Das Zentrum für Burgenforschung an der Universität Tübingen
Die Gründung des Zentrums ist das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen der Abteilung für Archäologie des Mittelalters am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters sowie dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften. Den entscheidenden Anstoß gab die Bewilligung von Fördergeldern durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das die Aufbauphase mit einer Anschubfinanzierung von rund 80.000 Euro unterstützte. Die feierliche Eröffnung fand am 30. Oktober 2025 auf Schloss Hohentübingen statt. Damit wurde eine Lücke in der deutschen Forschungslandschaft geschlossen, da das Zentrum die erste universitäre Einrichtung dieser Art ist, die sich explizit der synergetischen Verbindung von Archäologie und Geschichtswissenschaft sowie weiterer Fachbereiche im Bereich der Burgenforschung widmet.
Das neue Zentrum für Burgenforschung versteht sich als organischer Kulminationspunkt einer langjährigen Forschungstradition in Tübingen, die durch eine Vielzahl innovativer Drittmittelprojekte und wegweisender Abschlussarbeiten das wissenschaftliche Fundament für diese interdisziplinäre Forschungsplattform gelegt hat. Es bündelt die Expertise von insgesamt elf Lehrstühlen, darunter Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, frühgeschichtliche Archäologie, Geschichtswissenschaft und geschichtliche Landeskunde, Wirtschafts- und Kunstgeschichte sowie Geoarchäologie und Archäometrie. Eine enge Zusammenarbeit besteht darüber hinaus zu verschiedenen außeruniversitären Institutionen und Kooperationspartnern.
Zu den vorrangigen Zielen zählen aktuell der Aufbau und die langfristige Verankerung des Zentrums für Burgenforschung an der Universität Tübingen.