Am 19. Oktober las Paula Fürstenberg in der Landeszentrale für politische Bildung in Tübingen aus ihrem Buch “Nie-wieder-Vereinigung”
Paula Fürstenberg ist wütend. Wie allen Nachwendekindern hat man ihr im Einheitstaumel blühende Landschaften und Antifaschismus versprochen. Die Realität sah anders aus: Arbeitslosigkeit, Abwanderung und rechte Gewalt. Und heute: die rechtspopulistische bis rechtsextreme Politik einer Partei, die nur zu gerne die patriotische und nationalistische Idee der inneren Einheit aufgreift.
Entlang ihrer Biografie erschreibt sie die Leerstellen unserer Erzählung der deutschen Einheit. In ihren so scharfsinnigen, mal polternden, mal zarten Zwischenrufen kommt sie zur Überzeugung: Wir müssen gar nicht zu einem Volk zusammenwachsen. Viel wichtiger ist eine Sprache, die der deutschen Vielfalt gerecht wird.
Diese Veranstaltung war eine Kooperation des Studio Literatur und Theater (SLT) mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IREX) der Universität Tübingen und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB).
Moderiert wurde die Veranstaltung von Benjamin Edelmann.