Uni-Tübingen

Sonderausstellungen

Neue Ausstellung Industry of Beauty. Vom Marmor zum Pixel: Reproduktionen römischer Kaiserinnen.

Vom 6. Februar bis zum 5. Mai 2026 ist im Rittersaal des Museums Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen die Ausstellung Industry of Beauty. Vom Marmor zum Pixel: Reproduktionen römischer Kaiserinnen zu sehen.

Statuen römischer Kaiser und Kaiserinnen waren in den Städten des Imperiums allgegenwärtig. Mit dem Entstehen des Prinzipats unter Kaiser Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.) entwickelte sich eine serielle Vervielfältigung von Bildnissen männlicher, aber auch weiblicher Mitglieder des Kaiserhauses. Die Statuen römischer Kaiserinnen und Prinzessinnen etablierten fortan ein konventionelles Schönheitsideal, das die Repräsentation römischer Weiblichkeit nachhaltig prägte – vergleichbar mit der Wirkung moderner Barbiepuppen. Die Ausstellung Industry of Beauty beleuchtet am Beispiel der Frauen des julisch-claudischen Kaiserhauses die Techniken serieller Statuenproduktion in Marmor, Gips und mittels 3D-Druck in Kunststoff von der Antike bis in die Gegenwart.  

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des ERC-Projekts The Roman Emperor Seen from the Provinces der Universität Verona mit dem Institut für Klassische Archäologie der Universität Tübingen. 

Öffnungszeiten: Mi bis So, 10 bis 17 Uhr + Do, 10 bis 19 Uhr

Laufzeit: 06. Februar 2026 bis 05. Mai 2026
Adresse: Museum Alte Kulturen, Burgsteige 11, Schloss Hohentübingen
Verantwortlicher: Institut für klassische Archäologie Universität Tübingen
Kontakt: sekretariatspam prevention@klassarch.uni-tuebingen.de  | 07071 29 78546 

Projekt: Universität Verona, ERC-Projekt The Roman Emperor Seen from the Provinces : resp.dcuci.univr.it/the-project/ 

Führungen
6. 7. & 8. Februar jeweils 16.00 Uhr 
Gruppenführungen auf Anfrage möglich

Die Eröffnung findet am 5. Februar 2026 ab 18 Uhr im Rittersaal des Museums Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen statt.

Publikation

The Statue Industry of Beauty. Creating a Roman Princess Then and Now. Ed. by Lenaghan, Julia/ Kovacs, Martin/ Murer, Cristina. Contributions by Calomino, Dario and Lenaghan, Patrick. 2026. ISBN 978-3-7749-4496-1 (Print).

Die Publikation ist an der Kasse des Museum Alte Kulturen oder im Onlineshop des Museums erhältlich.

Entgrenzte Anatomie. Eine Tübinger Wissenschaft und der Nationalsozialismus

Die Eröffnung der Ausstellung fand am 17. April 2023, um 18 Uhr, in der Alten Anatomie am Österberg statt. Die Verlängerung läuft noch bis zum 31. Dezember 2027.

Im Nationalsozialismus überschritt die Anatomie die traditionellen Grenzen wissenschaftlicher Arbeit. Anatomen zogen nun bedenkenlos die Körper von hingerichteten NS-Opfern und anderen aus der „Volksgemeinschaft“ Ausgegrenzten für ihre Forschung und Lehre heran. Auch die Tübinger Medizin profitierte von einer sich radikalisierenden NS-Justiz und Verfolgungspolitik, die zunehmend Menschen aus Osteuropa traf. Während Wissenschaftler zuvor verstorbene Obdachlose, Hingerichtete und Totgeborene nur in geringer Zahl sezieren konnten, gehörte mit Kriegsbeginn schließlich das Problem der Leichenbeschaffung der Vergangenheit an. Die Ausstellung „Entgrenzte Anatomie. Eine Tübinger Wissenschaft und der Nationalsozialismus“ erkundet anhand von Objekten, Dokumenten und Interviews die Geschichte einer medizinischen Disziplin vor, während und nach der NS-Gewaltherrschaft: Wie arbeitete die Anatomie vor 1933? Wer waren im Unrechtsstaat die Menschen, deren tote Körper in die Tübinger Anatomie gelangten? Wann begann die kritische Auseinandersetzung mit den Verfehlungen der eigenen Disziplin? Welche Kontinuitäten und Brüche zeigen sich im 20. Jahrhundert? Die Ausstellung präsentiert ihre Antworten am historischen Ort der damaligen Geschehnisse – im Gebäude der Alten Anatomie.

Studierende der Geschichtswissenschaft und der Medizin haben die Ausstellung in drei Lehrforschungsprojekten unter der Leitung von PD Dr. Henning Tümmers und Leonie Braam, M.A. (Institut zur Ethik und Geschichte der Medizin) sowie Prof. Dr. Benigna Schönhagen und Stefan Wannenwetsch, M.A. (Gräberfeld X-Projekt am Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften) erarbeitet. Das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt entsteht in Kooperation mit Prof. Dr. Bernhard Hirt (Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik) und Prof. Dr. Ernst Seidl (Museum der Universität Tübingen MUT).
 
