Institut für Erziehungswissenschaft

Offene Angebote für Kinder in Tübingen – eine Nutzungs- und Bedarfsanalyse

Projektleitung:
Dr. Mirjana Zipperle
+49-(0)7071 29 78329
mirjana.zipperlespam prevention@uni-tuebingen.de

Projektmitarbeiter*innen:
Prof. Dr. Thomas Meyer
Sebastian Rahn, M.A.
Melanie Werling, M.A.

Auftraggeber: Stadt Tübingen

Laufzeit: 01.07.2019 bis 31.12.2020

Projektbeschreibung:
Die Bedeutung von Kindern als Besuchergruppe in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit hat sich in den letzten 20 Jahren erheblich erhöht. Seckinger et al. (2016, S. 156) zeigen in einer auf den Daten einer bundesweiten Befragung von Einrichtungen der OKJA beruhenden Analyse auf, dass etwa 38 % der Besucher*innen von offenen Jugendzentren zwischen 6 und 13 Jahren alt sind. Das Forschungsprojekt untersuchte daher für die Stadt Tübingen, ob und wie die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Tübingen von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren genutzt werden, welche Motive hinter dieser Nutzung stehen und ob die Angebotsstrukturen den Wünschen und Bedürfnissen von Kindern in ihren aktuellen Lebenswelten entsprechen.

Erkenntnisinteresse des Projekts

Das Projekt analysierte ausgehend von der Perspektive der Kinder und Eltern mittels quantitativen (Kinder- und Elternbefragung; n= 358) und qualitativen Forschungsmethoden (Fotodokumentation und Gruppeninterviews mit 38 Kindern) folgende Fragen:

  • Wie viele Kinder nutzen Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und wie lässt sich diese Nutzer*innengruppe charakterisieren?
  • Aus welchen Motiven nutzen Kinder Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Analyse der Nutzer*innenmotivation)?
  • Welche Wünsche und Bedürfnisse haben Kinder hinsichtlich der Nutzung von Offener Kinder- und Jugendarbeit (Bedarfsanalyse)?
  • Welche Konsequenzen haben die Bedarfe und Motive der Kinder für die fachliche Weiterentwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Tübingen (Konzeptionelle Entwicklung)?

Die Ergebnisse der Fragebogenerhebungen und der Interviews mit den Kindern sollten ursprünglich im Rahmen einer Kinderkonferenz Sinne eines partizipativen Forschungsansatzes mit den Kindern diskutiert und daraus Empfehlungen für die konzeptionelle Weiterentwicklung abgeleitet werden. Leider war dies pandemiebedingt nicht möglich, so dass den Kindern die Ergebnisse in Form eines Videoclips übermittelt wurden und sie diese in den beteiligten Einrichtungen mit den Fachkräften diskutieren konnten. In einem Workshop mit Entscheidungsträger und Fachkräften wurden die Ergebnisse insgesamt diskutiert und empirisch abgeleitete Ansatzpunkte für die konzeptionelle Weiterentwicklung der offenen Angebote für Kinder in Tübingen entwickelt.

Abschlussberichte: 

Die Langfassung finden Sie hier.

Die Kurzfassung finden Sie hier.

Video

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