Uni-Tübingen

Veranstaltungen

Sie planen eine Veranstaltung zu Gegenwartsliteratur, Musik, bildender oder performativer Kunst, Medienkunst oder transdisziplinärer künstlerischer Forschung an der Universität Tübingen? Gerne nehmen wir passende uniinterne Aktivitäten in unseren Veranstaltungskalender auf.

Der Kalender kündigt aktuelle, universitätsnahe Projekte mit zeitgenössischer, experimenteller oder forschungsbezogener Ausrichtung an. Dazu zählen etwa Ausstellungen, Performances, Lesungen, Konzerte, Festivals, Lecture-Performances oder künstlerisch-wissenschaftliche Symposien.


Dorothea Grünzweig – Erfasst von dieser Nachtverwandlung

Lesung mit Musik

Samstag, 17. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Lyrikhandlung, Bursagasse 15
Eintritt für Lesung, Brot und Wein: 20 € (15 € ermäßigt)

Ein großer Gesang über die Natur, ihre Schönheit und ihre Gefährdung, den Empfindungskosmos von Tier und Mensch – oszillierend zwischen den Sprachen, schwebend zwischen Tag und Nacht.
Den aus der Fülle des Lebens in Finnland schöpfenden Gedichten – seiner reichen, immer gefährdeteren, bewahrungswürdigen Natur, ihrer Licht- und Dunkelheitsdramatik und ihrer Mythenwelt – wohnt eine imaginäre, bisweilen utopisch-visionäre Leuchtkraft inne. Bilderreiche Poesie geht über in die suggestiven Improvisationen und Kompositionen der Geigerin Laura Kokko, die durch elektronische Looptechnik Stimmen übereinanderlegt und z.B. Laute der Vogelwelt zum Tönen bringt, eine Bach-Arie oder die Kalevala-Melodie aufruft.

Kokkos und Grünzweigs Zusammenarbeit geht auf das Jahr 2014 zurück. Sie trafen bei der Frankfurter Buchmesse, innerhalb des Gastprogramms von ,,Finnland Cool", erstmalig aufeinander. Daraus ist eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit entstanden.

Dorothea Grünzweig, geb. 1952, studierte Germanistik und Anglistik in Tübingen. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität Dundee arbeitete sie als Lehrerin in Deutschland und Helsinki, wohin sie 1989 zog. Seit 1998 lebt sie als freie Schriftstellerin und Lyrik-Übersetzerin in einem Dorf in Südfinnland.

Zuletzt erscheinen: Kaamos Kosmos (Wallstein 2014), Plötzlich alles da (Wallstein 2020).
Preise und Auszeichnungen: Lyrikpreis der Stiftung Niedersachsen (1997); Christian-Wagner-Preis (2004); Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis (2010); Kurt Sigel Lyrikpreis des deutschen PEN (2018).

Nie-wieder-vereinigung – 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit

Lesung und Gespräch mit Paula Fürstenberg


Montag, 19. Oktober 2026, 18:15 Uhr
Außenstelle Tübingen der Landeszentrale für politische Bildung (LpB)
Wilhelmstraße 8, 72074 Tübingen
Eintritt frei

Moderation: Benjamin Edelmann

Paula Fürstenberg ist wütend. Wie allen Nachwendekindern hat man ihr im Einheitstaumel blühende Landschaften und Antifaschismus versprochen. Die Realität sah anders aus: Arbeitslosigkeit, Abwanderung und rechte Gewalt. Und heute: die rechtspopulistische bis rechtsextreme Politik einer Partei, die nur zu gerne die patriotische und nationalistische Idee der inneren Einheit aufgreift.

Entlang ihrer Biografie erschreibt sie die Leerstellen unserer Erzählung der deutschen Einheit. In ihren so scharfsinnigen, mal polternden, mal zarten Zwischenrufen kommt sie zur Überzeugung: Wir müssen gar nicht zu einem Volk zusammenwachsen. Viel wichtiger ist eine Sprache, die der deutschen Vielfalt gerecht wird.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Studio Literatur und Theater (SLT) mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IREX) der Universität Tübingen und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB).

 

Zwischen Linien und Blütenrausch

Ausstellung studentischer Kunstwerke

 
Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:00 Uhr
im Café “Altes Waschhaus”
Bursagasse 2/1, 72074 Tübingen
Eintritt frei

Am 20.10.26 eröffnet mit einer Vernissage um 17.00 Uhr die Ausstellung von Studierenden der Universität Tübingen im Café “Altes Waschhaus” in der Bursagasse 2/1. Unter dem Titel „Zwischen Linien und Blütenrausch“ zeigen die Studierenden eigene Werke, die im Rahmen eines gestalterischen Kurses im Transdisciplinary Course Program der Universität Tübingen im vergangenen Sommersemester entstanden sind. 

Zentrales Element der experimentell entstandenen Zeichnungen und Gemälde ist die Linie als Ausdrucksmittel und ihre vielfältigen Möglichkeiten für die Entwicklung bildnerischer Konzepte. Dabei liegt der Schwerpunkt auf verschiedenen Formen und floralen Motiven. Die Ausstellung ist ein Sinnbild der Kontraste, in welchem das Stillleben unter dem Element der Linie neu verhandelt wird. Der Kurs wurde von der Künstlerin Uta Krauss geleitet.

Die Ausstellung ist bis zum 15.11.2026 zu sehen, der Eintritt ist frei.


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