Institut für Evolution und Ökologie

Institut für Evolution und Ökologie (EvE)

Forschung

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BSc Biologie

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MSc Studiengang

Evolution and Ecology

Doktorandenprogr.

EVEREST Graduiertenkolleg

Willkommen am EvE!

Forschung und Lehre am Institut für Evolution und Ökologie konzentrieren sich darauf, wie Individuen, Populationen und Gemeinschaften miteinander interagieren und mit Umweltveränderungen umgehen. Wir befassen uns synergetisch mit einer Vielzahl von Perspektiven und Methoden der Evolutionsökologie, einschließlich der Pflanzen- und Tierökologie, der integrativen Botanik und Zoologie, der Ökotoxikologie und des Naturschutzes.

Das EvE in Zahlen (2021)

Neues am EvE

Neues Projekt: Von der Natur lernen – Epistemologische und ontologische Grundlagen der Bionik

04.04.2022 ► Im Rahmen eines DFG-Projekts wird Manfred Drack gemeinsam mit Ludger Jansen (Universität Rostock) die theoretischen Grundlagen der Bionik untersuchen. Für das Lernen von der belebten Natur für technische Anwendungen gibt es viele Beispiele (Flugzeug, Klettverschluss, etc.). Wie sich die Vorgänge des Abstrahierens von Prinzipien und des anschließenden Konkretisierens in technischen Entwicklungen genau fassen lässt, wurde bislang aber nicht ausreichend untersucht. Um auf eine theoretische Grundlegung der Bionik hinzuarbeiten, adressiert das Projekt sowohl die Epistemologie als auch die Ontologie der Bionik: Wie gewinnt die Bionik Wissen und worüber?

Veröffentlichung: Gebietseigenes Saatgut oder Artenvielfalt?

04.04.2022 ► 20 Experten aus Wissenschaft und Praxis trafen sich zu einem vom Kompetenzzentrum Kulturlandschaft der Hochschule Geisenheim organisierten Workshop. Sie erarbeiteten ein Thesenpapier zur Umsetzung des § 40, der bei Ausbringung von Saat- und Pflanzgut in der freien Landschaft nur genetisch autochthones Material zulässt. Die Autoren sehen die Gefahr, dass bei strikter Umsetzung dieses Paragraphen Renaturierungen nur noch mit einem artenarmen Grundstock an weit verbreiteten Pflanzenarten durchgeführt werden können, was die faunistische Vielfalt stark beeinträchtigen würde.

www.nul-online.de

Zwei neue Doktoranden: Juan Millán und Manuel Fonseca

22.02.2022 ► Seit kurzem sind zwei neue Doktoranden am Institut tätig. Juan Millán wird versuchen, die Frage zu beantworten, inwieweit die Unterschiede in der Gesetzgebung und der Durchsetzung der Vorschriften über die Nutzung wild lebender Säugetiere die lokale Artenvielfalt beeinflussen. Manuel Fonseca arbeitet an der Landschaftsgenomik von Brüllaffen, untersucht die Auswirkungen der Lebensraumfragmentierung auf die Populationskonnektivität und erstellt eine Referenzkarte, um illegal gewilderte und als Haustiere gehaltene Individuen anhand von genetischen Daten ihrem Herkunftsort zuzuordnen. Juan wird von Henri Thomassen und Nils Anthes betreut, und Manuel wird von Henri betreut.

 

Neues Projekt: LIFE für Falken

22.02.2022 ► Im Rahmen eines großen internationalen Kooperationsprojekts, das von der Bulgarischen Gesellschaft für Vogelschutz koordiniert wird, erhielt Henri Thomassen eine Finanzierung, um an Schutzmaßnahmen für Sakerfalken in Bulgarien zu arbeiten. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt umfasst die Einrichtung neuer Kolonien von Kleinsäugern, die eine wichtige Beute für die Falken darstellen, die Dokumentation und Verringerung des Risikos von Vergiftungen durch Pestizide, das Anlegen künstlicher Nistplätze und die Sensibilisierung der örtlichen Landwirte und Jäger.

