Aktuelles

Neue Publikation

„Was glauben wir zu wissen? Wissenschaft vor der Gottesfrage“ von Urs Baumann

Emeritus Prof. Dr. Urs Baumann hat im res publica Wissenschaftsverlag mit seinem Buch „Was glauben wir zu wissen? Wissenschaft vor der Gottesfrage“ nun einen eigenen Versuch gestartet, wie Theologie und Naturwissenschaften in Dialog treten können.
„In einer umfassenden Bewegung durch Physik, Biologie, Psychologie und Soziologie, fragt das Buch kritisch nach dem Sinn und der Bedeutung dessen, was wir zu wissen glauben, und spart dabei auch die Theologie nicht aus. Die Antwort auf diese existentiell bedeutsamen Fragen fordert dazu heraus, den Horizont der eigenen Gewissheiten radikal zu überschreiten. Das Buch richtet sich an alle, die sich auf dieses Wagnis einlassen wollen: naturwissenschaftlich interessierte Leserinnen und Leser, die nach zeitgemäßen religiösen Antworten suchen; theologisch interessierte Leserinnen und Leser, die den Widerspruch zwischen ihrer Glaubenswelt und der Welt der Naturwissenschaften nicht hinnehmen wollen.“


Gratulation Prof. Dr. Urs Baumann zum 79. Geburtstag

Das Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung in Tübingen gratuliert unserem Emeritus Prof. Dr. Urs Baumann ganz herzlich zu seinem 79. Geburtstag! 

Prof. Dr. Baumann war seit 1977 am Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung unter anderem in den Bereichen Forschung und Lehre tätig. Während dieser Zeit gewann er viele Preise und Auszeichnungen und wurde 1997 zum Akademischen Oberrat ernannt, bis er 2007 dann emeritiert wurde.
Seine Forschungsschwerpunkte lagen unter anderem auf Krisen und Chancen der religiösen Situation im Umbruch, dem Dialog der Theologie mit den Naturwissenschaften und der Dialogpraxis zwischen christlichen und muslimischen Studierenden.

Zu diesem Ehrentag wünschen wir ihm das Beste und viel Freude im Kreis seiner Familie.


 Das Niederaltaich-Seminar 2020 wurde als „innovative pedagogie“ gelistet

Auch dieses Jahr fand trotz der Corona-Pandemie ein Niederaltaich-Seminar statt. Das jährlich im Sommersemester stattfindende Seminar beschäftigt sich immer mit einem anderen ökumenischen Thema und zeichnet sich durch eine große methodische Vielfalt aus. Auch wenn dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Präsenzveranstaltung in der Abtei Niederaltaich stattfinden konnte, war die ins Digitale verlegte Veranstaltung ein voller Erfolg. 

Im Rahmen des Seminars mit dem Titel „Ökumenischen Dialog neu denken – Krisenmanagement aus anderen Disziplinen“ versuchten die teilnehmenden Studierenden eine Lösung für den Nordirland-Konflikt zu finden. Das Seminar startete mit einem Experten-Interview mit Professor Duncan Morrow von der Ulster University in Belfast, der über eine Videokonferenz-Plattform virtuell zugeschaltet wurde. Mittels eines Planspiels wurde danach ein konkreter Konfliktfall in Belfast mit unterschiedlichen Parteien simuliert, sodass verschiedene Strategien z.B. aus der Friedens- und Konfliktforschung, ihre Anwendung fanden. Das Seminar konnte so praxisorientiert und interdisziplinär ein aktuelles Problemfeld der Ökumene bearbeiten und den Studierenden näherbringen. 

Wir freuen uns sehr, dass das Seminar im Kontext der CIVIS-Allianz als „innovative pedagogie“ gelistet wurde. Die ausgewählten Veranstaltungen, die sich z.B. durch interdisziplinären Austausch und internationale Lehrangebote auszeichnen, werden unter den beteiligten Partneruniversitäten bekannt gemacht. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Auch im nächsten Sommersemester 2021 wird es wieder ein „Niederaltaich-Seminar“ geben. Unter dem Titel „Kritik der Macht – Wie Ökumene weiterkommen kann“ werden wir Machtverhältnisse in Strukturen und Liturgien kritisch beleuchten und dabei verschiedene Konfessionen miteinander ins Gespräch bringen. 


Umzug in die Rümelinstraße

Seit diesem Semester befinden sich unsere Büros in der Rümelinstraße.

Universität Tübingen
Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung
Rümelinstr. 23, Hauptgebäude
1. OG, Zi 420
72070 Tübingen

Am einfachsten erreichen Sie uns von der Liebermeisterstraße aus über den Hintereingang des Gebäudes (Alte Kinderklinik). Die Eingangstüre öffnet sich über einen Bewegungsmelder an der Hauswand. Im Gebäude sind Orientierungsschilder vorhanden.


