Institut für Medienwissenschaft

Reden mit Kindern und Jugendlichen über Influencer

Abstract / Kurzbeschreibung

Influencer haben durch Produktplatzierung und Werbung einen Einfluss auf das Kaufverhalten ihrer Zuschauer:innen. Durch vermeintliche Authentizität und parasoziale Beziehungen, die oft auf Konsument:innen Seite entstehen, wird Werbung für Produkte oft nicht eindeutig, als eine solche identifiziert. Trotz des Bewusstseins über den Job von Influencer ist es beim Konsumieren von Inhalten nicht einfach zwischen Werbung und „Wahrheit“ zu unterscheiden. Dieser Sachverhalt trifft auch auf Kinder (im Alter von acht bis zwölf) zu. Die Studie möchte deshalb untersuchen, inwiefern sich Kinder dieser Thematik bewusst sind und wie das Thema zwischen Eltern und Kindern verhandelt und besprochen wird.

Ablauf der Studie: 
Die im Interesse der Studie stehenden Interaktionen zwischen Eltern und Kindern werden mithilfe eines qualitativen Vorgehens erhoben. Hierfür werden den Teilnehmer*innen Materialien zur Verfügung gestellt (siehe Anlage), die verschiedene Werbeformen behandeln, die an Kinder gerichtet sind. Diese Materialien sollen dazu dienen, werbebezogene Gespräche zwischen Eltern und Kindern zu stimulieren, zu strukturieren und auf relevante Aspekte dieser Werbeformen hin zu fokussieren.

Geplant ist die Aufzeichnung von Gesprächen von einem Elternteil mit jeweils einem ihrer Kinder in der Altersgruppe von 8 bis 12 Jahren.

Die strukturierte, spielerisch ausgerichtete Aufgabe wird in etwa 30 bis 45 Minuten Zeit in Anspruch nehmen und im häuslichen Kontext der Familie von dem Elternteil gemeinsam mit dem Kind selbstständig durchgeführt. Da sämtliche Materialien verschickt werden, ist die physische Anwesenheit der Studienleitung in der Gesprächssituation nicht erforderlich.

Laufzeit: 
16.04.2026 bis 23.07.2026

Projektleiter: 
Prof. Dr. Guido Zurstiege 
PD Dr. Nils Borchers 
Medienforschungspam prevention@uni-tuebingen.de

Datenschutzbeauftragte: 
Siegmar Ruff 
datenschutzspam prevention@uni-tuebingen.de

Datenschutz und Umgang mit den Daten:
Die Daten für das Projekt werden von den teilnehmenden Familien mittels eines bereitgestellten Diktiergerätes aufgezeichnet, das nach Abschluss der Erhebung an die Studienleitung zurückgegeben wird (über ebenso bereitgestellte Versandmaterialien). Die so erhaltenen Audiodateien werden zunächst von einem Mitarbeiter des Lehrstuhls anonymisiert und anschließend von einem professionellen und darauf spezialisierten Institut transkribiert (in Textdateien transferiert). Dieser Prozess geschieht vollkommen ohne die Mitgabe weiterer personenbezogener Daten, die zur Identifikation einzelner Personen beitragen könnten. Ein Rückschluss auf einzelne Personen wird daher in keiner Weise möglich sein.

Die Textdateien werden ebenso wie die Audiodateien ausschließlich am Lehrstuhl für Empirische Medienforschung des Instituts für Medienwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen aufbewahrt und ausgewertet. Personenbezogene Daten werden aus Datensicherheitsgründen stets gesondert gespeichert. Sobald der Forschungszweck es zulässt, werden die Audiodateien und Ihre personenbezogenen Daten vernichtet bzw. gelöscht, spätestens jedoch nach 10 Jahren.