Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Prof. Dr. Thomas Thiemeyer

Direktor des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft

Kontakt
+49(0)7071/2975309
e-mail: thomas.thiemeyerspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechstunde im Semester: Donnerstag 14.30 - 16 Uhr

Tagung "Spektakel - Wissensvermittlung als ästhetische Praxis"
21./22. Oktober 2019, Schloss Hohentübingen

Deutschland postkolonial
Streit um das Humboldt-Forum, Deutschlandfunk nova (Mai 2018)

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Vita

11.1997–03.2003

Studium an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg Neuere/Neueste Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Politikwissenschaften. Magisterarbeit Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag in der Ära Adenauer/de Gaulle bis zum Elysée-Vertrag

04.2003–07.2006

Mitarbeiter bei dem Architekten und Museumsgestalter HG Merz. Dort v. a. Konzeption des neuen Mercedes-Benz-Museums (Stuttgart 2006)

2002-2008

Freier Autor im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung

08.2006–03.2009

Promotion am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft (Fortsetzung mit anderen Mitteln. Die beiden Weltkriege im Museum) bei Prof. Gottfried Korff

05.2009-04.2012

Koordinator des BMBF-Projekts wissen&museum

10.2011-10.2016

Juniorprofessor am Ludwig-Uhland-Institut Tübingen

Seit 11.2016

Professor am Ludwig-Uhland-Institut Tübingen

CV english  

Publikationen

Monografien

Thomas Thiemeyer: Geschichte im Museum. Theorie – Praxis – Berufsfelder, Tübingen 2018. Verlagsinfo  / Blick ins Buch

Das Depot als Versprechen. Warum unsere Museen die Lagerräume ihrer Dinge wiederentdecken, Wien/Köln/Weimar 2018. Blick ins Buch

Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Die beiden Weltkriege im Museum, Paderborn u.a. 2010 PDF Einleitung

Herausgeberschaften

Erinnerungspraxis zwischen gestern und morgen. Wie wir uns heute an NS-Zeit und Shoah erinnern. Ein deutsch-israelisches Studienprojekt (hg. gem. mit Jackie Feldman und Tanja Seider). Tübingen 2018 Blick ins Buch

Museen verstehen. Begriffe der Theorie und Praxis, Göttingen 2015 (gem. hrsg. mit Heike Gfrereis und Bernhard Tschofen)
1912. Ein Jahr im Archiv. Katalog zur Ausstellung, Marbach 2012 (gem. mit Heike Gfrereis, Gunilla Eschenbach, Felicitas Hartmann, Sonja Lehmann und Yvonne Schweizer).
UN studio/HG Merz: Buy me a Mercedes-Benz. Das Buch zum Museum, Barcelona 2006 (Koautor)

Aufsätze

Cosmopolitanizing Colonial Memories in Germany, in: Critical Inquiry 45 (2019), S. 967-990. Full text: https://doi.org/10.1086/703964.
Politisch oder nicht: Was ist ein Museum im 21. Jahrhundert?. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 10 (2019), S. 113-119. Abstract; Link zum Volltext (kostenpflichtig)
Südwestdeutsch tritt Deutsch-Südwest. Baden-Württemberg gibt zwei kolonialzeitliche Objekte an Namibia zurück (zusammen mit Jochen von Bernstorff). In: Merkur 840 (2019), S. 17-29. Abstract

Kulturerbe als Shared Heritage? Kolonialzeitliche Sammlungen und die Zukunft einer europäischen Idee (Teil 1). In: Merkur 829 (2018), S. 30-44. Abstract, Teil 2 in: Merkur 830 (2018), S. 85-92. Abstract

Die Provinzialisierung der Heimat. In: Blätter für deutsche und internationale Politik 3 (2018), S. 69-78. PDF