Laufzeit: 17. April 2023 bis 31. Dezember 2027 (verlängert)
Ort: Alte Anatomie | Österbergstraße 3 | 72074 Tübingen
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei
Weitere Informationen: https://www.unimuseum.uni-tuebingen.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/entgrenzte-anatomie

Neue Ausstellung Te Pou o Hinematioro – Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection

Vom 24. Oktober 2025 bis zum 29. März 2026 ist im Rittersaal des Museums Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen die kollaborative Sonderausstellung Te Pou o Hinematioro – Celebrating Māori Heritage, Culture and Connection zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das geschnitzte pou der ranghohen Māori-Anführerin Hinematioro der Te Aitanga-a-Hauiti Community aus Ūawa/Taloga Bay (Aotearoa Neuseeland). Das pou gelangte 1769 während der ersten Südseereise von James Cook nach Europa.

Für die Te Aitanga-a-Hauiti ist das pou weit mehr als ein Ausstellungsstück – es ist die lebendige Präsenz einer verehrten Ahnin, Ausdruck von whakapapa (Genealogie), mana (spiritueller Autorität) und taonga (Schatz).

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer engen, kollaborativen Zusammenarbeit mit der Māori-Community von Te Aitanga-a-Hauiti, dem Tairāwhiti Museum und der Tolaga Bay Area School in Ūawa (Aotearoa Neuseeland). Gemeinsam mit der Abteilung Ethnologie des Asien-Orient-Instituts und dem Museum der Universität Tübingen (MUT) entstand ein Projekt, das auf gegenseitigem Vertrauen, Austausch und Respekt beruht.

Öffnungszeiten: Mi bis So, 10 bis 17 Uhr + Do, 10 bis 19 Uhr

Laufzeit: 24. Oktober 2025 bis 29. März 2026
Adresse: Museum Alte Kulturen, Burgsteige 11, Schloss Hohentübingen
Verantwortlicher: Museum der Universität Tübingen MUT
Kontakt: kassespam prevention@museum.uni-tuebingen.de  | 07071 29 77579

Führungen
Immer sonntags um 14 Uhr, 3 € + Eintritt
Immer donnerstags um 18 Uhr, 3 € + Eintritt
Familien- Gruppenführungen auf Anfrage

Begleitend zur Ausstellung findet eine Vortragsreihe mit verschiedenen geladenen Sprecherinnen und Sprechern im Museum Weltkulturen im Fünfeckturm von Schloss Hohentübingen statt. Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten.

28. Oktober 2025, 18.00 Uhr: Von Tübingen nach Neuseeland: Aotearoa und Māorikultur einst und heute aus Sicht einer Auswanderin.
PhD Tanja Schubert-McArthur, National Library of New Zealand, Wellington

9. Dezember 2025, 18.00 Uhr: Geschnitzte Geschichten: Kunst der Māori in Aotearoa, Neuseeland.
Dr. Stephanie Walda-Mandel, Linden-Museum, Stuttgart

20. Januar 2026,18 Uhr: Auf schmalem Grat. Kuratieren von Ozeanien-Ausstellungen mit sensiblem Hintergrund.
Dr. Hilke Thode-Arora, Museum Fünf Kontinente, München

27. Januar 2026, 18 Uhr: Das „Tübinger Poupou“. Wandlung in der Zuordnung eines „Schnitzwerks der Māori“.
Dr. Volker Harms, Kustos a.D., Ethnologische Sammlung, Tübingen

Neue Ausstellung in den Vitrinen der Mensa Wilhelmstraße: Objekte aus Kunst- und Kulturwissenschaft

Ab Dienstag, dem 14. Oktober 2025, sind in den Vitrinen im Foyer der Mensa Wilhelmstraße neue Ausstellungsobjekte zu sehen. Die bisher gezeigten naturwissenschaftlichen Instrumente und Geräte werden von Objekten aus Kunst- und Kulturwissenschaft abgelöst.

Die Auswahl umfasst Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Bereichen der Geisteswissenschaften. Vertreten sind die Graphische Sammlung, das Universitätsarchiv, die Sammlung Sander, die Professorengalerie, die Fotosammlung des Kunsthistorischen Instituts, die Empirische Kulturwissenschaft und die Musikwissenschaft.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Mensa (Mo – Fr, 08:00 Uhr - 18.00 Uhr) zugänglich.

Laufzeit: 14. Oktober 2025 bis 14. April 2026
Adresse: Mensa Wilhelmstraße, Wilhelmstraße 15, 72070 Tübingen
Verantwortlicher: Museum der Universität Tübingen MUT

Dauerausstellungen

Alte Kulturen – Sammlungen im Schloss Hohentübingen

„Ältestes Riesenfass“ im Tübinger Schlosskeller – Weinfass im Schloss

Bedrohte Ordnungen – Virtuelle Ausstellung des SFB 923 Bedrohte Ordnungen

Bohnenberger-Observatorium – Historische Sternwarte auf Schloss Hohentübingen

Botanischer Garten mit Sammlungen

Ethnologische Sammlung

Graphische Sammlung

Mathematische Modellsammlung

Mineralogische Sammlung

Paläontologische Sammlung

Psychologische Sammlung

Schlosslabor Tübingen – Wiege der Biochemie

Zahnmedizinische Sammlung und Museum

Zoologische Sammlung

KLANGKÖRPER. – Stiftung und Sammlung Dr. h. c. Karl Ventzke. Musikinstrumentensammlung der Universität Tübingen 

Online-Ausstellungen

Personifikationen. Begriffe, Ideen und ihre mittelalterlichen Verkörperungen

Digitale Ausstellung "Personifikationen. Begriffe, Ideen und ihre mittelalterlichen Verkörperungen".

SFB Andere Ästhetik 

Webseite Ausstellung

Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers

Digitale Ausstellung "Social Life of the Naryn-Syr Darya Rivers"

Federführung: Dr. Jeanne Féaux de la Croix, Institut für Ethnologie

Webseite Ausstellung