Internationale Tagung

„Faces of Abraham: Conceptual Versions of Monotheism and Interpretative Visions of its Foundational Figure“

Vom 18.-20. November 2019 veranstaltet das Institut für Ökumenische und Interreligiöse Forschung gemeinsam mit der BMBF-Nachwuchsforschergruppe „Religion und Rationalität – Glauben und Vernunft im Leben und Denken von Muslimen, Christen und Juden im Kontext pluraler Gesellschaften“ eine internationale und interreligiöse Tagung zu Abraham.

Die Tagung zielt auf eine kritische Reflexion der Annahme, Abraham könne dem interreligiösen Diskurs zwischen Judentum, Christentum und Islam als gemeinsame Gründungsfigur dienen und betrachtet den in den drei Monotheismen je entscheidend anders interpretierten Abraham vielmehr als Prisma grundlegender theologischer Differenzen.

Die Veranstaltung findet statt vom 18.-20.11. im Großen Senat der Neuen Aula (Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen).

Wir laden zur Teilnahme an der gesamten Tagung ein. Ein ausführliches Programm ist hier zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir jedoch auf den Eröffnungsvortrag unserer Institutsdirektorin Prof. Dr. Johanna Rahner und unseres Gastwissenschaftlers Dr. Asher Mattern am Montag, den 18. November 2019 um 18:00 Uhr.

Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.


Interreligiöser Lehrkurs vom 6. September bis 11. Oktober 2019 im Oman

Neue Kooperation zwischen der evangelischen Landeskirche in Württemberg und den Tübinger Theologien

Acht Theologie-Studierende reisten im September in die omanische Hauptstadt Masqat auf der arabischen Halbinsel, um dort in einem fünf-wöchigen Programm mehr über den Islam und seine ibaditischen Ausprägungen im Oman zu erfahren.

Das 2015 von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg initiierte Programm fand in diesem Jahr zum ersten Mal in interreligiöser Besetzung statt: Neben Studierenden der Evangelischen Theologie nahmen auch Studierende der Katholischen und Islamischen Theologie der Universität Tübingen teil. Partner auf omanischer Seite ist das Institut für Islamische Theologie in Masqat.

Ziel des Programms ist es zum einen, den Oman als ein islamisches Land ibaditischer Auslegung kennenzulernen und damit eine Richtung, die weder dem sunnitischen noch schiitischen Islam zuzuordnen ist. Darüber hinaus bietet der Lehrkurs – insbesondere in diesem neuen Format – die Möglichkeit, Studierende für religiösen und kulturellen Pluralismus zu sensibilisieren und für den interreligiösen Dialog zu motivieren. Dazu werden u.a. Veranstaltungen zur theologiegeschichtlichen und religionsrechtlichen Entwicklung des Ibadismus angeboten, Exkursionen zu prägenden Orten im Land, ein Arabischsprachkurs sowie Begegnungen mit Muslimen und Angehörigen anderer Religionen im Oman ermöglicht.

Begleitet wurden die Studierenden von Vertreter*Innen der verschiedenen Theologien. Mit dabei waren von unserem Institut die wissenschaftliche Mitarbeiterin Theresa Mayer, der Islambeauftragte der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Pfarrer Heinrich-Georg Rothe, JunProf. Dr. Abdelmalek Hibaoui vom Zentrum für Islamische Theologie, sowie Prof. Stefan Schreiner und Prof. Reinhold Rieger von der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen.

Auch im nächsten Jahr werden deutsch-omanische Programme in Tübingen und Masqat stattfinden. Informationen dazu werden u.a. auf dieser Homepage rechtzeitig bekannt gegeben.


Workshop "Gesetz und Glaube in Judentum, Christentum und Islam"

Am 16.07.2019 fand der Workshop "Gesetz und Glaube in Judentum, Christentum und Islam" statt.

Hier das Programm:

15:00    Einführung
15:15    Dr. Asher Mattern: "Emunah: Im Zirkel von Tun und Lernen"
15:45    Diskussion
16:00    Prof. Wilfried Eisele: "Gesetz und Glaube -- zwei komplementäre Größen?"
16:30    Diskussion
16:45    Kaffeepause
17:00    Prof. Mouez Khalfaoui: "Die Debatte um die Begründung rechtlicher Normen aus muslimischer Perspektive"
17:30    Diskussion
17:45    Prof. Matthias Morgenstern: „Der doppelte – oder dreifache? – Gebrauch des Gesetzes im reformatorischen Christentum“
18:15    Diskussion
18:30     Allgemeine Abschlussdiskussion