Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Prof. Dr. Thomas Thiemeyer

Professor für Empirische Kulturwissenschaft

Kontakt
Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft | Eberhard Karls Universität Tübingen | Burgsteige 11, 72070 Tübingen
+49(0)7071/2975309
thomas.thiemeyer@uni-tuebingen.de

Sprechstunde
im Semester Donnerstag 14.30 - 16 Uhr mit Voranmeldung via Email

Schwerpunkte in Forschung und Lehre
  • Museums-, Archiv- und Sammlungsforschung
  • Künstliche Intelligenz in Tübingen
  • Wissenskulturen und Wissensgeschichte
  • Wissenschaftskommunikation
  • Erinnerungskulturen
  • Identität und Heimat
  • Kultur- und Gesellschaftstheorien
Akademisches Profil

In Forschung und Lehre beschäftige ich mich mit Themen der Erinnerungskultur, mit Identitätskonstruktionen (Heimatvorstellungen, Identitätspolitiken) und Institutionen der Wissenspopularisierung, allen voran mit Museen, Archiven und Sammlungen. Mein Interesse gilt dabei gleichermaßen der Geschichte wie der Gegenwart der Institutionen bzw. der untersuchten Phänomene (Wandel der Erinnerungskulturen, des Heimatverständnisses etc.). Kulturwissenschaftlich perspektiviert interessieren mich dabei (veränderte) Arbeitsweisen und Handlungsformen sowie die Frage, wie Institutionen konkret Wissen stiften. Insbesondere die unterschiedlichen Handlungslogiken und Funktionsweisen von Museen und Universitäten bilden einen Schwerpunkt (vgl. dazu etwa das Verbundprojekt KulturWissen vernetzt, VW-Stiftung).
Aktuell untersuche ich die Forschungen zu Künstlicher Intelligenz in Tübingen als exemplarisches Feld eines Strukturwandels und als lokales Politikum. Erste Ergebnisse dieser Forschungen zeigt die Ausstellung Künstliche Intelligenz in Tübingen, die von Februar 2023 an im Stadtmuseum Tübingen zu sehen ist.
Meine Forschungsschwerpunkte bilden sich in diversen Drittmittelprojekten ebenso ab wie in Ausstellungen und Publikationen. Meine letzten Monografien haben sich mit dem Museum als Wissens-, Erkenntnis- und Identitätsort befasst: Das Depot als Versprechen. Warum unsere Museen die Lagerräume ihrer Dinge wiederentdecken (Boehlau 2018) und Geschichte im Museum. Theorie – Praxis – Berufsfelder (UTB 2018). Zum Thema Erinnerungskultur erschienen u.a. 2016 der Band Erinnerungspraxis zwischen gestern und morgen. Wie wir uns heute an NS-Zeit und Shoah erinnern. Ein deutsch-israelisches Studienprojekt (hg. gem. mit Jackie Feldman und Tanja Seider, TVV-Verlag 2018) und 2019 der Aufsatz Cosmopolitanizing Colonial Memories in Germany (in: Critical Inquiry) zu den Debatten um Deutschlands Umgang mit seinem kolonialen Erbe.

Vita

Seit November 2016: Professor am Ludwig-Uhland-Institut Tübingen
Oktober 2011 - Oktober 2016: Juniorprofessor am Ludwig-Uhland-Institut Tübingen
Mai 2009 - April 2012: Koordinator des BMBF-Projekts wissen&museum
August 2006 - März 2009: Promotion am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft (Fortsetzung mit anderen Mitteln. Die beiden Weltkriege im Museum) bei Prof. Gottfried Korff
2002 - 2008: Freier Autor im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung
April 2003 - Juli 2006: Mitarbeiter bei dem Architekten und Museumsgestalter HG Merz. Dort v. a. Konzeption des neuen Mercedes-Benz-Museums (Stuttgart 2006)
November 1997 - März 2003: Studium an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg Neuere/Neueste Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Politikwissenschaften
 

Aktuelle Ämter

Mitherausgeber der Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft (Aufsatzredaktion)
Mitglied des Council von Hub 2 „Society, Culture, Heritage“ der europäischen Hochschulinitiative CIVIS
Mitglied des Migrations- und Integrations-Forums des Sozialministeriums Baden-Württemberg
Beirat der Tübinger Vereinigung für Volkskunde
Mitglied in diversen Museums-Fachbeiräten
Schlossvogt