Auftraggeber: Ministère de l’Éducation Nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse (MEN-JE) Luxembourg
Laufzeit: 2023-2027
Projektbeschreibung:
Im Rahmen der qualitativen Studie werden kindliche Perspektiven auf subjektives Wohlbefinden in Strukturen der non-formalen Bildung in Luxemburg untersucht. Ausgangspunkt bildet der Nationale Bericht zur Situation der Kinder in Luxemburg, der die zentrale Bedeutung non-formaler Bildungsangebote für das Wohlbefinden von Kindern im Schulalter hervorhebt (MENJE 2022). Im internationalen Diskurs wird kindliches Wohlbefinden zunehmend als maßgeblicher Referenzpunkt zur Beurteilung pädagogischer Qualität verstanden. Damit wird die Orientierung am Bildungserfolg von Kindern oder an der Dienstleistungsqualität des Betreuungsangebots für erwerbstätige Eltern wesentlich um eine stärker kindzentrierte Perspektive erweitert.
Die Studie darauf ab, kontextspezifische Bedingungen zu identifizieren, die aus Sicht von Kindern positive Erfahrungen und subjektives Wohlbefinden ermöglichen. Im Zentrum stehen drei analytische Dimensionen: räumlich-materielle Bedingungen, Beziehungserfahrungen sowie soziale Teilhabe.
Methodisch basiert die Studie auf Gruppendiskussionen mit Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren, die in unterschiedlichen Einrichtungen der non-formalen Bildung für schulpflichtige Kinder in Luxembourg durchgeführt werden. Dieses Verfahren ermöglicht die Rekonstruktion kollektiver Deutungsmuster von Wohlbefinden sowie die Erfassung situierter Alltagserfahrungen der Kinder entlang der zentralen Dimensionen Raum, Beziehungen und Teilhabe. Das Sample berücksichtigt sowohl die Größe der Einrichtungen als auch deren regionale Verortung, um eine kontrastive Analyse zu gewährleisten. Bei der Herstellung von Feldkontakten und der kindgerechten Kommunikation der Ergebnisse kooperiert das Forschungsteam mit dem Kompetenzlabo für Kinderbeteiligung des Kindermuseums PLOMM in Wiltz.
Die Ergebnisse der Studie dienen der evidenzbasierten Weiterentwicklung von Qualitätsstandards für das Qualitätsmonitoring im Bereich der non-formalen Bildung in Luxembourg. Sie sollen dazu beitragen, kindliche Perspektiven auf ihr subjektives Wohlbefinden systematisch in Prozessen des Qualitätsmonitorings zu berücksichtigen und bieten darüber hinaus Anknüpfungspunkte für die Spezifizierung von Qualitätsstandards in außerschulischen Bildungsinstitutionen.
Literatur:
Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse (MENJE) (Ed.) (2022). Nationaler Bericht 2022 zur Situation der Kinder in Luxemburg: Wohlbefinden von Kindern in Luxemburg. Luxembourg: MENJE