Die Flur “Stützbrunnen” liegt auf der Hochfläche westlich des Ortes, oberhalb einer noch heute schüttenden Quelle, die dem Gewann den Namen gab. Bereits 2000 fanden bei der Anlage des dortigen Spielplatzes erste Grabungen statt. Nach dem Fund des frühbronzezeitlichen Grabes mit dem Goldring in der benachbarten Flur “Grüninger” wurden im Rahmen eines Ehrenamtsprojekts des LAD die Grabungsflächen auch auf diesen Bereich ausgedehnt.
Ergänzend dazu führte die Universität Tübingen mit dem LAD im Frühjahr 2025 und 2026 Lehrgrabungen am “Stützbrunnen” durch. Bei den Grabungen in 2025 konnte der Grundriss eines linearbandkeramischen Hauses freigelegt werden. In einer der südwestlichen, hausbegleitenden Längsgruben konnte eine Kinderbestattung freigelegt werden. Im osten des Grabungsschnittes konnte ein mittelalterliches Grubenhaus und eine längsovale Grube römischer Zeitstellung, jeweils mit charakteristischem Fundmaterial dokumentiert werden.
Die Grabungsfläche des Jahres 2026 schließt unmittelbar südöstlich an. Freigelegt wurden mehrere linearbandkeramische Siedlungsgruben, die sich allerdings nicht einem klaren Hausbefund zuordnen ließen. In einer der Gruben konnte eine weitere bandkeramische Kinderbestattung geborgen werden.