International Center for Ethics in the Sciences and Humanities (IZEW)

Verena Sandow

Dissertationsprojekt

Verena SandowPlanung – Konzeption – Integration
Familienplanung in Zeiten biotechnologisch beeinflussbarer Schwangerschaften

Bereits vor einer Schwangerschaft kommt es in der heutigen Zeit zu einer Reihe familienplanerischen Überlegungen, die sich auch und insbesondere auf die moderne Biomedizin richten. Dieses Dissertationsprojekt sieht sich daher Fragen gegenüber, die sich auf die gestalterischen Anwendungsmöglichkeiten von Biotechniken richten. Dazu werden Möglichkeiten der Planung und Konzeption eines Embryos in den Blick genommen, die es einer Familie erlauben, ein Baby mehr oder weniger nach ihren Wünschen gestalten zu lassen. In einigen Fällen scheint ein gestalterisches Eingreifen unproblematisch, während sich bei anderen Eingriffen scheinbar ethische Konflikte ergeben. Die Unterscheidung und Klärung bestimmter Eingriffe soll in der Dissertation ebenso ein Thema sein, wie die philosophischen Argumentationsmodelle, die sich bisher mit diesen Fragen beschäftigt und biotechnologische Eingriffe anhand bestimmter Kriterien bewertet haben. Die durchaus verschiedene Zuschreibung von Lebens- und Schutzrechten an Embryonen erlaubt es, die Differenzierung der Argumentationsmodelle mit einer Differenzierung der möglichen Eingriffe an Embryonen und Schwangeren miteinander in Beziehung zu setzen.

Daher soll diese Dissertation zur Klärung der in der Debatte gängigen philosophischen Argumentationen und ihrer Auswirkungen auf die biomedizinische Praxis im Rahmen einer Schwangerschaft beitragen.

Zur Person

Studium der Philosophie, Medienwissenschaft und Wirtschaftsgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf von 2001 bis 2007. Seit August 2007 Mitglied am Graduiertenkolleg „Bioethik“ der Universität Tübingen. Weitere Interessengebiete sind antike Philosophie, Lyrik und Prosa.