Institut für Medienwissenschaft

Hans Bausch Mediapreis des SWR

Wissenschaftliche Arbeiten zu den Auswirkungen der Digitalisierung können Debatten über eine digitale Ethik und die Verantwortung verschiedener gesellschaftlicher Akteure in Politik, (Medien-)Unternehmen und Organisationen sowie der Zivilgesellschaft anstoßen. Wissenschaft und den gesellschaftlichen Diskurs zu fördern, ist Ziel des Hans Bausch Mediapreis des SWR. Er möchte exzellenter Forschung, die aktuelle Medienentwicklungen einordnet und bewertet, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. 

Verantwortungsvoller Umgang mit der Digitalisierung

Der Preis verdeutlicht das besondere Engagement des SWR bei der Suche nach Antworten auf die Frage, wie die Digitalisierung der Medien ethisch verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann. Zugleich steht er für die Leitidee des Tübinger Instituts für Medienwissenschaft, gesellschafts- und kulturprägende Folgen medienvermittelter Kommunikation zu analysieren und innovative Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung zu betreiben.

Ausschreibung und Einreichung

Bei der Ausschreibung und Verleihung des Hans Bausch Mediapreises arbeitet der SWR mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen zusammen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird im Mai 2022 während der Tübinger Medientage verliehen. Ab sofort und bis zum 31. Dezember 2021 können wissenschaftlich fundierte Publikationen, auch Qualifikationsarbeiten, für den Hans Bausch Mediapreis 2022 eingereicht werden. Es sollten bereits veröffentlichte Originalbeiträge aus dem Jahr 2021 sein.
Bitte schicken Sie ein pdf der Publikation, ein Abstract (300 Wörter) und einen CV bis zum 31. Dezember 2021 an hans.bausch-mediapreisspam prevention@medienwissenschaft.uni-tuebingen.de.

Zudem reichen Sie bitte die Arbeit auch postalisch ein, adressiert an:
Ute Eberhardt
Institut für Medienwissenschaft
Eberhard Karls Universität Tübingen
Wilhelmstrasse 50
72074 Tübingen

Wer entscheidet über die Vergabe des Preises?

Über die Vergabe des Hans Bausch Mediapreises des SWR entscheidet eine Jury, die das Wissen von Expertinnen und Experten aus dem praktischen Medienalltag und der uni­versitären Erforschung von Medien und Gesellschaft vereint. Mitglieder des Vorstandes der Stiftung sowie der personenidentischen Jury sind:

  • Professor Kai Gniffke, SWR Intendant sowie Vorsitzender Vorstand und Jury des Hans Bausch Mediapreises des SWR
  • Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
  • Thomas Dauser, SWR Chef Innovationsmanagement und Digitale Transformation
  • Professorin Dr. Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
  • Professorin Dr. Martina Thiele, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
  • Junior-Professor Sascha Dickel, tätig im Arbeitsbereich Mediensoziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit dem Schwerpunkt Gesellschafts- und Medientheorie und digitale Partizipation
Hintergrund: Der Hans Bausch Mediapreis des SWR

Die gemeinnützige Stiftung Hans Bausch Mediapreis des SWR dient der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation im Medienbereich. Dies wird insbesondere durch die Verleihung des gleichnamigen Mediapreises in Höhe von 5.000 Euro verwirklicht, der einmal jährlich für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum verliehen wird. Der Preis kann unter mehreren Personen oder Organisationen aufgeteilt werden. Im Einzelfall können zusätzlich Fördergaben vergeben werden. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die 

  • für die Entwicklung auf dem Feld der Digitalen Ethik oder auf dem Feld der Medienethik, der Medienkompetenz im Rahmen gesellschaftlicher Verantwortung oder zum Thema Medien und gesellschaftlicher Wandel von hervorragender Bedeutung erscheinen, 
  • im Bereich der Medienpublizistik, der Digitalisierung der Medien, der Medienforschung oder Medienpädagogik in herausragender Weise zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit Medien in einer breiten Öffentlichkeit beitragen, 
  • oder in einem den genannten vergleichbaren Themenfeld eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Fortentwicklung haben. 

2020 wurde Simon Strick für sein Buch „Rechte Gefühle. Affekte und Strategien des digitalen Faschismus“ mit dem Hans Bausch Mediapreis des SWR ausgezeichnet. Strick untersuchte in seinem Buch, mit welchen Strategien rechtes Gedankengut auf der Gefühlsebene verankert wird und welche Rolle digitale Medien dabei spielen. 
Die Jahre zuvor wurde der Preis ausgesetzt und die Satzung der Stiftung in Abstimmung mit der Stiftungsbehörde aktualisiert. 2009 ging der Preis an den Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderem Harald Schmidt, der Kinderbuchautor Janosch, die Schriftstellerin Elke Heidenreich und die Medienwissenschaftlerin Hertha Sturm.

Wissenschaftlicher Kontakt

Professorin Martina Thiele
Institut für Medienwissenschaft
Universität Tübingen
Telefon +49 7071 29-75302
martina.thielespam prevention@uni-tuebingen.de 

Professorin Tanja Thomas
Institut für Medienwissenschaft
Universität Tübingen
Telefon +49 7071 29-76816
tanja.thomasspam prevention@uni-tuebingen.de