 

Veröffentlichung: Wichtige Gebiete zum Schutz von Lebensräumen in Rumänien sind nicht dieselben wie die für Vögel

22.02.2022 ► Die Priorisierung von Schutzgebieten basiert zwangsläufig auf messbare Indikatoren (Surrogate), die die gesamte biologische Vielfalt repräsentieren sollten. Da die Kartierung von Lebensräumen aus dem Weltraum immer einfacher wird, können sie eine nützliche und schnelle Methode zur Messung der biologischen Vielfalt sein. Es bleibt jedoch die Frage, wie gut Lebensräume andere Ebenen der biologischen Vielfalt repräsentieren. Ein internationales Team unter der Leitung von Julia Geue und unter der Aufsicht von Henri Thomassen hat aber gezeigt, dass Lebensräume und Vögel in Rumänien nur unzureichend füreinander repräsentativ sind (PLOS ONE). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die biologische Vielfalt in Schutzgebieten nur dann angemessen geschützt werden kann, wenn sie auf mehreren Ebenen gemessen wird.

 

Veröffentlichung: Hummelpopulationen unterscheiden sich stärker als bisher angenommen

22.02.2022 ► Erdhummeln (Bombus terrestris) sind wichtige Bestäuber, von denen man annimmt, dass sie sich frei in der Landschaft bewegen, was zu einem weit verbreiteten Genfluss führt. Eine neue Arbeit von Marcel Glück, Julia Geue und Henri Thomassen (BMC Ecology and Evolution) zeigt jedoch, dass sich die Populationen in Rumänien genetisch stärker unterscheiden als angenommen. Die Unterschiede hängen wahrscheinlich mit den lokalen Umweltbedingungen zusammen. Die Ergebnisse werden in die anstehenden Arbeiten um eine Priorisierung der Schutzgebiete in diesem Land einfließen.

 

Verabschiedung: Abschiedsfeier für Absolventen im EvE-Master

18.02.2022 ► Auf der Jahresversammlung des Instituts für Evolution und Ökologie wurden nun in einer kleinen Feierstunde die MSc-Absolventen des Jahrgangs 2021 verabschiedet: Zitong Zhang, Sophie Weides, Marie Guggenberger, Jasmin Blumhardt, Niklas Bosch, Marcel Michel, Franziska Mück, Mirjam Rieger, Leif Rauhöft, Adrian Attinger, Zixin Li und Tatjana Tull.

Zu den erfolgreichen Abschlüssen gratulieren wir herzlich!

 

Projektstart – “InsectMow”: Entwicklung einer insekten- und spinnenfreundlichen Mähtechnik

14.02.2022 ► Studien belegen, dass durch die regelmäßige Mahd landwirtschaftlicher Grünflächen ein Großteil der dort lebenden Insekten getötet wird. Dies trägt erheblich zum allgemeinen Insektenrückgang bei. Im Projekt „InsectMow“ der Universitäten Tübingen und Hohenheim werden insektenschonende Scheibenmähwerke entwickelt und getestet. In Kooperation mit Ingenieuren werden die Mähmaschinen mit Scheuchen ausgestattet, die Insekten zur Flucht veranlassen. Zudem werden die eingesetzten Scheibenmähwerke so modifiziert, dass sie weniger Insekten töten (https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/insectmow.html).

 

Artenkenntnis-Zertifikat: Anmeldung zu Prüfungen 2022 demnächst möglich!

09.02.2022 ► Der Botanische Garten der Uni Tübingen bietet gemeinsam mit dem Institut für Evolution und Ökologie Prüfungen zum Erwerb des Artenkenntnis-Zertifikats an. Die Prüfungstermine für 2022 stehen bereits fest und können auf der Webseite des Botanischen Gartens eingesehen werden. Die Anmeldung zu den Prüfungen wird demnächst freigeschaltet.

 

Veröffentlichung: "Insektenfreundliches" Mähen

02.02.2022 ► Ein bislang unterschätzter Faktor, der zum Rückgang von Insekten beiträgt, ist die Mortalität, die durch das Mähen von Grünland verursacht wird. Ein Forscherteam aus Tübingen und Hohenheim verglich die Wirkung eines neu entwickelten "insektenfreundlichen" Straßenrand-Mähkopfes mit der eines herkömmlichen Mähkopfes auf die Insektensterblichkeit (J Appl Entomol). Während das Mähen mit dem herkömmlichen Mähkopf erhebliche Verluste an Arthropoden verursachte, war dieser Effekt bei der verbesserten Mähtechnik abgeschwächt oder im Vergleich zur Kontrolle sogar ausgeglichen.

