Religionspädagogik

Freiburger Rundbrief (FrRu)


Freiburger Rundbrief digital

Im Rahmen des Zeitschriftendigitalisierungsprojektes DigiTheo 5 der Universitätsbibliothek Tübingen wurden die Archivjahrgänge des „Freiburger Rundbriefes“ 1948–2016 vollständig digitalisiert und sind unter folgendem Link zugänglich: Link zum Online-Archiv des „Freiburger Rundbriefes“

Die erste Print-Ausgabe des Freiburger Rundbriefs war im Jahr 1948, also kurze Zeit nach der Befreiung vom Nationalsozialismus, erstmals erschienen. Die entscheidende Gründungsperson war Dr. Gertrud Luckner (1900–1995).

Ziel war und ist seither die Verständigung zwischen Christ*innen und Jüdinnen*Juden zu fördern und die Jahrtausende alte Feindschaft, die vor allem vom Christentum gegen das Judentum ausging, zu beenden. Theologisch geht es um die Wiederentdeckung der gemeinsamen Wurzeln und Traditionen.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Zeitschrift immer professioneller, äußerlich wie inhaltlich, und schließlich als Freiburger Rundbrief. Neue Folge publiziert.

Ab dem Jahr 2017 hat sich der Freiburger Rundbrief als Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext „neu erfunden“.

Gertrud Luckner:

26. September 1900 in Liverpool/Großbritannien – 31. August 1995 in Freiburg i. Br.

In der NS-Zeit setzte sich Gertud Luckner als Mitarbeiterin der Caritas der Erzdiözese Freiburg für Jüdinnen*Juden ein, verhalf zahlreichen Jüdinnen*Juden zur Flucht über die Schweizer Grenze und überbrachte jüdischen Organisationen und Personen Geld- und Sachmittel. Im Zusammenhang mit solchen Aktionen wurde sie denunziert, von der Gestapo verhaftet und im KZ Ravensbrück interniert, das sie mit knapper Not überlebte.

Nach Kriegsende begann sie ihr Engagement zur Verständigung zwischen Christentum und Judentum. Eine Frucht dieser Arbeit ist der Freiburger Rundbrief (FrRu), der später mit dem Untertitel „Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung“ gekennzeichnet wurde. Dieser Titel wurde zum Haupttitel der bis heute bestehenden Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext (ZfBeg), die seit 2026 als online-Publikation weitergeführt wird.