentrale Themen und Fragestellungen der systematischen Theologie behandelt.
 
Studienleistung: Modulprüfung laut Modulkonferenz

Voraussetzungen: keine

Zeit: Di 08-10 Ort: s. Aushang / ALMA Beginn: 03.11.2020

Hauptseminar: Schöpfungstheologie im Horizont der Klimakrise (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die aktuelle Klimakrise stellt nicht nur vor politische und soziale, sondern auch vor theologische Herausforderungen. Im Seminar werden unterschiedliche befreiungstheologische, öko-feministische, postkoloniale und prozesstheologische Ansätze diskutiert, die versuchen, Schöpfungstheologie im Licht gegenwärtiger Initiativen und Kämpfe für Klimagerechtigkeit neu zu denken und als Ressource transformativer Praxis fruchtbar zu machen.

Arbeitsform: Das Seminar findet in Verbindung mit einem internationalen Workshop „Doing Climate Justice“ statt, der als Kooperationsveranstaltung des Center for Liberation Theology (KU Leuven), der Abteilung Dogmatik (Tübingen), des Missionswissenschaftlichen Instituts St. Augustin und weiterer Einrichtungen vom 22. Okt (17:15) - 24. Okt. (12:00) als Online-Veranstaltung abgehalten wird. Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Nähere Informationen zum Programm und Format finden Sie hier.

Während des Semesters werden zwei Halbtage als Blockveranstaltungen (in Präsenz) stattfinden. Dabei werden Themen und Fragestellungen des Workshops aufgegriffen, gemeinsam weiterentwickelt und systematisch-theologisch vertieft. Die Termine hierfür werden in Absprache mit den teilnehmenden Studierenden und dem Studiendekanat festgelegt. Der Besuch des Seminars setzt die Teilnahme am Workshop voraus.

Das Seminar ist für folgende Module wählbar:

MGP 9; MVP 7; ggf. MGP 3.1 (WP); BAHS 5.3.1 (WP); BAHS 6; NFHS 5.1; NFHS 5.2; LHS 5.1; LHS 5.2; ggf. LHS 4.6 (WP); RHS 3.2 (WP); RHS 9; RBFHS 5.2 (WP); RBFHS 7; LAKHS 2 (WP); LAKHS 6 (WP); BLHS 3.2 (WP)    

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 12. Oktober per Mail an sebastian.pittlspam prevention@uni-tuebingen.de anzumelden.

Eine digitale Vorbesprechung via Zoom findet am 15. Oktober um 15:00 statt.

Für Rückfragen schreiben Sie gerne ebenfalls an die oben angegebene Email-Adresse.

Hauptseminar/Lektüreseminar: "Ordnungen des Säkularen: Christentum, Islam, Moderne" (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Das Seminar wird als Lektüreseminar geführt. Im Zentrum steht das gleichnamige Buch "Ordnungen des Säkularen: Christentum, Islam, Moderne" (Paderborn 2017)  des pakistanisch-britischen Kulturwissenschaftlers Talal Asad. Talal Asad ist einer der gegenwärtig einflussreichen postkolonialen Theoretiker. Das Buch analysiert aus einer postkolonialen Perspektive das Verhältnis von Religion, Säkularität, Politik, Moderne und Gewalt, das auch im Zentrum vieler zeitgenössischer Debatten in Europa steht. Talal Asad legt dabei die Einseitigkeiten der dominanten westlichen Säkularisierungstheorien offen. Er hinterfragt die im öffentlichen Diskurs verbreitete These, dass Säkularisierung automatisch mit einer Befriedung gesellschaftlicher (bzw. religiös motivierter) Konflikte einhergehe, und plädiert davon ausgehend – mit Blick auf verschiedene christlich und islamisch geprägte Kontexte – für ein Verständnis von Säkularisierungsprozessen, das deren Vielschichtigkeit und Ambivalenzen differenziert in den Blick nimmt. Daraus ergibt sich die Forderung, das Verhältnis von Religion, Politik, Säkularität und Moderne grundlegend neu zu denken. Die Thesen des Buches sind in theologischer Hinsicht von besonderer Relevanz für Fragen einer politischen Theologie, einer Theologie des Säkularen sowie für den interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Islam im Horizont einer globalisierten Moderne.

Ziel des Seminars ist es, die zentralen Thesen des Buches gemeinsam zu erschließen und ihre Relevanz für eine postkolonial sensibilisierte Dogmatik sowie für den christlich-islamischen Dialog zu diskutieren. Es werden keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Das Lektüreseminar findet jeweils mittwochs 17:00-18:00 statt und ist für folgende Module wählbar:

MGP 9; MVP 7; ggf. MGP 3.1 (WP); BAHS 5.3.1 (WP); BAHS 6; NFHS 5.1; NFHS 5.2; LHS 5.1; LHS 5.2; ggf. LHS 4.6 (WP); RHS 3.2 (WP); RHS 9; RBFHS 5.2 (WP); RBFHS 7; LAKHS 2 (WP); LAKHS 6 (WP); BLHS 3.2 (WP)    

Die erste Sitzung ist am 04.11.