Veröffentlichung: Flexible Mundwerkzeuge ermöglichen extremen Artenreichtum winziger Erzwespen

28.01.2022 ► Ein Forschungsteam (Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences) untersuchte mithilfe modernster SR-µCT-Techniken eine Vielzahl von parasitoiden Vertretern der Erzwespen (Chalcidoidea). Diese Wespen haben flexible Mandibeln entwickelt, was ihnen einen einzigartigen evolutionären Vorteil verschafft hat. Diese Entwicklung kann als Schlüsselereignis betrachtet werden, welches wesentlich zur Entstehung der heutigen ausserordentlichen Artenvielfalt (> 500.000 geschätzte Arten) beigetragen hat.

Stellenangebot: PostDoc (m/f/d, E13 TV-L, 100%) in mariner Fischökologie

28.01.2022 ► Das Institut für Evolution und Ökologie am Fachbereich Biologie hat eine PostDoc-Stelle für die Ökologie benthischer mariner Fische ausgeschrieben.

Hier geht es zur Stellenausschreibung (englisch).

Veröffentlichung: Gesundheitsdefizite bei Fischen in Ballungsräumen

20.01.2022 ► Trotz vorhandener Fischfauna in europäische Ballungsräume passierenden Flüssen ist es um die Gesundheit der Tiere schlecht bestellt. Eine mehrjährige Studie an einem Flusssystem in Südhessen (NiddaMan) zeigte insbesondere gesundheitliche Beeinträchtigungen in Lebensräumen flussabwärts von industriellen Einleitern, in Kontakt mit dem Sediment lebenden Fischarten und bei Individuen in der Laichsaison (Schweizer et al., Env Sci Europe). Die Resultate der Studie gehen in die Strategie der lokalen Behörden für ein zukünftiges Umweltmanagement ein.

swt-Umweltpreis geht an Initiative „Bunte Wiese“

29.11.2021 ► Die Initiative "Bunte Wiese" ist 1. Jury-Preisträgerin des von den Stadtwerken Tübingen ausgeschriebenen Umweltpreises (dotiert mit 4000.-€). Entwickelt wurde eine Natur-Erlebnis App für Jugendliche.

Herzlichen Glückwunsch!

Pressemitteilung

 

Konferenz: Online-Meeting StEvE 2021

26.11.2021 ► Das diesjährige Meeting für Studenten der Evolution und Ökologie (Meeting StEvE) wurde von der Arbeitsgruppe "Vegetationsökologie" organisiert. Wie im Jahr davor war dies eine reine Online-Veranstaltung. Mehr als 70 Personen nahmen teil, darunter Bachelorstudenten, Masterstudenten und Doktoranden, sowie Dozenten der Universität Tübingen und von kooperierenden Instituten. Das Programm umfasste drei Teile mit Vorträgen von EVEREST-Studenten, deren Themen ein breites Spektrum von Bereichen der Evolution und Ökologie abdeckten.

Wie es beim Meeting StEvE bereits Tradition ist, durfte das Publikum über die beste Präsentation abstimmen. Preise gingen an Vistorina Amputu (Fernerkundung zur Bewertung des Zustands von Weideland), Leonie John (Körperfärbung der Drachenköpfe), and Dario Galanti (Natürliche epigenetische Variation in der Pflanzenabwehr).

Den Abschluss des Meeting StEvE bildete ein anregender Hauptvortrag von Prof. Vigdis Vandvik von der Universität Bergen, die über die Kombination von Höhengradienten und Experimenten zur Untersuchung der Auswirkungen des globalen Wandels auf Pflanzen sprach. Danach fand ein virtuelles Treffen mit der Referentin Prof. Vandvik statt.

MOPGA-Konferenz in Straßburg

23.11.2021 ► Heute startet die Zwischenkonferenz für MOPGA! Mitglieder der Gruppe "Evolutionäre Ökologie der Pflanzen" werden über fast 50 Projekte berichten, die sich mit dem Verständnis der Klimageschichte der Erde, den Auswirkungen auf lebende Ökosysteme, einschließlich gekoppelter Mensch-Natur-Systeme, und technologischen und sozialen Lösungen befassen.

Jeder ist eingeladen, ab 9:00 Uhr per Live-Stream dabei zu sein!

 

Veröffentlichung: Agrar-Umweltmaßnahmen und Vogelschutz

08.11.2021 ► Blühflächen sind eine Kernmaßnahme der EU-Agrarpolitik, um die Artenvielfalt im Ackerland zu fördern. Mirjam Rieger et al. (Evolutionsökologie der Tiere) zeigen jedoch, dass die Mehrzahl der Blühflächen nicht in der Lage sind, im Winter ausreichend Refugialflächen für Feldvögel bereitzustellen, und leiten Vorschläge für optimierte Maßnahmen ab (Journal of Applied Ecology). 