The Literary Exhibition as Epistemic Method: How the Museum of Modern Literature in Marbach Reinterprets Literary Archives. In: Word & Image. A Journal of Verbal/Visual Enquiry 33 (2017), pp. 362-375. Full text
Depotausstellungen. Die Erfindung eines Ausstellungsformats aus dem Geist der Institutionenkritik. In: Historische Anthropologie 2 (2017), S. 168-187.
The Storeroom as Promise: The Discovery of the Ethnological Museum Depot as an Exhibition Method in the 1970s, in: Museum Anthropology 40 (2017), S. 143-157. PDF
Leitkultur. Von den Tücken eines Begriffs. In: Merkur 820 (2017), S. 73-80.
Sammlung verpflichtet. Wie das Wiener Museum für Angewandte Kunst 1993 sein Depot neu zur Geltung brachte, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, LXX/119, Heft 1+2 (2016), S. 3–40. (PDF)
Deutschland postkolonial. Ethnologische und genealogische Erinnerungskultur. In: Merkur, (70) 2016, H. 806, S. 33-45.
Das Museum als Wissens- und Repräsentationsraum. In: Markus Walz (Hg.): Handbuch Museum. Geschichte, Aufgaben, Perspektiven, Stuttgart 2016, S. 18 - 21.
Werk, Exemplar, Zeuge. Die multiplen Authentizitäten der Museumsdinge. In: Martin Sabrow u.a. (Hg.): Historische Authentizität. Göttingen: Wallstein Verlag 2016, S. 80 - 90.
Work, specimen, witness: How different perspectives on museum objects alter the way they are perceived and the values attributed to them, in: Museum&Society 3 (2015), S. 396-412.  PDF
Identitäts- und Wissensparadigma. Zwei Perspektiven auf kulturhistorische Museen. In: Museumskunde 2 (2015), S. 91-98.
Polifonicznie i blisko czlowieka. Jak niemieckie muzea przypominaja dzis o drugiej wojnie swiatowej (Vielstimmig und nah am Menschen. Wie deutsche Museen heute an den Zweiten Weltkrieg erinnern). In: Jerzego Kalaznego et al. (Hg.): Druga wojna swiatowa w pamieci kulturowej w Polsce i w Niemczech. 70 lat pozniej (1945-2015), Gdansk 2015, S. 81-104.
Politik des Zeigens. Das Museum als Medium der Weltkriegs-Erinnerung. In: Ekaterina Makhotina/Ekaterina Keding/ Wlodimierz Borodziej/Etienne François/Martin Schulze Wessel (Hg.): Krieg im Museum. Präsentationen des Zweiten Weltkriegs in Museen und Gedenkstätten des östlichen Europa, München 2015, S. 15-28.
Inszenierung. In: Heike Gfrereis/Thomas Thiemeyer/Bernhard Tschofen (Hg.): Museen verstehen. Begriffe der Theorie und Praxis, Göttingen 2015, S. 45-62.
Unter Beschuss. Das Imperial War Museum London. In: Merkur 789 (2/2015), S. 71-76.
Museumsdinge. In: Stefanie Samida, Manfred Eggert, Hans Peter Hahn (Hg.): Handbuch Materielle Kultur. Bedeutungen, Konzepte, Disziplinen, Stuttgart 2014, S. 230-233.
Jahre am Rande der Zeit. In: Merkur 778 (3/2014), S. 256-260.
Evidenzmaschinen der Erlebnisgesellschaft. Das Museum als Ort und Hort der Geschichte. In: Jahrbuch für Politik und Geschichte 2013, S. 13-30.
Das Depot zeigen. In: Reinhard Johler, Christian Marchetti, Bernhard Tschofen, Carmen Weith (Hg.): Kultur_Kultur. Denken, Forschen, Darstellen. 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Tübingen vom 21. bis 24. September 2011. Münster u. a. 2013, S. 394 - 400.
Exhibiting the War. The Meaning of the Two World Wars Today in German, French, and British Museums. In: Monique Scheer et. al. (Ed.): Out of the Tower. Tübingen 2013, S. 288 - 307.
Simultane Narration – Erzählen im Museum. In: Alexandra Strohmaier (Hg.): Kultur - Wissen - Narration. Perspektiven transdisziplinärer Erzählforschung für die Kulturwissenschaften. Bielefeld 2013, S. 479 – 488.
Die Sprache der Dinge. Museumsobjekte zwischen Zeichen und Erscheinung. In: AlltagsKultur.info, Oktober 2013. PDF
Inszenierung und Szenografie. Auf den Spuren eines Grundbegriffs des Museums und seines Herausforderers. In: Zeitschrift für Volkskunde 108 (2012), S. 199-214.
Zwischen Aura und Szenografie. Das Museum im Wandel, in: Thomas Schmidt u. a. (Hg.): Literarische Museen als Lern- und Bildungsorte, Göttingen 2011, S. 60-71.

Zwischen Helden, Tätern und Opfern. Welchen Sinn deutsche, französische und englische Museen heute in den beiden Weltkriegen sehen, in: Geschichte und Gesellschaft 3 (2010), S. 462-491.

Grenzpfähle der Tabuzone. Vom schwierigen Umgang mit Krieg, Gewalt und toten Körpern im Museum. In: Historische Anthropologie 2, 2010, S. 220-231.

Waffen und Weltkriege im Museum. Wie sich die museale Darstellung der beiden Weltkriege und der Umgang mit Militaria gewandelt hat, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 1 (2010), S. 1-16.

Ästhetisierung des Destruktiven. Wo das Museum am Krieg scheitert, in: Museumskunde 1 (2009), S. 84-89

Geschichtswissenschaft: Das Museum als Quelle, in: Joachim Baur (Hg.): Museumsanalyse. Methoden und Konturen eines neuen Forschungsfeldes, Bielefeld 2010, S. 73-94.

Zeitungsartikel, Rezensionen (Auswahl)

Review zu Mads Daugbjerg: Borders of Belonging, in: American Ethnologist 1 (2015), S. 193-195. Link
Rezension der Ausstellung Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne im Stuttgarter Haus der Geschichte Baden-Württemberg, in: H-Soz-Kult vom 24.5.2014. Link
Rezension zu Habsburg-Lothringen Dauerausstellungen und Griesser-Stermscheg Tabu Depot, in: H-Soz-Kult vom 26.11.2013. Link

Ästhetik des Schreckens. Das neue Militärhistorische Museum in Dresden, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 4 (2012), S. 124-127.