Grundkurs: Einführung in die Grundfragen des christlichen Glaubens (2 SWS)

Dozent:innen: Magdalena Kopf und Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Der Grundkurs führt anhand ausgewählter Themenbereiche und Fragestellungen in die Dogmatik ein und fordert somit heraus über die Grundfragen des christlichen Glaubens nachzudenken. Sie werden christliche Glaubensaussagen vor dem Hintergrund moderner Lebenswirklichkeiten genauer betrachten, neu durchdenken und theologisch reflektieren. Dabei erhalten Sie Einblicke in Hilfsmittel und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens im Bereich der theologischen Dogmatik und trainieren die Fähigkeit, Texte präzise zu lesen und hinsichtlich ihrer systematisch-theologischen Argumentationsstruktur auszuwerten.

Arbeitsform: Die Inhalte werden mit Textarbeit und Diskussion erarbeitet, sowie durch Plenums-, Kleingruppen- und Einzelarbeitsphasen in den jeweiligen Sitzungen.
Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme in den Sitzungsterminen und die Ausarbeitung zweier Kurzessays.

Literatur: Texte werden im Grundkurs zur Verfügung gestellt.
Voraussetzungen: Keine

Zusätzliche Information: Anmeldung bis zur ersten Sitzung in ALMA. Sollte sich aufgrund der aktuellen Situation bzgl. der Präsenz im WS 20/21 etwas ändern, wird in ALMA darüber informiert.

Zeit: Mi 15:30-16:30 Ort: s. ALMA Beginn: 04.11.2020

Kombinationsseminar: Allumfassend?! Der katholische Religionsunterricht aus dogmatischer und religionspädagogischer Perspektive (2 SWS)

Dozent:innen: Prof. Dr. Johanna Rahner, Dr. Julia Münch-Wirtz und Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: „Wer glaubt, muss irgendwie in der Lage sein, sich selbst nicht nur Standpunkte zu eigen zu machen, die ihm oder ihr bereits zur Überzeugung gelangt sind. Wer glaubt, muss zugleich mit kirchlichen Vorgaben umgehen können, von denen man selbst nicht ganz und gar überzeugt ist. Dazu benötigt man Kreativität, aber es ermöglicht sie auch.“ (Hans-Joachim Sander) – Den Anregungen von Hans-Joachim Sander folgend, werden wir in diesem Seminar dogmatische Themenfelder in der Spannung von kirchlicher Lehre und persönlicher Überzeugung in den Blick nehmen, Strategien erarbeiten und Methoden anwenden.
Anknüpfend an die Inhalte des Bildungsplans 2016 werden in dem Seminar religionspädagogische Modelle (u.a. Elementarisierung) reflektiert und konfessionell-kooperative Formen des Religionsunterrichts analysiert. Die unterschiedlichen fachwissenschaftlichen und religionspädagogischen Einsichten sollen in die Planung von Unterrichtsbeispielen eingebracht werden.

Arbeitsform: Kompaktseminar mit Gruppenphasen und Unterrichtspräsentationen
Leistungsnachweis: Ausarbeitung und Präsentation einer Unterrichtsstunde; Werkstück
Literatur:

  • Lindner, Konstantin / Schambeck, Mirjam / u.a. (Hrsg.), Zukunftsfähiger Religionsunterricht: konfessionell – kooperativ – kontextuell, Freiburg 2017.
  • Mendl, Hans, Religionsdidaktik kompakt. Für Studium, Prüfung und Beruf, München 62018.
  • Sander, Hans-Joachim, Glaubensräume. Topologische Dogmatik 1, Ostfildern 2019.

Voraussetzungen: In der Regel Bachelor of Education. Master-Vorleistungen im Bachelor müssen eigens genehmigt werden.

Mehr Informationen über die Termine usw. (bald) auf ALMA.

Die KKVV-Version der Lehrveranstaltungen vom Wintersemester 2020/2021 der Abteilung Dogmatik kann hier eingesehen werden.