 

Veröffentlichung: Die genomischen Prozesse der biologischen Invasion: Von invasiven Arten zu Krebsmetastasen und wieder zurück

12.10.2021 ► Das Konzept der Invasion ist von der feinräumigen Landschaft von Krebstumoren bis hin zu den größeren Landschaften von Ökosystemen nützlich. In Zusammenarbeit mit Forschern der USF und des Moffitt Cancer Center in den USA erörtern Christina Richards et al., was man aus der Genomik der Invasion lernen kann, indem man die Fähigkeiten der Krebsgenomik mit der Vielfalt der Studien über invasive Arten verbindet (Frontiers in Evolution and Ecology).

 

Stellenangebot: Doktorand/in (m/f/d, E13 TV-L, 50%) in Evolution und Ökologie

30.09.2021 ► Das Institut für Evolution und Ökologie am Fachbereich Biologie sucht eine/n hochmotivierte/n Doktorand/in für die visuelle Ökologie mariner Räuber-Beute-Interaktionen.

Hier geht es zur Stellenausschreibung (englisch).

Veröffentlichung: Ein einzigartiger Gelenktyp ermöglicht die hohe Beweglichkeit der Skorpionschwänze

01.09.2021 ► Gemeinsam mit ForscherInnen der Universität Rostock und des Muséum d’histoire Naturelle, Genève, Genf, untersuchte Manfred Drack (Evolutionsbiologie der Invertebraten) die Dreh- und Biegebewegungen typischer aneinandergrenzender Segmente des Metasoma bei Skorpionen. Die röhrenförmigen Segmente bilden einfache, aber robuste Gelenke und bieten gleichzeitig Platz für Darm und ventrale Nerven. Anterior besitzen diese Segmente zwei sattelförmige Erhebungen, die sich entlang des Randes der posterioren kreisförmigen Öffnung des vorderen Segments in zwei Richtungen drehen können. (Journal of the Royal Society Interface)

Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt
Ausstellung im Freigelände des Botanischen Gartens

18.08.2021 ► Unter dem Titel "Neue Wilde - Globalisierung in der Pflanzenwelt" bietet der Verband Botanischer Gärten e. V. eine Tafelausstellung und eine zugehörige Broschüre an. Diese Ausstellung erklärt alles Wissenswerte über Reisewege und Pflanzeneigenschaften, die Invasivität begünstigen, sowie über Eigenschaften, die invasible Standorte kennzeichnen. Es wird die Bedeutung von Botanischen Gärten und Privatgärten als Keimzelle für die Ausbreitung von Neophyten sowie die Risiken und Chancen neuer Pflanzenarten thematisiert.

Veröffentlichung: The water mites of the family Hygrobatidae (Acari, Hydrachnidia) in Italy (Die Wassermilben aus der Familie der Hygrobatidae (Acari, Hydrachnidia) in Italien)

06.08.2021 ► Die extrem artenreichen und ökologisch sensiblen Wassermilben (Acari: Hydrachnidia) erreichen in Europa ihre höchste Diversität in den Mittelmeerländern. Reinhard Gerecke ("Evolutionsbiologie der Invertebraten") hat in Italien eine ihrer wichtigen Familien, die Hygrobatidae, monographisch bearbeitet, mit einem Schwerpunkt auf der bislang kaum bekannten Fauna von Sizilien.
Gerecke, R. (2021): The water mites of the family Hygrobatidae (Acari, Hydrachnidia) in Italy. Zootaxa 5009 (1): 1-85

Verteidigung: Franziska Willems

06.07.2021 ► Franziska Willems, EVEREST-Studentin der Evolutionären Ökologie der Pflanzen, hat ihre Doktorarbeit über die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Pflanzenphänologie erfolgreich verteidigt. Während ihrer Doktorarbeit wurde sie von Prof. Dr. Oliver Bossdorf und Dr. Niek Scheepens (jetzt Professor an der Goethe-Universität Frankfurt a. M.) betreut. Ein Teil ihrer Doktorarbeit wurde im New Phytologist und in Ecological Applications veröffentlicht.

Herzlichen Glückwunsch Franziska!