Rezension zu Olaf Hartung: Kleine deutsche Museumsgeschichte. Von der Aufklä-rung bis zum frühen 20. Jahrhundert, Köln/Weimar/Wien 2010, in: H-Soz-Kult vom 13.4.2011.  Link

Rezension zu Kurt Dröge/Detlef Hoffmann (Hg.): Museum revisited. Transdiszipli-näre Perspektiven auf eine Institution im Wandel, Bielefeld 2010, in: H-Soz-Kult am 10.10.2010. Link

Invasive Erinnerungspolitik. Winfried Schulze über die gesetzlich geschützte Geschichte, in: Süddeutsche Zeitung vom 27.8.2008. PDF
Mattscheibe mit Hitler. Eine Stuttgarter Tagung zur Zukunft des Geschichtsfernsehens, in: Süddeutsche Zeitung vom 5.5.2008.
Türchen auf, Türchen zu. Das Universitätsmuseum Tübingen startet mit einer originellen Ausstellung über den Schrank in den Wissenschaften, in: Süddeutsche Zeitung vom 17.12.2007. PDF
Ohne Pathos. Die Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen stellt das Leben ihres Namensgebers aus, in: Süddeutsche Zeitung vom 3.8.2007.
Weinen bildet nicht. Eine Tagung zur Darstellung von NS-Verbrechen, in: Süddeutsche Zeitung vom 7.2.2007.
Mutig und streitbar. Das Hygiene-Museum Dresden zeigt die Ausstellung Tödliche Medizin – Rassenwahn im Nationalsozialismus, in: Süddeutsche Zeitung vom 7.12.2006. PDF
Olympioniken der Betroffenheit. Falscher Totenkult in Deutschland: Eine Tagung in Dresden, in: Süddeutsche Zeitung vom 17.11.2006.
Sieben Jahre Gefolgschaft. Krieg führen gegen Napoleon. Eine Ausstellung in Rastatt, in: Süddeutsche Zeitung vom 25.7.2006.
Tipp-Kick und Pickelhaube. Eine Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum fragt: Was ist deutsch?, in: Süddeutsche Zeitung vom 23.6.2006.
Der Patient der Weltgeschichte. Eine Tübinger Tagung zu Aby Warburgs Kultur-Krankheit, in: Süddeutsche Zeitung vom 4.4.2006.
Sehnsucht, Glaube, Vaterland. Eine Tagung in Nürnberg erkundet das Wesen der Deutschen, in: Süddeutsche Zeitung vom 29./30.10.2005.
Die Last mit der Lust. Die Zukünfte des Automobils: In Mannheim versuchten Wissenschaftler, das Mysterium einer Leidenschaft zu klären, in: Süddeutsche Zeitung vom 12./13.3.2005.
Von sprechenden und stillen Dingen. Was sieht man im Museum? Eine Tagung auf der Zeche Zollverein, in: Süddeutsche Zeitung vom 3.12.2004.
Sinnlichkeit und Provokation. Eine Ausstellung im Landesmuseum Mannheim zeigt das Automobil als Partner, Wohnstätte, Eros und Identität, in: Süddeutsche Zeitung vom 11./12.9.2004.
Wie das der Bürger raste. Bewegte Formen, vornehm: Das Auto als Sinnbild der Gefahr, in: Süddeutsche Zeitung vom 27.8.2004.
Verdammt normal. Arbeit am Trauma. Die Flüchtlingskinder des Zweiten Weltkriegs suchen Befreiung von innerem Leidendruck, in: Süddeutsche Zeitung vom 18.8.2004.
Volksbutter im Volkskühlschrank. Wolfgang König zeigt die Konsumpolitik der NS-Regierung und ihre Produkte, in: Süddeutsche Zeitung vom 2.7.2004.
Ruckediguh, Blei ist im Schuh. Abgefahren: Peter Borscheidt hat die Kulturgeschichte des Tempos geschrieben, in: Süddeutsche Zeitung vom 29.6.2004.
Euphorisch europäisch. Wir gehen gen Westen, aber wohin geht er? Das deutsch-französische Jugendwerk fördert den Jugendaustausch zwischen Litauen und Westeuropa, in: Süddeutsche Zeitung vom 12.12.2002.
Rhein und raus. Das deutsch-französische Jugendwerk feiert auf der Loreley, in: Süddeutsche Zeitung vom 3.7.2002.
Das Ende eines kurzen Frühlings. Sowjetische Reprisen statt wissenschaftlicher Freiheit: Russland erschwert den Zugang zu seinen Archiven, in: Süddeutsche Zeitung vom 3.5.2002.
Dritte Kraft voraus. Heute vor 40 Jahren scheiterte Charle de Gaulles Europäische Politische Union, doch die Ideen von damals kehren in den europäischen Diskurs zurück, in: Süddeutsche Zeitung vom 17.4.2002.

Gremien/Ämter