Sommersemester 2020:

Vorlesung: Schöpfungslehre – Gnadenlehre – Anthropologie (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Angesichts der gegenwärtigen ökologischen Krise ist der biblische Schöpfungsglaube nicht nur von kirchlicher, sondern auch von hoher gesellschaftlicher und politischer Aktualität. Die Vorlesung zeichnet wesentliche Stationen der Entwicklung des biblischen und kirchlichen Schöpfungsglaubens nach und fragt nach dessen Implikationen für das christliche Selbstverständnis und die christliche Praxis in Zeiten der Klimakrise. Wesentliche Fragen der Vorlesung sind die Bezogenheit von theologischer Ökologie und theologischer Anthropologie, der Zusammenhang von Schöpfung, Trinitätsglaube und Eschatologie und das Verhältnis von Schöpfungsglaube und Evolutionstheorie. Mit Blick auf die Herausforderung verstärkter ökumenischer und interreligiöser Zusammenarbeit zur Schöpfungsbewahrung wird ein Schwerpunkt auf interkulturelle und interreligiöse Anknüpfungspunkte des christlichen Schöpfungsglaubens gelegt.

Zeit: Di 08-10 Ort: s. Ausgang / ALMA Beginn: 14.04.2020

Hauptseminar: Postkoloniale Theologien (2 SWS)

Dozent:innen: Theresa Mayer und Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Kolonialismus ist nicht nur eine Sache der Vergangenheit, sondern prägt in seinen Wirkungen und neuen Ausformungen (als Neoimperialismus) massiv das Zusammenleben von Menschen, Kulturen und Religionen in der globalisierten Moderne. Postkoloniale Studien reflektieren die vielfältigen Herausforderungen, die sich aus dieser Situation ergeben. Sie analysieren die vielfältigen Formen und Wirkungen (neo-)kolonialer Macht, untersuchen die Verwobenheit von Macht und Prozessen der (ethnischen, nationalen und religiösen) Identitätsbildung und fragen nach der Möglichkeit einer die herrschenden Machtbeziehungen transformierenden Praxis. Das Seminar gibt eine Einführung in unterschiedliche postkoloniale Theorieansätze, fragt nach ihrer Relevanz für Theologie und Kirche sowie nach dem theologiegenerativen Potenzial postkolonialer Orte. Dabei werden exemplarische Ansätze postkolonialer Theologie diskutiert und konkrete Glaubenskontexte in den Blick genommen. Im Zentrum stehen der Beitrag, den postkoloniale Theorien für ein Verständnis christlicher Identitätsbildungsprozesse zu leisten vermögen, Implikationen für die Ekklesiologie sowie Konsequenzen für die Religionstheologie.

Zeit: Di 14-16 Ort: s. Aushang / ALMA Beginn: 14.04.2020

Interdisziplinäres Kolloquium: Schöpfungstheologie/Anthropologie (1 SWS)

Dozent:innen:  Dr. Sebastian Pittl u.a.

Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, die Lehrveranstaltungen in dem Modul »Schöpfungstheologie / Anthropologie« (MGP 1) interdisziplinär zu vernetzen und so die interdisziplinäre Modulprüfung vorzubereiten. Beteiligt sind insbesondere die Fächer Theologische Sozialethik, Moraltheologie, Philosophie und Dogmatik.

Zeit: Mo 12-13 Ort: s. Aushang / ALMA Beginn: 20.04.2020

Die KKVV-Version der Lehrveranstaltungen vom Sommersemester 2020 der Abteilung Dogmatik kann hier eingesehen werden.


Wintersemester 2019/2020:

Vorlesung/Tutorium: Einführung in die Theologie (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Die Vorlesung führt am Beginn des Studiums in die systematische Theologie sowie in den Zusammenhang ihrer Inhalte und Methoden ein. Im Zentrum stehen dabei die folgenden Fragen: Was ist, wie betreibt und wozu braucht man Theologie? Worin liegt die Relevanz der Theologie für Kirche und Gesellschaft? Was meint Glaube? Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu denken? Wie gestaltet sich das Verhältnis von katholischer Theologie zu anderen Theologien und den übrigen Wissenschaften? Welches sind die zentralen Orte, Instanzen und Dokumente des christlichen Glaubens? Welche Grundlinien lassen sich in der Entwicklung vom Gottesglaubens Israels zu dem Bekenntnis Jesu als des Christus und von da zur Formulierung der Glaubenslehre und der Dogmen erkennen? Welches sind die zentralen Herausforderungen, vor denen man steht, um den christlichen Glauben unter den Bedingungen gegenwärtiger Gesellschaften verstehbar zu machen? Und wie lässt sich der kirchliche Glaube als relevante Hoffnung in aktuelle Auseinandersetzungen einbringen?

Arbeitsform: Die Lehrveranstaltung findet im Wechsel mit Tutorien statt, die in überschaubaren Arbeitsgruppen die Möglichkeit zur persönlichen und fachlichen Auseinandersetzung bieten. Ausgehend von der Frage nach dem eigenen Zugang zur Theologie werden am Leitfaden des Glaubensbekenntnisses zentrale Themen und Fragestellungen der systematischen Theologie behandelt.