Veröffentlichung: Ovipositor of the braconid wasp Habrobracon hebetor: structural and functional aspects (Der Eilegeapparat der Brackwespe Habrobracon hebetor: strukturelle und funktionale Aspekte)

28.06.2021 ► Michael Csader et al. (Journal of Hymenoptera Research) aus der Forschungsgruppe ‘Evolutionsbiologie der Invertebraten’ untersuchten den Eilegeapparat (Ovipositor) einer parasitoiden Brackwespe. Durch die Kombination licht- und elektronenmikroskopischer Techniken mit 3D-Rekonstruktionen beschreiben sie sämtliche inhärenten kutikulären Strukturen des Ovipositors und untersuchen dessen Mechanik und Funktionsweise. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zum Verständnis eines Schlüsselmerkmals in der Evolution der Brackwespen und parasitoiden Wespen.

Öffentlichkeitsarbeit: Feldvogelprojekt präsentiert sich auf der "Woche der Umwelt"

07.06.2021 ► Auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DB) sowie durch Bundespräsident Steinmeier präsentiert das EvE-Institut laufende Forschungsarbeiten zum Schutz von Vögeln der Agrarlandschaft auf der Umweltmesse "Woche der Umwelt" in Berlin. Das Projekt entwickelt Ansätze, um moderne landwirtschaftliche Bewirtschaftungsmethoden mit den Ansprüchen gefährderter Vogelarten zu vereinen, die in Heuwiesen, sowie auf Feldern mit Getreide oder Feldfutter-Anbau brüten. Details auf attempto online sowie youtube.

Veröffentlichung: Waldnutzung und Phänologie von Frühblühern

25.05.2021 ► Eine intensivere Waldnutzung wirkt sich auch auf die Phänologie von Unterwuchspflanzen aus. Eine neue in Ecological Applications veröffentlichte Studie der AG Evolutionäre Ökologie der Pflanzen (Federführung: Franziska Willems) findet, dass Buschwindröschen und andere Frühblüher in intensiv genutzen Forsten durchschnittlich zwei Wochen später dran sind als in naturnaheren Wäldern.

Veröffentlichung: Gastropoden und die Colburn-Analogie

21.05.2021 ► Im Rahmen einer interdisziplinären Kooperation zwischen der Physiologischen Ökologie der Tiere, der Fakultät Maschinenbau der HS Esslingen und des Instituts für Angewandte Physik erlaubten mikrostrukturelle Untersuchungen des Gefäßsystems in der Helicoidenlunge in Verbindung mit strömungstechnischen Prinzipien die Berechnung und Modellierung von Hämolymph- und Sauerstofftransport und zeigten konstruktionsbedingte physiologische Limitationen bei Landschecken auf (PLoS ONE).

Verteidigung: Anna Kirschbaum

01.04.2021 ► Anna Kirschbaum, EVEREST-Studentin der Evolutionären Ökologie der Pflanzen, hat ihre Doktorarbeit über die "Entwicklung der phänotypischen Plastizität von Pflanzen als Reaktion auf die Bewirtschaftung von Grünland" erfolgreich verteidigt. Während ihrer Doktorarbeit wurde sie von Dr. Niek Scheepens (jetzt Professor an der Goethe-Universität Frankfurt a. M.) betreut. Die erste Abhandlung, die aus ihrer Arbeit hervorging, wurde nun im Journal of Plant Ecology veröffentlicht.

Herzlichen Glückwunsch!

Veröffentlichung: Kombinierte Auswirkungen von Klimawandel und Habitatzerstörung bei einem Regenwald-Singvogel

02.02.2021 ► Aufbauend auf früheren Arbeiten schlägt eine neue Studie, die von Henri Thomassen (Vergleichende Zoologie) mitverfasst wurde, einen Rahmen vor, um die "genetische Anfälligkeit" lokaler Populationen gegenüber den kombinierten Auswirkungen des Klimawandels und anderer Habitatveränderungen abzuschätzen. (Evol. Appl.)

Veröffentlichung: Fische ohne Angst

21.01.2021 ► Im Anschluss an ihre Befunde zu biochemischen und histologischen Effekten des weit verbreiteten Psychopharmakons Venlafaxin bei Forellen (Env. Sci. Europe) wiesen Michael Ziegler et al. (Physiologische Ökologie der Tiere) nach, dass bereits geringe Mengen dieses Angstlösers im Bereich umweltrelevanter Konzentrationen im Wasser die Fische signifikant 'entspannter' und unvorsichtiger werden lässt (Frontiers Env. Sci.).

