Insbesondere die im Archiv überlieferte Korrespondenz zu Erwerbungsvorgängen im Bestand UAT 167 (Verwaltungsakten der Universitätsbibliothek) ermöglicht es, die Angaben der Akzessionsjournale einzuordnen und zu präzisieren. Schreiben zwischen Bibliothek, Universitätsverwaltung, Antiquariaten und staatlichen Stellen geben Aufschluss über Herkunft, Umstände und Motive einzelner Erwerbungen. Auf dieser Basis lassen sich Verdachtsmomente bestätigen, relativieren oder neu bewerten.
Die Akten des Universitätsarchivs sind damit ein unverzichtbares Instrument der Provenienzforschung: Sie verbinden isolierte Hinweise zu nachvollziehbaren Erwerbungskontexten und tragen entscheidend dazu bei, gesicherte Erkenntnisse dort zu gewinnen, wo die Quellenlage zunächst nur Vermutungen erlaubt.