Die Termine für die Tutorien sind: 29.10., 12.11., 26.11., 10.12., 14.01., 28.01.

Zeit: Di 08-10 Ort: s. Aushang / CAMPUS Beginn: 22.10.2019

Vorlesung: Gotteslehre (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Das Wort „Gott“ verweist das Christentum gleichzeitig in sein Zentrum wie über sich hinaus. Es bezeichnet einerseits Grund, Mitte und Ziel des Christentums, ist andererseits aber kein Privatbesitz der Kirchen, sondern ein von vielen Kulturen und Religionen geteiltes (und gleichzeitig oft missbrauchtes) Wort. Die Vorlesung wendet sich vor diesem Hintergrund zentralen Aspekten des christlichen Gottesverständnisses zu. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geheimnishaftigkeit Gottes, die Frage von Transzendenz und Immanenz, Entzogenheit und Offenbarung, Monotheismus und Trinität, die Anfragen des modernen und zeitgenössischen Atheismus, die verschiedenen (Un-)Möglichkeiten des Sprechens von Gott, die Frage nach Gott und dem Leid sowie das Verhältnis von christlicher Gotteslehre zu philosophischer Theologie und Formen des Denkens und Sprechens von Gott in anderen religiösen Traditionen. Die Vorlesung zeichnet die wesentlichsten theologiegeschichtlichen Etappen in der Entwicklung des christlichen Gottesverständnis nach und stellt die Frage ins Zentrum, wie von diesem Gott in den gegenwärtigen Kontexten glaubhaft Zeugnis gegeben werden kann.

Zeit: Di 10-12 Ort: s. Aushang / CAMPUS Beginn: 22.10.2019

VLV: Eschatologie (2 SWS)

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Inhalt: Bilder vom „Ende“ bestimmen vielfach die gegenwärtige Vorstellungskraft. Dies nicht nur mit Blick auf das individuelle Ende, sondern vor allem auch hinsichtlich des Endes von Kosmos und Geschichte. Bilder vom Ende sind dabei unweigerlich verwoben mit der Erfahrung der Gegenwart. Die Vertiefungsvorlesung führt ein in die christliche Vorstellung von den „letzten Dingen“ (Eschata). Sie behandelt die Frage, wie das Christentum das „Ende“ denkt und wie sich von daher eine spezifisch christliche Erfahrung von Zeit und Geschichte ergibt. An Hand exemplarischer Beispiele werden das Verhältnis von Eschatologie, Apokalyptik und Messianismus erläutert, die Verwobenheit von individueller und universaler Eschatologie aufgezeigt, die Frage nach dem Verhältnis von (innerweltlichen) Utopien und Reich Gottes, thematisiert und wesentliche Schnittpunkte für den Dialog mit Endzeitvorstellungen in anderen Kulturen und Religionen identifiziert.

Zeit: Mi 10-12 Ort: s. Aushang / CAMPUS Beginn: 23.10.2019

Interdisziplinäres Kolloquium: Gotteslehre (1 SWS)

Dozent:innen: Dr. Sebastian Pittl u.a.

Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, die Lehrveranstaltungen in dem Modul „Gotteslehre“ (MGP 2) interdisziplinär zu vernetzen und so die interdisziplinäre Modulprüfung vorzubereiten.

Zeit: Mo 12-13 Ort: s. Aushang / CAMPUS Beginn: 21.10.2019

Die KKVV-Version der Lehrveranstaltungen vom Wintersemester 2019/2020 der Abteilung Dogmatik kann hier eingesehen werden.


Sommersemester 2019:

Hauptseminar: Identität: Interkulturelle Erkundungen

Dozent: Dr. Sebastian Pittl

Die Frage nach der – kulturellen, religiösen, konfessionellen, nationalen – Identität hat gegenwärtig Konjunktur. Sie zeigt sich in Religion, Kultur und Politik gleichermaßen (vgl. Hans-Joachim Höhn, Ich: Essays über Identität und Heimat, Würzburg 2018; Anthony Appiah, The Lies That Bind. Rethinking Identity, New York 2018; Francis Fukuyama, Identität, Hamburg 2019). Was aber heißt überhaupt Identität? Wie entsteht Identität und wie reproduziert sie sich? Worin liegen die Ursachen für die aktuelle Konjunktur des Begriffs? Welche Konsequenzen hat es, wenn man das, was dem Christlichen eigen ist, als Identität versteht? Und lässt sich Identität auf eine nicht-identitäre Weise denken? Das Seminar untersucht unterschiedliche Identitätskonzepte aus Theologie, Philosophie und den Kulturwissenschaften und fragt nach ihrer Bedeutung für das christliche Selbstverständnis und den interreligiösen und interkulturellen Dialog.

Weitere Informationen zum Hauptseminar können Sie dem öffentlichen Campus-System entnehmen.