Veröffentlichung: Thermische Selektion bei Landschnecken

15.01.2021 ► Feldexperimente, die eine Erwärmung der Umwelt simulierten, zeigten eine starke, gegen pigmentierte Morphen gerichtete Selektion bei einer weit verbreiteten Landschneckenart auf. Ein internationales Konsortium unter Leitung von EvE-Wissenschaftlern lieferte Beweise für thermische Selektion über mehrere Ebenen biologischer Organisation hinweg (Ecology and Evolution).

Verteidigung: Julia Geue

18.12.2020 ► Julia Geue, EVEREST-Studentin der Vergleichenden Zoologie, hat ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Julia hat die Landschaftsgenomik als Instrument zur Priorisierung des Naturschutzes untersucht. Aus ihrer Arbeit gingen mehrere Veröffentlichungen hervor, darunter Abhandlungen in Wiley's Ecology and Evolution.

Herzlichen Glückwunsch!

Meeting StEvE 2020 als Online-Konferenz

24.11.2020 ► Das diesjährige Meeting von Studenten der Evolution und Ökologie (Meeting StEvE) fand zum ersten Mal in voller Länge als Videokonferenz statt. Mehr als 100 Studenten und Fakultätsmitglieder aus Tübingen und darüber hinaus hörten den spannenden Eröffnungsvortrag von Dr. Mark Moore. Er veranschaulichte, wie Schlussfolgerungen aus Steinschlagversuchen über die kognitiven Fähigkeiten früher Menschen unter voreingenommenen Annahmen leiden können. Anschließend gab es angeregte Diskussionen zwischen den Teilnehmern und 15 EVEREST-Studenten, die anregende Vorträge oder Posterpräsentationen über ihre aktuellen Doktorandenprojekte gaben. Der Preis für das beste Poster ging an Frank Reis (Mikrobiomökologie) und für die besten Vorträge an Julia Geue (Leihmutterschaft bei der Priorisierung des Naturschutzes), Franziska Koch (Stabilitätsregeln für Artennetzwerke) und Sophie Habinger (Paläoökologie von Pongin-Primaten).

Die Doktoranden der Gruppe „Ältere Urgeschichte und Quartärökologie“ haben dieses Event zu einer hochprofessionellen Veranstaltung gemacht. Vielen Dank an William Snyder, Eleonora Gargani, Li Li, Diana Marcazzan, Alba Motes Rodrigo und an Jordy Orellana Figueroa.

Neue Veröffentlichung in den Ecology Letters!

31.08.2020 Katja Tielbörger (Vegetationsökologie) hat soeben eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt, dass sich Pflanzen schnell an den Klimawandel anpassen können, wenn auch nicht in allen relevanten Merkmalen. Die Botschaft ist also nicht ganz optimistisch (Ecology Letters).
 

Veröffentlichung: Wellenlängenspezifische Erwärmung von Schnecken

07.08.2020 Ausgehend von den in einem studentischen Kurs des MSc-Curriculums (Advanced Animal Ecophysiology) durchgeführeten Arbeiten haben Tatjana Tull and Danina Schmidt ihre Ergebnisse zur Bedeutung der eingestrahlten Wellenlänge, der Schalengröße und der Pigmentierungsintensität bei der Erwärmung von Individuen einer mediterranen Landschneckenart gemeinsam publiziert (Journal of Molluscan Studies).

Landeswettbewerb "Baden-Württemberg blüht"

31.07.2020 ► Die Initiative "Bunte Wiese" ist Preisträger des Landeswettbewerbs Baden-Württemberg blüht in der Kategorie "Sonstige Akteure".

Herzlichen Glückwunsch!

Veröffentlichung: Insektenaugen inspirierten zu einer neuartigen verstellbaren technischen Optik

24.07.2020 ► Zusammen mit Forschern der Technischen Universität Wien entwickelte Manfred Drack (Evolutionsbiologie der Invertebraten) einen 3D-gedruckten Prototypen für eine neuartige optische Vorrichtung. Basierend auf den Vorteilen von Facettenaugen wurde die Möglichkeit zum Zoomen implementiert, die im biologischen System nicht zu finden ist. Darüber hinaus wurde ein verstellbares Sichtfeld pro 'Pixel' realisiert (Frontiers in Materials).