Madita Sophie Kairies
Madita-Sophie Kairies
Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie
Abteilung für Paläoanthropologie
Eberhard Karls Universität Tübingen
Rümelinstraße 23
72070 Tübingen
madita-sophie.kairiesspam prevention@uni-tuebingen.de
Studium
2009 - 2012 | Bachelor of Arts - Eberhard Karls Universität Tübingen Studiengang: Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters Thema der Abschlussarbeit: Körperhöhenbestimmung anhand von Schädelmaßen der Individuen des linearbandkeramischen Gräberfeldes von Schwetzigen „Schälzig“ Betreuer: Prof. Dr. J. Wahl |
2012 - 2015 | Master of Science - Eberhard Karls Universität Tübingen Studiengang: Naturwissenschaftliche Archäologie Schwerpunkt: Paläoanthropologie Thema der Abschlussarbeit: Drei frühneuzeitliche Massengräber aus Ellwangen (Jagst) - Paläopathologie und demographische Struktur Betreuer: Prof. Dr. J. Wahl & Prof. Dr. K. Harvati-Papatheodorou |
seit 2017 | Promotion – Eberhard Karls Universität Tübingen Thema (Wortlaut noch nicht festgelegt): Anthropologische Untersuchung zur sozialen Gliederung der mittelalterlichen Stadtbevölkerung von Ellwangen (Jagst). ?! Betreuer: Prof. Dr. N. Conard & Prof. Dr. J. Wahl |
Praktische Erfahrungen
2009 Ausgrabung der neolithischen Kreisgrabenanlage in Kiel-Albersdorf
2010 Ausgrabung der Grottes de la Verpillière in Germolles, Frankreich
2011 Vor- und frühgeschichtliche Ausgrabung in Engen-Anselfingen
2011 Hiwi-Job bei Steve Zäuner
Aufgaben: Anthropologische Bearbeitung eines Teils des
Skelettmaterials der osteologischen Sammlung der Universität
Tübingen.
2011-2012 Mitarbeit in der Praxis für Bioarchäologie von Dr. Martin Trautmann
und Dr. Iris Trautmann
Aufgaben: Anthropologische Bearbeitung und Auswertung von
Skelettmaterial der Ausgrabungen in Berlin. Im Zuge dessen:
Erlernen des Statistikprogramms JMP
2013 - 2015 Rettungsgrabung im Zuge der Marktplatzerneuerung in Ellwangen
Aufgaben: Freilegen, Beschreibung und Bergung der Bestattungen
2015 Rettungsgrabung auf dem Experimenta Gelände in Heilbronn
2018 Archäologische Ausgrabungen im Auftrag der Grabungsfirma
„Archaeoconnect“ in Dusslingen, Bad Saulgau, Tübingen und
Frickenhausen
2019 Im Auftrag der Grabungsfirma „Archaeoconnect“: Ausgrabung des
mittelalterlichen Gräberfeldes in Cleebronn
Aufgaben: Freilegen, Beschreibung und Bergung der Bestattungen
2020 Im Auftrag der Grabungsfirma „Archaeoconnect“: Ausgrabung der
frühmittelalterlichen Siedlung in Holzgerlingen
Lehre
2014 Übung des zugehörigen Kurses Osteologie II - Alters- und
Geschlechtsbestimmung an der Universität Tübingen
2018 Seminar zur Archäologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an
der Universität Tübingen
Publikationen
2016 M.-S. Kairies, J. Wahl, Drei frühneuzeitliche Massengräber aus
Ellwangen (Jagst) – was Skelette über die Lebensbedingungen im
15.- 17. Jahrhundert aussagen können. In: Ellwanger Jahrbuch Vol.
45, 2016, 183 – 224.
2019 M.-S. Kairies, J. Wahl, Hunderte Tote unter dem Marktplatz –
Anthropologische Untersuchungen an den Skelettresten aus
Ellwangen (Jagst). Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege, 48.
Jahrgang, 2019, 121 – 126.
2019 M.-S. Kairies, Zum Stand der anthropologischen Untersuchungen an
den Skelettresten aus Ellwangen (Jagst). Vereinsheft der
Mittelalterarchäologie Tübingen, 2019.
2020 P. Flammer et al., Epidemiological insights from a large-scale
investigation of intenstinal helminths in Medieval Europe. PloS
Neglected Tropical Diseases 14 (8), 2020, 1-20.
Dissertationsvorhaben
Bei der archäologischen Baubegleitung (2013 - 2015) im Zuge der Umgestaltung des Ellwanger
Marktplatzes konnten spektakuläre Befunde und Funde ausgegraben und dokumentiert werden.
Hierbei wurden, neben einigen archäologischen Funden und Befunden, 496 Grabstellen mit
insgesamt 688 Individuen geborgen. Im Zuge der laufenden Dissertation sollen diese Individuen
paläopathologisch und -demographisch untersucht werden. Mit der Analyse des Skelettmaterials
können eine Vielzahl von biologischen Informationen über Lebensbedingung und
Krankheitsbelastungen gewonnen werden. Die Bestimmung der Individualdaten wie Sterbealter,
Geschlecht und Körperhöhe helfen bei Rekonstruktionsversuchen damaliger Bevölkerungen. Im
Zentrum der Dissertation steht die soziale Stratifizierung des frühmittelalterlichen bis
frühneuzeitlichen Gräberfeldes in Ellwangen (Jagst). Im Zuge der Auswertung des Skelettmaterials
sollen Aussagen über die damaligen Lebensumstände sowie die Krankheitsbilder der frühen
Stadtbevölkerung getroffen werden.